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Journalismus unter den Bedingungen des Medienwandels

Vervielfältigung der Kanäle, Big Data und neue Formen der Publikumsbeteiligung

9.12.2016

"Big Data" und die Entwicklung des Daten-Journalismus




Die Entwicklung des Crowdsourcing ist eng verbunden mit den Herausforderungen des Journalismus, die mit der Verfügbarkeit großer Datenmengen im Internet (Big Data) und ihrer Verwertbarkeit verbunden sind. Es sind dies zum einen die Daten, die bei der Internetnutzung als "digitale Spuren" quasi automatisch anfallen, zum anderen all die vielfältigen Daten, die im Internet publiziert werden (z. B. in sozialen Netzwerken, im Rahmen von Open Data-Initiativen, Veröffentlichung geheimer Daten z. B. über WikiLeaks).

Für den Journalismus sind "Big Data" und eine zunehmend datengetriebene Gesellschaft doppelt relevant: Zum einen stehen hinter dieser Entwicklung Themen wie "Datensicherheit" und "Schutz von Persönlichkeitsrechten", die gesellschaftlich relevante Berichterstattungsgegenstände für den Journalismus darstellen. Zum anderen betrifft die zunehmende Verfügbarkeit von Daten den Journalismus und seine Arbeitsroutinen selbst. So hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr ein Datenjournalismus entwickelt, der Daten sammelt, prüft, auswertet, interpretiert und visualisiert. Wenn man so will, lässt sich die Entstehung des Datenjournalismus als die Antwort des Journalismus auf die zunehmende "Datafizierung" unserer Gesellschaft verstehen: Es entwickeln sich neuartige Formen, Geschichten (in Daten) zu identifizieren und (mit Daten) zu erzählen. Als Durchbruch des Datenjournalismus wird vielfach die Veröffentlichung der Afghanistan-Kriegstagebücher im Juli 2010 datiert; damals hatten Der Spiegel, The Guardian, The New York Times und Al Jazeera an die 400.000 Datensätze mit verschiedenen Mitteln aufbereitet [37].

Infobox

Datenjournalismus

Datenjournalismus stellt besondere Anforderungen

  • an die Rationalisierung informationsverarbeitender Prozesse (z. B. Recherche in und Auswertung von großen Datenbeständen) sowie
  • an die Entwicklung und Präsentation von datenbasierten Geschichten (Aufbereitung, Visualisierung).


Vielen gilt der Datenjournalismus als die Zukunft der Berichterstattung und als "ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für Onlinejournalismus" [38]. Kennzeichnend für die datenjournalistische Berichterstattung ist, dass Datenbestände im Hinblick auf ein bestimmtes Erkenntnis- bzw. Berichterstattungsinteresse ausgewertet werden [39]. Der Datenjournalismus entwickelt sich zunehmend in Richtung eines eigenen Berichterstattungsmusters mit online-spezifischen Darstellungsformen.

Hierfür steht z. B. das datenjournalistischen Projekts "Verräterisches Handy: Was Vorratsdaten über uns verraten" von ZEIT Online aus dem Jahr 2011, was aber kaum an Aktualität eingebüßt hat: Der Grünen-Politiker Malte Spitz hatte dafür sechs Monate lang seine Vorratsdaten zur Verfügung gestellt, die bei seinem Telefonanbieter über ihn gespeichert wurden. Verknüpft wurden diese Geodaten mit frei im Netz verfügbaren Informationen aus Twitter und Blogeinträgen. Dies bildete die Grundlage für eine interaktive Karte, auf der seine Bewegungen in dieser Zeit nachvollziehbar gemacht wurden. Das Stück, das also ein datenkritisches Thema mit Mitteln des Datenjournalismus behandelt.

Als "Best-Practice" gilt auch die Arbeit des sechsköpfigen Interaktiv-Teams der Berliner Morgenpost, das daher 2016 mit einem Grimme Online Award für seine Gesamtleistung ausgezeichnet wurde.

Quellentext

Grimme Online Award - Begründung der Jury

Daten sind Schätze, die noch zum Glänzen gebracht werden müssen – deshalb machen sich viele Journalisten erst gar nicht auf die Suche. Das Interaktiv-Team der Morgenpost dagegen hat mit großer Kontinuität diese Disziplin zu einer eigenen Klasse entwickelt und damit die eigene Zeitung zum Strahlen gebracht.

