Dossierbild Geschichte im Fluss

Evros - Meriç - Maritsa

Evros heißt er auf Griechisch, Meriç auf Türkisch und Maritsa auf Bulgarisch. Einst war dieser nur 515 Kilometer lange Fluss die Verbindung Europas zum Osmanischen Reich. Davon kündet zum Beispiel die Architektur im bulgarischen Plovdiv. Heute aber ist der Fluss vor allem eines: die Außengrenze der Europäischen Union. Die einen versuchen, sie zu überwinden und lassen dabei nicht selten ihr Leben. Die anderen wollen die "Festung Europa" noch sicherer machen.

Evros - Meriç - MaritsaBitte klicken Sie auf das Bild, um die interaktive Karte zu öffnen. (© bpb)

Lauf der Geschichte

Griechischer Grenzzaun an der türkisch-griechischen Grenze nahe der Kleinstadt Nea Vyssa.

Christian Jakob

An Europas Außengrenze

Der Evros, auf Türkisch Meriç, auf Bulgarisch Maritsa, bildet auf 180 Kilometern die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei. Für manche Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan beginnt an diesem Fluss Europa. Griechenland hat deshalb einen Zaun gebaut. Doch immer wieder gelingt es Menschen, über die Landroute in die EU zukommen. Eine Chronik.

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Meriç und Edirne

Yeşim Tabak

Eine Brücke zwischen Orient und Okzident

Von wegen Grenze. Das am Meriç gelegene Edirne war noch vor Istanbul die Hauptstadt des Osmanischen Reiches und das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum im Westen. Das vergisst man heute leicht.

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Hüben und drüben

Stilles Grabmal am Ägäischen Meer bei Enez

Neşe Özgen

In Enez

Die türkische Grenzstadt Enez am Delta des Meriç war schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Tummelplatz für Flüchtlinge und Fluchthelfer aller Art. Noch heute lässt sich in Enez beobachten, wer und warum in die Türkei kommt und wer aus ihr flieht.

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November 2010: Illegale Einwanderer in einem Flüchtlingslager in Kyprinos an der griechisch-türkischen Grenze. Das Bild zeigt viele Kinder verschiedenen Alters gedrängt hinter einem hohen Zaun.

Christian Jakob

Der Zaun am Fluss

Seit dem Sommer 2015 sind die Balkanroute und – nach deren Schließung – das Mittelmeer die Symbole für Flüchtlingsrouten nach Europa. In den Jahren zuvor hatten Menschen ohne Visum die türkisch-griechische Grenze vor allem am Fluss Evros, der im Türkischen Meriç heißt, überquert. Wie alles anfing: Eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2010

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An die Ufer

Der Fluss Maritsa in der bulgarischen Stadt Plovdiv

Andreas Kunz

Plovdiv und die Maritsa

Die diesjährige Kulturhauptstadt Plovdiv ist die zweitgrößte Stadt Bulgariens und mit seiner über 7000-jährigen Geschichte eine der ältesten Städte Europas. Für die Entwicklung der 360.000-Einwohner-Stadt am Fuße der Rhodopen war die Maritsa bis Anfang des 20. Jahrhunderts von großer Bedeutung. Danach rückte der Fluss an den Rand des Blickfeldes.

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Zwei Männer am Fluß

Merve Bedir

Der ungewöhnliche Fluss

Wie können Fluss und Mensch wieder zueinanderfinden? In Plovdiv war das eine Frage, der Architektinnen und Architekten nachgegangen sind. Mit temporären Interventionen versuchten sie, den Fluss wieder ins Gedächtnis der Menschen zu bringen. Denn zwischen Stadt und dem Fluss Maritsa gibt es heute, anders als in der Vergangenheit, kaum noch Verbindungen.

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