Sound des Jahrhunderts - Dossierbild

Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt

Ein Schimmel geht um die Welt


3.8.2016
Die kleine Melodie, die sich der findige Internetsurfer heute als Klingelton aufs Handy laden kann, verdankt ihre Existenz dem Zusammenspiel von drei Vertretern der Unterhaltungsbranche, alle drei um die 30, die an ihrer Karriere arbeiten und sich zum Blauen Engel, einem der ersten deutschen Tonfilme, zusammenfinden: ein Wiener aus Hollywood, der in Berlin seinen Traum aus Bild und Ton umsetzen will, ein in London geborener Berliner, der den Sound dazu liefert, und das noch namenlose schauspielernde Tanzgirl aus Schöneberg, das ihn Figur werden lässt:
Josef von Sternberg, Friedrich Hollaender und Marlene Dietrich. Ihr kess vorgetragener Song Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt geht um den Globus und wird zum Evergreen. Damit setzen die Drei Anfang der 1930er Jahre einen unüberhörbar erotischen Akzent in der Klangwelt des letzten Jahrhunderts.


Porträt von Marlene Dietrich - 1930/32 - Bundesarchiv Bild 102-14459Porträt von Marlene Dietrich - 1930/32 - (© Bundesarchiv Bild 102-14459/ Fotograf o.A.)
Die Filmstory, die da Anfang der 1930er Jahre auf die Leinwand gebracht werden soll, ist alles andere als neu: Ein Mann in den besten Jahren wird zum Opfer seiner Begierden. Emil Jannings, seinerzeit einer der populärsten Charakterdarsteller, hat diese Rolle im Film wie auf der Bühne oft genug gespielt und in Hollywood hat er diese Figur in zwei Stummfilmen derart eindrucksvoll verkörpert, dass man ihn dafür mit dem Academy Award für den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet hat. Es ist der erste Oscar dieser Art.

Derart geadelt kehrt Jannings nach Deutschland zurück, wo die Ufa mit ihm nun einen ihrer ersten Tonfilme drehen will. Als Regisseur ist Josef von Sternberg aus Hollywood vorgesehen. Als dieser den geplanten Rasputin-Stoff ablehnt, einigt man sich auf den Jannings-Vorschlag, den 1905 veröffentlichten Roman Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen von Heinrich Mann zu verfilmen, mit dem der Autor das Bürgertum des Kaiserreichs und sein autoritär-inhumanes Erziehungssystem scharf attackiert hat. Sternberg gefällt der erste Teil der Geschichte: "Ich ging zu Heinrich Mann und fragte ihn, ob er etwas dagegen habe, wenn ich die Struktur seiner Erzählung ändern und auslassen oder hinzufügen würde, was mir zweckmäßig erschien. […] Er gab mir völlige Freiheiten, zu ändern oder hinzuzufügen, was mir ratsam erschien."

Hörbeispiel im Internet:

"Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" (1930)

mit Marlene Dietrich (Quelle: YouTube)

Sternberg sucht in Berlin seine Lola: "Als der Drehbeginn näher rückte, machte sich ein spürbares Unbehagen breit. Das Gerücht kursierte, die Frau, die ich suche, sei nicht von dieser Welt." Was er sucht, ist eine Sklavin der Macht, an der der männliche Held zerbricht. Es werden Vorsprechtermine arrangiert, Sternberg lehnt eine nach der andern ab, darunter Käthe Haack und Blandine Ebinger, auch Trude Hesterberg, die von Heinrich Mann, ihrem Geliebten, ins Spiel gebracht worden ist. Sternberg: "Ihr Sexappeal war von einer Art, wie er nur in einem Seniorenheim für Blinde funktioniert." Als ihm Lucie Mannheim vorsingt, ist er begeistert – von ihrem Pianisten. Der soll, so bestimmt er, die Musik zum Blauen Engel schreiben.

