Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Flucht und Vertreibung sowie die deutsche Teilung sind in den letzten Jahren zu wichtigen Sujets im deutschen Film geworden, bis 1989 wurden sie weitestgehend gemieden. Wurden Flucht und Vertreibung aber im bundesdeutschen Spielfilm schon in den 1950er-Jahren hintergründig mit angesprochen, so bildete die innerdeutsche Grenze im DDR-Spielfilm zumindest bildlich eine Leerstelle. Dennoch fanden auch im Film "Besuche von drüben" statt. Ein solcher unerwünschter Besuch war der alltägliche Empfang westlicher Rundfunk- und Fernsehprogramme in der DDR, gegen den der SED-Staat unmittelbar nach dem Mauerbau rigoros vorging.

Plakat zum Film "Grün ist die Heide" (1951) von Hans Deppe.

Michaela S. Ast

Flucht und Vertreibung im bundesdeutschen Spielfilm der 1950er-Jahre

Wissenschaftlich und journalistisch sind Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem historischen deutschen Osten ausführlich aufgearbeitet worden. Doch wie sieht der seltene Umgang mit den Thema im Spielfilm aus? Filme der 1950er- und 2000er-Jahre zeigen erhebliche Unterschiede.

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Plakat zum Film "Schaut auf diese Stadt" (1962) von Karl Gass.

Anne Barnert

"Besuche von drüben"

Die von Feindbildern über Westdeutschland geprägten Erzählungen des DDR-Spielfilms standen in erstaunlichem Kontrast zur Importpolitik des offiziellen Filmhandels: In den 1970er- und 80er-Jahren überquerten westdeutsche Unterhaltungsfilme die innerdeutsche Grenze, die beim Publikum weit erfolgreicher waren als eigene Filmproduktionen.

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Mit Handzetteln sollten die Menschen überzeugt werden, auf das "Gift aus dem Äther" zu verzichten – womit auf diesem Flugblatt aus Leipzig der RIAS gemeint ist.

Franziska Kuschel

"Keine NATO-Sender mehr dulden"

Die SED führte nach dem Mauerbau vehement die Auseinandersetzung mit "geistigen Grenzgängern". Mit politischem Druck, administrativen, technischen und juristischen Mitteln wollte sie die Nutzung westlicher Rundfunk- und Fernsehsendungen verhindern. Die Mehrheit der Bevölkerung aber beharrte auf ihr Recht auf Unterhaltung.

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Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

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Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Der Tag in der Geschichte

  • 16. September 1980
    Das Chemikaliengesetz regelt den Gesundheits-, Verbraucher-, Arbeits-und Umweltschutz bei Chemikalien. Gefährliche Stoffe, z. B. Gifte, sind zu melden, zu prüfen, entsprechend zu verpacken und zu kennzeichnen, notfalls zu verbieten. - Das Gesetz tritt im... Weiter
  • 15./16. Sept. 1948
    Die SED verurteilt die Sonderwegtheorie, d. h. den »besonderen deutschen Weg zum Sozialismus«; denn sie missachte das »große historische Beispiel der Sowjetunion« und die »Grundlagen des Marxismus-Leninismus«. Das sowjetische Modell gilt daher fortan als... Weiter