kulturelle Bildung

Kulturpolitik und kulturelle Bildung

Kultur ist Inhalt von Politik – sie ist Wirtschafts- und Standortfaktor, ihr Nutzen für die Gesellschaft ist unumstritten – doch Kultur kostet Geld! Das trifft selbstredend auch auf die kulturelle Bildung zu. In Deutschland existiert ein flächendeckendes Netz von Finanzierungsquellen, das seine Fäden aus Bundes- und Ländertöpfen spannt. Vieles davon ist längst etabliert, etwa Themen wie Haushalte, Urheberrechte oder die Künstlersozialkasse. Die jüngste Föderalismusreform II hat jedoch so manche kulturpolitischen Karten neu gemischt. Die Angst vor leeren Fördertöpfen zwingt die Beteiligten, nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen – etwa mittels Fundraising. Nicht zu unterschätzen ist ebenso das private Mäzenatentum, das einen nicht unerheblichen Teil für ausgewählte Projekte spendiert. Ob die kulturelle Bildung damit für die Zukunft gewappnet ist, wird sich noch herausstellen müssen.

Kulturpolitik beeinflusst die Fördertöpfe, aus denen Kulturinstitutionen und kulturelle Bildung schöpfen.

Oliver Scheytt

Kulturelle Bildung als Kraftfeld der Kulturpolitik

Kulturpolitik wird nur dann vor den neuen Herausforderungen bestehen, wenn wir sie immer von neuem als Gesellschaftspolitik gestalten und begründen. Dabei stehen drei ebenso weitreichende wie langfristige Herausforderungen im Raum: Medialisierung, Globalisierung, Individualisierung.

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Foto: www.aboutpixel.de

Max Fuchs

Kulturpolitik in Zeiten der Globalisierung

Wir leben im Zeitalter der Globalisierung. Für die Kulturpolitik stellt diese Tatsache eine besondere Herausforderung dar. Sie muss die ökonomischen Rahmenbedingungen sichern und zugleich die eigenen kulturellen Traditionen betonen. Ob der Ausbau regionaler und nationaler Kulturwirtschaften hier Abhilfe schafft, wird sich erst noch zeigen müssen.

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Wer gefördert werden will, muss sich in der komplexen Förderlandschaft auskennen.

Peter Kamp

Querschnittsaufgabe mit Lücken - Zur Finanzierung kultureller Bildung

Kulturelle Bildung wird von einem komplexen, unübersichtlichen Netz an kommunalen, regionalen, staatlichen und privaten Trägern gefördert. Wesentliches Kriterium einer sinnvollen Förderung muss sein, dass die Projekte nachhaltig wirken und möglichst viele Menschen erreichen.

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Für 'n Appel und 'n Ei. Foto: Tim Toppik/ photocase.com

Daniel Kraft

Money for nothing?

Professionelle Förderantragstellung ist unerlässlich - innovativ erweitern können und sollten Träger kultureller und politischer Bildungsarbeit ihre Finanzierungskonzepte aber noch mit Mitteln des Fundraising. Dabei sind Fundraiser/ -innen keine Bittsteller, sondern sorgen dafür, dass ihre Organisation unabhängig wirken und Raum zur (finanziellen) Partizipation bieten kann.

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Oft sind die Kriterien der Kulturförderung nicht transparent.
Foto: Photocase©jarts

Jörg Stüdemann

Kulturförderung

Kulturförderung folgt der Idee vom demokratischen Gemeinwesen und einer aktiven Teilhabe aller am Kulturgeschehen. Die heutige Förderpraxis berücksichtigt indes zunehmend Trends - warum?

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Rund 47 Millionen Euro kostet das Projekt "Jedem Kind ein Instrument" in NRW. Fachleute sind jedoch davon überzeugt: Jeder Cent ist genau richtig investiert.Foto: ullstein bild - Imagebroker.net

Norbert Sievers

Modell-Land kulturelle Bildung Nordrhein-Westfalen

Seit mehreren Jahren stärkt Nordrhein-Westfalen die kulturelle Bildung. Im Rahmen der Modell-Land-Initiative wird die Zusammenarbeit wichtiger Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit gefördert - mit dem Ziel: die unterschiedlichen Programme miteinander zu vernetzen, ihren Wirkungsgrad zu erhöhen sowie neue Angebote anzuregen und umzusetzen.

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Die 2. Etage der Dortmunder U, einer ehemaligen Bierbrauerei, wird zum Zentrum für kulturelle Bildung ausgebaut. Foto: ullstein bild - Imagebroker.net

Interview mit Martina Bracke

Kommunales Gesamtkonzept: Erfolgsmodell Dortmund

Bereits zweimal war Dortmund mit seinem Kommunalen Gesamtkonzept Kulturelle Bildung Preisträger des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser Erfolg sei kontinuierlichen Strukturen zu verdanken, die Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, sich zu vernetzen, so Martina Bracke. Außerdem sei die Qualität der Erzieher-/innen-Ausbildung sehr wichtig.

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Kultur ist Ländersache - und Streitpunkt, wenn es um die Verteilung von Etats geht. Durch die Föderalismusreform II ist dieser Druck noch größer geworden.
Foto: ullstein bild - Haddenhorst

Bernd Wagner

Föderalismusreformen und ihre Bedeutungen für Kulturpolitik und kulturelle Bildung

In der Geschichte der Bundesrepublik hat es zwei große Föderalisreformen gegeben - mit teils erheblichen Auswirkungen auf die Kulturfinanzierung. Absehbar ist, dass der Einspardruck auf die öffentlichen Haushalte ab 2011 – verstärkt durch Banken- und Euro-Rettungsschirme – den Druck auf die Kulturetats noch erheblich erhöhen wird.

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Kunstcontainer_klein

Andreas Joh. Wiesand

Kultur- oder Kreativwirtschaft: Was ist das eigentlich?

Der Kultur- oder Kreativsektor in Deutschland umfasst alle mit Kultur und Medien im weiteste Sinne verbundenen Aktivitäten. Privatwirtschaftliche, öffentliche und informelle Angebote mit ihren unterschiedlichen Zielvorstellungen, Maßstäben und Problemen sollten dabei – auch zum Schutz einer bislang noch vielfältigen kulturellen Öffentlichkeit – differenziert betrachtet werden.

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Linkliste

Kulturpolitik

Kommentierte Linkliste zum Thema Kulturpolitik

Hier finden Sie einen kommentierte Linkliste zum Thema Kulturpolitik.

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Kulturpolitik

Literaturliste Kulturpolitik/ Kulturfinanzierung

Hier finden Sie Literatur zu Kulturpolitik und Kulturfinanzierung des bpb-Dossiers Kulturelle Bildung.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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