Erinnerungsorte

Bildungsstätte/außerschulisches Lernen, Gedenkstätte

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Bild der Gedenkstätte
In Ravensbrück wurde 1939 das größte Frauenkonzentrationslager errichtet. 1941 kam auf dem Gelände noch ein Männerlager hinzu. Die Frauen mussten in SS-eigenen Produktionsstätten schneidern, weben und flechten. Neben dem KZ-Gelände entstanden zusätzlich Werkhallen der Firma Siemens, in denen Häftlinge ab Spätsommer 1942 Zwangsarbeit leisten mussten. Während des Krieges entstanden über 40 Außenlager, in denen Ravensbrücker Häftlinge zur Arbeit gezwungen wurden. Ende 1944 richtete die SS im Frauenkonzentrationslager in einer Baracke eine Gaskammer ein, in der zwischen Januar und April 1945 Häftlinge ermordet wurden. Kurz vor Ende des Krieges evakuierten das Internationale, das Schwedische und Dänische Rote Kreuz ca. 7.500 Häftlinge nach Schweden, in die Schweiz und nach Frankreich. Die verbliebenen Häftlinge wurden auf den Todesmarsch Richtung Nordwesten getrieben. Ende April 1945 wurde das Lager Ravensbrück durch die Rote Armee befreit.

Weite Teile des ehemaligen KZ-Geländes wurden von Mai 1945 bis Ende Januar 1994 von der Sowjetarmee bzw. den GUS-Streitkräften militärisch genutzt. Außerhalb der Mauern des früheren Häftlingslagers eröffnete die DDR 1959 die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück", die wie die beiden anderen großen "antifaschistischen" Gedenkstätten Buchenwald und Sachsenhausen vom Buchenwaldkollektiv gestaltet wurde.

1993 wurde die Gedenkstätte Ravensbrück Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Die Gedenkstätte wurde um wichtige Bereiche des ehemaligen KZ-Geländes erweitert, Originalgebäude wurden saniert und es entstanden neue Ausstellungen und Museen, zuletzt zum Zellenbau, zu den SS-Aufseherinnen und zu den SS-Offizieren. Derzeit wird die ehemalige Kommandantur saniert, wo ab 2013 eine neue Hauptausstellung gezeigt werden wird.

Pädagogisches Angebot
Führungen, Seminare, Workcamps, Ein- und Mehrtagesprojekte, Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer

Seit 2002 bietet die Internationale Jugendbildungsstätte Ravensbrück ein Programm zur historisch-politischen Bildung an.

Öffnungszeiten
Ausstellungen
Oktober bis April
Dienstag bis Sonntag: 9.00 - 17.00 Uhr

Mai bis September
Dienstag bis Sonntag: 9.00 - 18.00 Uhr

Gedenkstättengelände
Oktober bis April
Montag bis Sonntag: 9.00 - 17.00 Uhr

Mai bis September
Montag bis Sonntag: 9.00 - 20.00 Uhr

Kontakt
Mahn- und Gedenkstätte und Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Straße der Nationen
16798 Fürstenberg
Bundesland Brandenburg

Tel.: +49 (0)33093 6080
Fax: +49 (0)33093 60829

http://www.ravensbrueck.de/mgr/index.html
info@ravensbrueck.de


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Europäische Union - Bund - Land

Öffentliche Fördermöglichkeiten

Neben dem Bund fördern die Länder Fahrten zu Gedenkstätten durch teils sehr unterschiedliche Strukturen und Programme. Internationale Begegnungsprojekte werden vorrangig durch die internationalen Jugendwerke gefördert, aber auch eine Förderung durch die Europäische Union ist im Kontext größerer Projekte möglich.

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