Der Berliner Reichstag

17.3. DDR: Auf dem Wege zur internationalen Anerkennung

21. August 1968

CSSR-Krise:Fünf verbündete Warschauer-Pakt-Staaten, darunter die DDR, intervenieren militärisch in der CSSR und beenden so gewaltsam den Prager Reformkommunismus (»Sozialismus mit menschlichem Gesicht«). Der neugewählte Erste Sekretär der KP Alexander Dubcek, der am 5. 1. 1968 den moskautreuen Antonin Novotny abgelöst hatte (Staatspräsident bis 22. 3. 1968), war trotz aller Warnungen Breschnews und Ulbrichts nicht von seinem Reformkurs abgerückt. Gerechtfertigt wird der militärische Einmarsch mit der Breschnew-Doktrin: Danach sind die sozialistischen Staaten in Osteuropa dann beschränkt souverän, wenn Gefahr besteht, dass sie als sozialistische Staaten dem »Imperialismus« zum Opfer fallen. Die BRD habe die »konterrevolutionäre Verschwörung« angezettelt, um die CSSR als Glied aus der »sozialistischen Gemeinschaft« herauszubrechen. Die bewaffnete CSSR-Intervention, die wie ein Schock wirkt, wird zur Wegscheide der Ost- und Entspannungspolitik während der Großen Koalition in der BRD.

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