Nicht nur der Lokaljournalismus wird so bereichert und auf eine andere Stufe gebracht. Fantasievoll und leidenschaftlich greift das Team um Julius Tröger aktuelle, relevante und lebensnahe Themen auf, sucht nach der passenden Datengrundlage und einer überzeugenden grafischen Darstellungsform – mit immer wieder verblüffenden Ergebnissen.

Die Leser werden unmittelbar einbezogen, etwa wenn sie im "Zugezogenen-Atlas" nachschauen können, wie viele Berliner aus derselben Heimatgemeinde stammen wie sie. Oder wenn sie vor dem Hintergrund des Fahrrad-Volksentscheids in die Lage versetzt werden, schnell mal zu überprüfen, wie viel Prozent der von ihnen genutzten Straßen tatsächlich mit einem Radweg ausgestattet sind. Auch wie laut ihr Viertel im Vergleich zu anderen ist, in welchem Bezirk wie oft umgezogen wird, wie an jedem Tag im Jahr der Himmel über Berlin ausgesehen hat, wie dramatisch sich die Stadt architektonisch verändert: Das Interaktiv-Team wertet die Datengrundlage aus und visualisiert sie in leicht zugänglicher, immer wieder neu anregender Weise. Mit der gelungenen Integration des Datenjournalismus ist der Berliner Morgenpost ein vorbildliches, interdisziplinäres Projekt mit Signalwirkung gelungen.

Quelle: http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=2072&no_cache=1#c15384



Ein Scoop, der für besonderes Aufsehen gesorgt hat, waren 2016 aber zweifelsfrei die "Panama Papers". Das sind interne Dokumente der panamaischen Kanzlei Mossack Fonesca, die Einblicke in hunderttausende Briefkastenfirmen erlauben, die u. a. für Zwecke der Steuervermeidung, aber auch der Steuerhinterziehung gegründet worden sein sollen [40]. Die 2,6 Terabyte Daten, die der Süddeutschen Zeitung von einer geheimen Quelle übermittelt worden waren, gelten als das größte Daten-Leak, "mit dem Journalisten je gearbeitet haben" [41]. Die Auswertung der Dokumente erfolgte schließlich in einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von über 370 Journalisten von über 100 Medienorganisationen; das Projekt wurde als "Investigation of the Year" mit dem "Data Journalism Award 2016" ausgezeichnet [42].

Da der Umgang mit Daten für Journalistinnen und Journalisten immer wichtiger wird, lässt sich zum einen beobachten, dass mittlerweile in vielen Redaktionen mit Formen des Datenjournalismus gearbeitet wird und es immer mehr Tools gibt (wie z. B. "Datawrapper", https://datawrapper.de), die sie hierbei unterstützen, es also in gewisser Weise zu einer "Veralltäglichung" des Datenjournalismus kommt. Zum anderen zeigt sich mit Blick auf die Projekte, die jährlich für den "Data Journalism Award" des "Global Editors Network" nominiert werden, dass datenjournalistische Projekte immer komplexer werden und die Zusammenarbeit von Spezialisten in Teams erforderlich machen [43].

Konvergenz zwischen sozialen Medien und dem Fernsehen: "Second Screen", "Social TV" und neue Formate



Ein Großteil der aktuellen Diskussionen und auch der Forschung rund um den Journalismus und journalistische Berichterstattung bezieht sich auf das Internet und insbesondere soziale Medien. Über die Online-Angebote – insbesondere über die Ableger von klassischen Print- und TV-Angeboten – erreichen die gewandelten Formen der Publikumsbeteiligung und Darstellungsformen aber auch die klassischen Medien.

Dies zeigt sich auch an den sich wandelnden Mediennutzungspraktiken. So nimmt zum Beispiel die Häufigkeit der Parallelnutzung von Fernsehen und Internet laut der ARD/ZDF-Onlinestudien tendenziell zu: 2015 waren es 19 % der Befragten, die angegeben haben, täglich Fernsehen und Internet gleichzeitig zu nutzen; in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen war es sogar nahezu ein Viertel (s. Tabelle "Häufigkeit der Parallelnutzung von Fernsehen und Internet 2013 bis 2015").