Pendeln zwischen Dur und Moll



Filmplakat zum Film "Der blaue Engel" - 1930Filmplakat zum Film "Der blaue Engel" - 1930 (© picture-alliance, ZB)
Das ist Friedrich Hollaender, der Vielseitigste unter den Talenten dieser Zeit, ein Tausendsassa der Kleinkunst, Komponist, Texter, Schauspieler, Pianist, Theaterleiter und Regisseur in einer Person. Der "große kleine Friedrich", wie Charlie Chaplin ihn einmal nannte, hat das literarische Kabarett der Weimarer Republik beeinflusst und geprägt wie kaum ein zweiter – durch seine Vertonungen von Texten von Tucholsky und Mehring, durch seine kleine Revuette, die er den großen Glanz- und Glitter-Shows gegenüberstellte und mit denen er den Beweis lieferte, dass bei einer Revue "das Fleisch nicht immer so willig, der Geist nicht immer so schwach" sein muss. Er schrieb Tagesschlager und Schauspielmusiken für die große Theaterbühne, stieg als Pianist und Arrangeur bei den von ihm entdeckten Weintraubs Syncopators ein, die in Berlin bald als eine der führenden Jazz-Combos und Show-Bands galten. Und er sorgte im Kleinkunstkeller für einen neuen Ton, als er seine Lieder eines armen Mädchens für Blandine Ebinger schrieb, kleine melancholische Dreiminuten-Dramen, bei denen die Gemütlichkeit, so der Dichter-Kritiker Max Herrmann-Neiße, "ernstlich in Gefahr" ist: "Das Lachen vergeht einem oder wird jedenfalls ganz anders."

Sternberg hat mit seinem Entschluss, gerade ihn die Musik zum Blauen Engel schreiben zu lassen, einen Glücksgriff getan. Denn Hollaender, dieser "Pessimist mit optimistischem Vorzeichen", wie er sich selbst sieht, empfindet sich als "lachenden Melancholiker, der mit diesen beiden Stimmungen in ewigem Zwiestreit liegt. Auch seine Melodien pendeln immer zwischen Dur und Moll und können sich nicht entscheiden."

Der Hollywood-Regisseur will die Lieder bereits vor Beginn der Dreharbeiten kennenlernen. Er erwartet von der Musik eine starke Befruchtung des eigenen Schaffens. Und so legt ihm der Komponist nach und nach die Lieder vor, die die schnoddrige Lola singen soll: Kinder, heut abend, da such ich mir was aus, einen Mann, einen richtigen Mann, Nimm dich in acht vor blonden Frau‘n, die haben so etwas Gewisses und Ich bin die fesche Lola, der Liebling der Saison. Fehlte nur noch die große sentimentale Nummer, die "Super-Schnulze".

Was singt so eine Lola?



Hollaender in seinen Lebenserinnerungen Von Kopf bis Fuß – Mein Leben mit Text und Musik: "Was singt so eine Lola? Einen Tango? Zu geschniegelt! Einen Slow-Fox? Zu slow! Ich kann doch für die Lola keinen Walzer schreiben. Das heißt … warum eigentlich nicht? Einen langsamen, schmachtenden, aber schicksalhaften. – Weiter nichts? Das mach mal. – Mach ich auch! Zum Beispiel ---: A, C, C, -- CDBB -- BCAA – A … Ganz gut, aber wie geht’s weiter? Ganz einfach. So, wie‘s weitergehen muss: ABGGG --- AG-F. Nicht schlecht. Solange du dein Noten-Alphabet drauf singst. Da finde mal einen Text drauf. Auf die Töne singt sich doch nichts. Gar nichts? Gar nichts. Moment mal. 'Gar nichts', hast du gesagt? Schreiben wir zuerst: 'Gar nichts!' Und dann machen wir einen Schimmel. – Was ist ein Schimmel? Ein Schimmel – das sind sinnlose, unbrauchbare Worte, die man probeweise unter eine Melodie legt, um sie einmal ohne Lalala zu hören. Wenn sie unbrauchbar sind, nützen sie dir doch gar nichts. – Warum sagst du immer: Gar nichts? Lass uns mal etwas brabbeln! Zum Beispiel: Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, denn das ist meine Welt … und sonst gar nichts … Das ist, was soll ich machen, meine Natur, ich kann halt lieben nur und sonst gar nichts. Als ich fertig bin, gibt‘s von allen Seiten Beifall. Aber, stottere ich, das ist doch nur ein Schimmel."

