Der Berliner Reichstag

7.3. BRD und DDR: Wiederaufrüstung und Sicherheitspolitik

29. August 1950

Unter dem Eindruck des Koreakrieges fordert Bundeskanzler Adenauer in einem Sicherheitsmemorandum von der Alliierten Hohen Kommission (AHK), sie solle die Besatzungstruppen verstärken, westeuropäische Streitkräfte mit deutschen Kontingenten als Gegengewicht gegen die Kasernierte Volkspolizei in der DDR aufbauen und eine Bundesschutzpolizei zur inneren Sicherheit zulassen. Hintergrund: Der Ausbruch des Koreakrieges am 25. 6. 1950 hatte die Gefahr eines »Dritten Weltkrieges« heraufbeschworen; führende westliche Politiker wie Churchill und de Gaulle forderten daher, die BRD an den Verteidigungslasten zu beteiligen. - Wie von Churchill vorgeschlagen, empfahl die Versammlung des Europarats am 11. 8. 1950 mehrheitlich, eine »Europa-Armee« mit westdeutschen Kontingenten aufzustellen.

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