Der Berliner Reichstag

28.2. BRD und DDR: Bildungsreform und Kulturpolitik

16. November 1976

Der gesellschaftskritische Lyriker und Sänger Wolf Biermann wird während einer Tournee in der BRD trotz einer befristeten Ausreiseerlaubnis von der DDR ausgebürgert. Begründung: Er habe bei seinem ersten öffentlichen Auftritt am 13. 11. 1976 in Köln feindlicher Propaganda Vorschub geleistet. (20. 2. 1967) Gegen die Ausbürgerung protestieren tags darauf als Erstunterzeichner Sarah Kirsch, Christa Wolf, Volker Braun, Franz Fühmann, Stephan Hermlin, Stefan Heym, Günter Kunert, Heiner Müller, Rolf Schneider, Jurek Becker u. a. Zahlreiche Schriftsteller schließen sich dem Protest in den folgenden Tagen an. Robert Havemann wird vorübergehend unter Hausarrest gestellt. Der Schriftsteller Bernd Jentzsch kehrt der DDR den Rücken. Später folgen Sarah Kirsch, Jurek Becker, Günter Kunert, Erich Loest, Manfred Krug, Bettina Wegner u. a. Bereits am 29. 10. 1976 war Reiner Kunze aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen worden, da er sein Buch »Die wunderbaren Jahre« in Frankfurt a.M. veröffentlicht hatte. Er lässt sich am 13. 4. 1977 in der BRD nieder.

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