Emil Jannings spricht aus, was alle denken: "Wat heeßt hier Schimmel? Det isses!" Und dabei bleibt es. Auch wenn der Text einige eigenwillige Ungereimtheiten enthält wie "Motten umschwirr’n mich wie Motten um das Licht", die sich auf frühen Schallplattenaufnahmen wiederfinden. Und dennoch: A sound is born.

"Hier war das Gesicht, das ich gesucht hatte"



In der Zwischenzeit ist Sternberg bei seiner Suche nach seiner Lola fündig geworden, und zwar auf der Bühne des Berliner Theaters, wo er eine Aufführung von Georg Kaisers Revuestück Zwei Krawatten sieht. Mit von der Partie sind Hans Albers und Rosa Valetti, die er beide bereits für seinen Film besetzt hat. Und dann diese "Frau, die alle elektrisiert": Marlene Dietrich. Kein Name, eher ein Geheimtipp. Und doch ist er sich sicher: "Hier war das Gesicht, das ich gesucht hatte: provozierend, schmachtend, verzückt, hinreißend und bezaubernd."

Als er ihr die Lola-Rolle anbietet, gibt die sich wenig interessiert, zu Probeaufnahmen erscheint sie unvorbereitet und ohne Pianist. Aber Sternberg weiß sie aus der Reserve zu locken. Er lässt einen Studiopianisten kommen und trägt ihm auf, bei der Begleitung von zwei kleinen Schlagerliedchen harmonisch ein paarmal kräftig danebenzugreifen, um herauszufinden, wie sie darauf reagiert. Und sie reagiert: Erst giftet sie den Mann am Klavier an, er sei ein Dussel ("Soll Musik sein, ja?"), dann steigt sie aufs Klavier, zeigt dabei viel Bein und zischelt dem Pianomann zu: "Wennde jetzt aba falsch spielst, verstehste, denn jibt‘s een Tritt." Sternberg weiß nun, dass er "einen Ozean aufgewühlt" hat, aus dem eine Frau aufgetaucht ist, "die die Welt bezaubern sollte: Ich formte sie im Schmelztiegel meiner Phantasie, bis ihr Bild meinen Vorstellungen entsprach. So wie ein Maler ein Bild entwirft: Pygmalion und Galathea."

Hörbeispiel im Internet:

Probeaufnahme zum "Blauen Engel" (D 1930)

mit Marlene Dietrich (Quelle: YouTube)

Das Ergebnis war die Lola des Blauen Engel, die personifizierte, Figur gewordene Erotik, ein männermordendes Etwas, dem der preußisch-disziplinierte Gymnasialprofessor bedingungslos aus seiner Welt in ihre folgt. Der Zeitgeist hat ein Wort für dieses vampirische Ungeheuer, das eher vulgär als mondän, eher gossig als augenzwinkernd daherkommt: Vamp. Und Hollaender macht die Musik dazu. Sie bildet zwei Welten ab: die des Bürgertums mit seinen traditionellen Melodien wie Ännchen von Tharau, Ach, wie ist’s möglich dann und dem Bums der Alten Kameraden und die des Tingeltangels mit seinen Gassenhauern.

Friedrich Hollaender und seine Jazz-Sinfoniker der Weintraubs Syncopators erzeugen die Schwüle der Kleinkunst-Kaschemmen: Puff-Musik auf der Höhe der Zeit. Üb immer Treu und Redlichkeit intoniert das Orchester zu Beginn. Das Motiv kehrt wieder als Glockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche, wenn die volle Stunde schlägt, die Professor Rath zur Pflicht ruft. Und zum Schluss, zum tragischen Ausklang der Geschichte, wenn er als gebrochener Mann in seine Schule zurückkehrt, um am umklammerten Katheder sein Leben auszuhauchen, erklingt es erneut: "Üb immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab."

