Der Potsdamer Platz im Berlin der 1920er.

Weimarer Republik

Die Weimarer Republik war in den bald 100 Jahren seit ihrer Gründung schon so einiges: erste deutsche Demokratie, Republik ohne Republikaner, Zwischenkriegszeit, aber auch Negativfolie und Identitätsressource zugleich.

Und auch in gegenwärtigen politischen Debatten wird immer wieder vor "Weimarer Verhältnissen" gewarnt. Was aber ist damit gemeint? Was prägte diese Zeit zwischen dem Ende des Krieges 1918 und dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur 1933? Dieses Dossier bietet eine kompakte Übersicht zur Geschichte der Weimarer Republik und ermöglicht dabei sowohl einen Zugriff über zentrale Zeitabschnitte als auch über Schlüsselthemen dieser Zeit.

Themen der Weimarer Republik

Die revolutionären Aufstände in Berlin und dem restlichen Land kochten immer wieder erneut auf, so wie etwa bei den sogenannten Weihnachtskämpfen im Dezember 1918. Das Bild zeigt eine Kundgebung vor Marinekorps am Berliner Marstall.

Alexander Gallus

Die deutsche Revolution 1918/19

Mit der einen, sogenannten Novemberrevolution begann die Weimarer Republik – viele weitere revolutionäre Aufstände und Unruhen aber begleiteten die Anfangsjahre der jungen Demokratie. Ein Überblick.

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Ein Bäckermeister zählt 1923 während der großen Inflation seine Tageseinnnahmen. Während der Inflationskrise stiegen die Preise für Lebensmittel und andere Waren in unermessliche Höhen.

Thomas Raithel

Krisenbedingungen der Weimarer Republik

Weimar = Krise?! Schon von Zeitgenossen wurde die junge Republik oftmals als krisenhaft wahrgenommen. Die Geschichtswissenschaft hat das Narrativ der krisenhaften Republik schließlich fortgeschrieben. Doch worin bestanden die Krisenbedingungen der Weimarer Republik? Eine Bestandsaufnahme.

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Das Bauhaus-Orchester in der Akademie des Bauhaues in Dessau, um 1931.

Martina Weinland

Weimar und der kulturelle Aufbruch

Die Weimarer Republik eröffnete neue Freiheiten für Kunst und Kultur. Viele Künstlerinnen und Künstler begriffen die Republik zudem als Aufgabe: Sie wollten mit ihrer Kunst am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft mitwirken. Ein Überblick zur Kultur der Weimarer Republik – zwischen Aufbruch und Widerstreit.

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Knapp 2,7 Millionen deutsche Soldaten waren mit bleibenden Verletzungen aus dem Krieg zurückgekehrt. Die junge Republik stand vor der Herausforderung, die Kriegsversehrten und ihre Familien angemessen zu unterstützen. Dieses nachkolorierte Bild zeigt zwei kriegsblinde Veteranen, die als Straßenmusikanten durch Berlin ziehen.

Dirk Schumann

Kriegsfolgen und Kriegserinnerung:
eine Nachkriegsgesellschaft

Unmittelbare Kriegsfolgen konnte die Gesellschaft der Weimarer Republik recht erfolgreich bewältigen. Was ihr aber nicht gelang: eine gemeinsame Deutung des verlorenen Krieges. Schon bald prägten politische Kampfbünde den Diskurs, militarisierten die politische Kultur und hielten den Krieg in unheilvoller Erinnerung.

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Junge Arbeiterinnen verpacken in einer Fabrik Spielkarten.

Kirsten Heinsohn

"Grundsätzlich" gleichberechtigt.

Die Weimarer Verfassung stellte Frauen und Männer dem Gesetz nach gleich - dennoch war die Zeit aus frauenhistorischer Sicht eher durch Kontinuitäten als durch Brüche gekennzeichnet. Ein Blick auf die Frauengeschichte der Weimarer Republik auf politischer, rechtlicher und sozialer Ebene.

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Der Platz in Berlin Mitte wurde 1947, noch zur Zeit der Sowjetischen Besetzungszone (SBZ), nach der 1919 ermordeten KPD-Führerin Rosa Luxemburg benannt. Die Erinnerung an Luxemburg nahm in der ostdeutschen Erinnerungspolitik zur Weimarer Republik und v.a. der "unvollendeten" Revolution von 1918/19 einen zentralen Platz ein.