Häufigkeit der Parallelnutzung von Fernsehen und Internet 2013 bis 2015

in %

ab 14 Jahre 14-29 Jahre
2013 2014 2015 2013 2014 2015
zumindest selten465155666968
zumindest wöchentlich313643525556
täglich111419182024

Basis: Deutschsprachige Onlinenutzer ab 14 Jahren (2015: n=1.432; 2014: n=1.343; 2013: n=1.389).
Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2013-2015, http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=520

Diese Parallelnutzung von Fernsehen und Internet wird im Allgemeinen unter dem Schlagwort Second Screen verstanden, während mit Social TV konkreter "die Verbindung sozialer Online-Medien mit der Ausstrahlung von meist linearen Fernsehinhalten" bezeichnet wird [44]. Bei "Social TV" geht es also konkret um die Vernetzung bzw. die gleichzeitige Nutzung von Fernsehangeboten und sozialen Netzwerken wie etwa Twitter und Facebook – wobei die Kombinationsmöglichkeiten vielfältig sind, wie die folgenden Szenarien, die im Jahr 2014 abgefragt wurden, verdeutlichen:

Szenarien der Parallelnutzung von TV und Internet [45]:
  • Es schauen 51 % fern und sind gelegentlich parallel, also gleichzeitig, im Internet mit etwas anderem beschäftigt.
  • Es tauschen sich 12 % gelegentlich parallel zur Sendung in einer Community über die Sendung aus.
  • Es kommentieren 6 % gelegentlich sendungsbegleitend auf der Internetseite der entsprechenden Sendung.
  • Es sehen 5 % gelegentlich eine Fernsehsendung und kommentieren etwas zu dieser Sendung auf der Facebook- oder Twitterseite der Fernsehsendung.
  • Es beteiligen sich 7 % gelegentlich während einer Fernsehsendung online an einer Abstimmung zu einem Thema dieser Sendung.
  • Es diskutieren 2 % gelegentlich während einer Fernsehsendung online mit Machern, Gästen oder Experten aus dieser Sendung.
  • Es nutzen 2 % gelegentlich spezielle Zusatz-Apps wie ProSieben Connect oder RTL inside parallel zur Sendung.
  • 3 % geben an, Fernsehen und Internet nicht zu nutzen.
Prominentes Beispiel für "Social TV" ist in Deutschland der "Tatort", zu dem sich regelmäßig tausende Nutzer sonntags parallel zur Ausstrahlung unter dem Hashtag #tatort auf Twitter austauschen. Laut der Jahresauswertung 2015 des "Social TV Buzz", für den von der Mediaagentur "MediaCom" regelmäßig Tweets und Faceook-Posts zu TV-Sendungen in Deutschland erhoben werden, ist der Tatort das meistkommentierteste TV-Format. Aber auch insgesamt sei 2015 auf Facebook und Twitter "so viel wie nie" über das Fernsehen in Deutschland debattiert worden: Im Hinblick auf die Anzahl der ermittelten Postings (Mitteilungen, Beiträge) geht man von einem Zuwachs von 74 % gegenüber 2014 aus [46].

Neuere Formate wie zum Beispiel das seit 2015 existierende Nachtichtenformat "heute+" des ZDF verdeutlichen, wie in TV-Formaten soziale Medien nicht nur zur Verbreitung eigener Inhalte genutzt werden, sondern das ganze Konzept prägen und auf "crossmediale Vernetzung und Dialog" [47] mit dem Publikum ausgelegt sind. Die Kopplung an das Fernsehen wird dabei aufgehoben. Vielmehr werden einzelne Inhalte schon vor der Ausstrahlung im TV online und über soziale Medien (Facebook, Twitter, Periscope) verbreitet. Beim ZDF verbindet man damit die Hoffnung, auf diesem Wege eine "jüngere Zielgruppe […] für die Nachrichten der 'heute'-Familie" [48] zu gewinnen. Dies verdeutlicht, dass die online getriebenen (technologischen) Entwicklungen auch erhebliche Rückwirkungen auf das Fernsehen und den Fernsehjournalismus haben, da sich digitale Medien auch auf die Verwendungsweisen alter Medien auswirken – und schließlich auch journalistische Berichterstattung und Formate beeinflussen.