In seiner Autobiografie erinnert sich Hollaender: "Schon mit dem Schlager Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt war die Charakterrolle von Marlene Dietrich, der verführerischen Varietésängerin Lola Lola, so scharf umrissen, dass durch dieses Chanson eine klare Grundlinie für die Handlung gewonnen war. Dieses Chanson schuf sofort die Atmosphäre, nach der der Stoff gebieterisch verlangte. Das Thema dieser Melodie war prädestiniert dazu, Leitmotiv für das innerste Geschehen zu werden, Schicksalsmotiv des verführten Professors Rath. Das gleiche Motiv in sinfonischer Gestaltung begleitete die Handlung bis zur Katastrophe."

Choräle der Sinnlichkeit



Was zu hören ist, wenn die Lola so lasziv wie gelangweilt ihre frechen Lieder singt, nennt der Musikkritiker Hans Heinz Stuckenschmidt "Choräle aus dem Schlamm". In seinem Aufsatz So wird heute gesungen vom Juni 1930 führt er aus, dass das verschämt erotische Chanson abgedankt und neuen Kabarettliedern Platz gemacht habe, die eine neue Wirklichkeit widerspiegeln. Lieder, die ihren Ursprung haben in den sozialen Erschütterungen der Zeit, im Wandel moralischer Wertvorstellungen, in einer neuen Einstellung zur Sexualität, die einen neuen Typ Frau kreiert: "Die sentimentale Kokotte ist per Holzklasse in die Hölle gefahren, wie sie’s verdient. Und aus dem Schlamm ward die neue Venus vulgivaga geboren, griechisch Pandemos, berlinisch Nutte genannt. Diese durchaus sexuell betonte Frau hat eine neue Form des Couplets inspiriert, eine Art von Kunst, deren Merkmale sich von Jahr zu Jahr plastischer herausstellen. Das geschlechtliche Endziel wird nicht mehr schamhaft verbrämt. Die moralischen Hüllen sind abgefallen und so wird das erotische Couplet zum Choral der Sinnlichkeit."

Josef von Sternberg setzt diesen Sirenengesang in Szene, als "visuelles Gedicht für die Leinwand". Er spielt mit Licht und Schatten, Hell und Dunkel, mit Geräusch und Stille, Ton und Musik. Es entsteht ein ins Bild gesetztes Klanggemälde um die Erotik als "motorisches, transponierendes Element des Lebens. Als verändernd, Gewohnheiten störend". Den Darstellern wird nicht nur eine bis dahin nicht gekannte Körpersprache abverlangt, sondern auch ein neuer Ton im Umgang mit dem Mikrofon. Jannings, der es sich angewöhnt hatte, pathetisch jedes Wort breit auszustellen, war davon kaum abzubringen. Sternberg erinnert sich: "Mein bärtiger Professor begann nun, herrisch in einer Sprache zu reden, in der nicht nur jede Silbe betont wurde, er schwelgte auch in archaischen Wendungen, wie man sie seit dem Mittelalter nicht mehr gehört hatte. Jannings schien entschlossen, allen ein unvergessliches Beispiel seiner Meisterschaft in der deutschen Sprache zu liefern, und machte das mit jeder Silbe deutlich. Ich beschloss, diesen theatralischen Unsinn im Keim zu ersticken, bevor er um sich greifen konnte."

"Alles ist Film, nichts ist Theater"



Die Schauspielerin Marlene Dietrich sitzt 1944 in Italien am Rande der Truppenbetreuung für US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg neben dem Komponisten Irving Berlin.Marlene Dietrich mit dem Komponisten Irving Berlin 1944 in Italien am Rande der Truppenbetreuung für US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg. (© picture-alliance, dpa - Fotoreport)
Als der Film abgedreht ist, zeichnete sich bereits ab, dass mit dem Blauen Engel kein Jannings-Film entstanden war. Marlene Dietrich machte ihn zum Ereignis. Diese "schöne Frau", die, wie Sternberg meinte, bis dahin "so völlig unterschätzt und unterbewertet" war. Ihre Lieder, die ihr Friedrich Hollaender auf den Leib geschrieben hatte, stürmten die Hitlisten. Allen voran der Song mit dem Schimmel-Text, der um die Welt ging und als Falling In Love Again zum Repertoire der großen Entertainer gehörte – nachgespielt und nachgesungen von Rosemary Clooney, Sammy Davis jr. und Benny Goodman, von Udo Lindenberg, Hildegard Knef und den Comedian Harmonists.