Axel Schildt

Bilder der Weimarer Republik

Weimar war lange Zeit unpopulär und ihr Bild politisch überformt. In der Rezeption der frühen Bundesrepublik galt die Weimarer Republik als mahnendes Beispiel, aus dem Lehren gezogen werden sollten. Die DDR beklagte die unvollendete Revolution der Jahre 1918/1919. Wie haben sich die Bilder gewandelt?

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Chronik der Weimarer Republik

Am 19. Januar 1919 fand die Wahl zur Nationalversammlung der gerade gegründeten Weimarer Republik statt - erstmals durften auch Frauen wählen und sich wählen lassen.

Weimarer Republik

Vom Kaiserreich zur Republik 1918/19

Die Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg war zugleich das Ende des Kaiserreiches: Wilhelm II. dankte ab, in den Wirren der darauffolgenden Revolution wird die Republik ausgerufen. Zunächst steht die Frage nach dem zukünftigen System – parlamentarische Demokratie oder Rätesystem – zur Diskussion. Im August 1919 tritt die Weimarer Verfassung in Kraft.

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Während des Jahreswechsels 1918/1919 werden die Aufstände und Kämpfe zwischen Revolutionären und offiziellen deutschen Truppen zunehmend gewaltsamer.

Weimarer Republik

Kampf um die Republik 1919-1923

Die parlamentarische Demokratie und die Weimarer Verfassung bringen die Nachkriegsgesellschaft nicht endgültig zur Ruhe. Besonders die harten Bedingungen des Friedensvertrags von Versailles führen zu Aufständen rechter und linker Kräfte. Höhepunkte der krisenhaften Entwicklung ist die Ruhrbesetzung.

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Mit der relativen Entspannung Mitte der 1920er Jahre blühen auch Vergnügungsangebote im Alltag auf, hier ein Kettenkarussell auf einem Berliner Jahrmarkt.

Weimarer Republik

Zwischen Festigung und Gefährdung 1924-1929

Außenpolitische Erfolge und ein wirtschaftlicher Aufschwung bescheren der Weimarer Republik eine vorübergehende Konsolidierungsphase mit sozialpolitischen Maßnahmen und einer kulturellen Blütezeit. Die innenpolitische Lage aber wird durch den Tod des Reichspräsidenten und die Wahl Hindenburgs zu seinem Nachfolger bestimmt.

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"Keine Arbeitsplätze ohne Nazizelle - Gebt Hitler die Macht, Deutschland erwacht!" steht auf großen Bannern bei einem Treffen einer Betriebszellenversammlung der NSDAP 1932.

Weimarer Republik

Zerstörung der Demokratie 1930-1933

Der Börsencrash läutet das Ende der Weimarer Republik ein. 1928 noch eine Splitterpartei, wandelt sich die NSDAP unter der Führung Adolf Hitlers zur Massenbewegung, die 1933 die Macht in Deutschland übernimmt und fortan jede demokratische Grundlage vernichtet.

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Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg

Vor 100 Jahren, am 11. November 1918, endete der Erste Weltkrieg. Er gilt als Zäsur des beginnenden 20. Jahrhunderts: Er zerstörte naive Fortschrittshoffnungen, offenbarte die Zerstörungspotentiale der industriellen Moderne und prägte als "Urkatastrophe" maßgeblich alle Bereiche von Staat, Gesellschaft und Kultur ebenso wie den weiteren Verlauf der neueren Geschichte.

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Kaiserreich

Das Deutsche Kaiserreich

War das Deutsche Kaiserreich ein "normaler" Nationalstaat? Oder führte der "deutsche Sonderweg" in die Moderne letztlich zu Weltkrieg und Nationalsozialismus?

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Soundgeschichte

Sound des Jahrhunderts - 1919 bis 1933

Die Roaring Twenties - laute und dröhnende Jahre: Revolution, Sprechchöre und Kampflieder. Telegraphie, Telefonie, Schallplatte und Radiowellen. Massenmedialer Klang. Maschinenklänge, Jazz, Schlager, Filmmusik und Großstadtlärm. Der Sound der Zeit von 1919 bis 1933 war schillernd und geräuschvoll.

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