Für Cineasten und Filmfans gehört der Blaue Engel längst zu den Klassikern unter den Kultfilmen. Sie pflichten im Nachhinein dem Kritiker Herbert Ihering bei, der im Frühjahr 1930 lobte: "Alles ist Film, nichts Theater." Nur dem Völkischen Beobachter, dem Parteiorgan der NSDAP, passte damals die ganze Richtung nicht: "Bewusst jüdische Zersetzung und Beschmutzung deutschen Wesens und deutscher Erziehungswerte ist hier am Werke, in dem sich jüdischer Zynismus selten gemein offenbart."

Drei Jahre später, nach Hitlers Machtübernahme, war das offizielle Politik. Mit Konsequenzen auch für viele, die am Blauen Engel mitgearbeitet hatten: Josef von Sternberg war schon im Frühjahr 1930 in die USA zurückgereist, Marlene Dietrich folgte ihm unmittelbar nach der Uraufführung des Films, wurde dort zum Star und zur Legende und gab sich schließlich mit ihrem Beitrag zur Truppenbetreuung für die Alliierten als engagierte Gegnerin des Faschismus zu erkennen. Heinrich Mann, dem aus politischen Gründen die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden war, ging nach Amerika, ebenso wie seine Schriftstellerkollegen Carl Zuckmayer und Karl Vollmoeller, die am Drehbuch mitgearbeitet hatten.

Wegen seines jüdischen Glaubens wurde der Drehbuchautor Robert Liebmann verfolgt, der 1942 im Konzentrationslager starb, ebenso Kurt Gerron, der den Kabarettdirektor Kiepert spielte; er wurde 1944 in Auschwitz vergast. Produktionschef Erich Pommer entkam nach Hollywood, ebenso Friedrich Hollaender und Franz Wachsmann, der Arrangeur seiner Filmmusik – beide machten dort Karriere als Filmkomponisten. Die Musiker der Weintraubs Syncopators flüchteten von einem Land ins andere, einige schafften es bis nach Australien, wo man sie als unerwünschte Ausländer internierte. Rosa Valetti, Bühnenschauspielerin und Kabarettistin, die im Film die Guste spielte, emigrierte nach Wien, wo sie 1937 starb. Karl Huszar-Puffy, der Wirt des Blauen Engel, floh in die Sowjetunion. Dort kam er 1943 in einem Arbeitslager um.

Lesen



Begleitbuch zur 8-CD-Box "Friedrich Hollaender: Wenn ich mir was wünschen dürfte", Hambergen 1996

Günther Dahlke/Günter Karl (Hrsg.): Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933. Ein Filmführer, Berlin 1988

Marlene Dietrich: Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin, Frankfurt a. M./Berlin 1990 

dies.: Nehmt nur mein Leben, München 1979 

Blandine Ebinger: Blandine, Zürich 1986 

Joe Hembus / Christa Bandmann: Klassiker des deutschen Tonfilms 1930 – 1960, München 1980 

Friedrich Hollaender: Von Kopf bis Fuß. Mein Leben mit Text und Musik, Bonn 1996 

ders.: Menschliches Treibgut, Bonn 1995 

Volker Kühn: Spötterdämmerung. Vom langen Sterben des großen kleinen Friedrich Hollaender, Berlin 1996 

ders.: … und sonst gar nichts. Das Friedrich Hollaender Chanson-Buch, Hannover 1996 

Josef von Sternberg: Das Blau des Engels, München 1991 

ders.: Ich, Josef von Sternberg, Velbert 1967 

Werner Sudendorf (Hrsg.): Marlene Dietrich, Dokumente, Essays, Filme, München 1977


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Autor: Volker Kühn für bpb.de
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