Aber nicht nur in neueren Sendungen, sondern auch in traditionellen TV-Formaten wie beispielsweise der "Tagesschau" oder in Talkshows finden sich zunehmend Formen von nutzergenerierten Inhalten. Bei der "Tagesschau" sind dies z. B. YouTube-Videos aus Krisengebieten, die von Social Media-Redakteuren recherchiert und geprüft werden [49]. Bei Fernseh-Talkshows gehören wiederum Diskussionsforen auf den zugehörigen Sendungswebseiten längst zum Standard; mitunter werden sie als Quelle für Themenanregungen oder für Fragen, die mitunter in der Sendung vorgelesen werden, genommen [50].

So werden denn auch Aufrufe zu Diskussion und Chats, die in verschiedenen TV-Sendungen z. B. in Form Einblendungen von Internetaderessen oder Twitter-Hashtags vorkommen, von über der Hälfte der deutschen Internetnutzer wahrgenommen; am häufigsten ist dies bei Talkshows der Fall (s. Tabelle "Wahrnehmung von Aufrufen zu Diskussionen und Chats bei Fernsehsendungen 2015"):

Wahrnehmung von Aufrufen zu Diskussionen und Chats bei Fernsehsendungen 2015

Nennungen ab 1 %

Onliner (gesamt)
Ja, und zwar bei...54
Talkshows16
Unterhaltungsshows14
Politischen Magazinen12
Sportübertragungen8
Fernsehfilmen/Serien8
Nachrichten1
Nein46

Basis: Deutschsprachige Onlinenutzer ab 14 Jahren (n=1.432).
Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015, Tippelt/Kupferschmitt 2015: 450.

Allerdings geben lediglich 2 % der Internetnutzer an, sich tatsächlich bereits auch aktiv an derartigen Diskussionen oder Chats zu Fernsehsendungen beteiligt zu haben [51]. Es ist also nur ein kleiner Teil der TV-Zuschauer, der sich auf diese Art und Weise einbringen möchte. 

Ausblick: Vervielfältigung der Kanäle, Big Data und Algorithmen





Die gewandelte Medienumgebung führt zu grundlegenden Veränderungen der Medienproduktion und Mediennutzung. Und so wandelt sich auch der Journalismus mit der Medienumgebung in der er operiert. Heute entsteht Journalismus nicht mehr allein unter den Bedingungen von Massenmedien und Massenkommunikation, sondern zunehmend auch unter den (Kommunikations-)Bedingungen von sozialen Medien und Plattformanbietern wie Facebook. Journalismus aber nur als Getriebenen dieses Wandels zu sehen, wäre verkürzt, denn er treibt ihn auch selbst voran: Wenn Redaktionen sich zum Beispiel entscheiden, ihre Inhalte auch über WhatsApp oder Snapchat zu verbreiten und auf diesen Kanälen mit Teilen ihres Publikums in Kontakt zu treten, dann trägt dies auch zur "Mainstreamisierung" dieser Angebote bei – und zur Erweiterung der kommunikativen Optionen zwischen Journalismus und seinem Publikum.

Dabei gehörte die ‚medienneutrale Redaktion‘ und die Idee, digitalisierte Inhalte über beliebig viele Kanäle ausspielen zu können sicher eher zu den ‚Verheißungen‘ und Rationalisierungsversprechen der Digitalisierung [52]. Mittlerweile ist jedoch deutlich geworden, dass der Journalismus eher mit einer fortlaufenden Vervielfältigung und Differenzierung von Medienkanälen und Plattformen, die für die Produktion, Nutzung und Distribution von journalistischen Inhalten genutzt werden, umgehen muss.[53]

Jeder dieser Kanäle steht aus Sicht des Journalismus aber auch für ein neues bzw. erweitertes Publikumssegment (z. B. die Leser des Printprodukts, die Nutzer der Website, die Follower auf Twitter etc.), die – je nach Medienmarke, um die herum sich diese bilden – mehr oder weniger überschneidungsfrei sein können. Das heißt auch, dass Journalistinnen und Journalisten zunehmend weniger mit der Referenzgröße "Publikum" arbeiten können, sondern vielmehr mit multiplen Publika, die sie zudem noch unterscheiden im Hinblick auf ihre Partizipationspraktiken und –wünsche – d. h. es gibt den passiven Zuschauer ebenso wie die aktiv kommentierende Facebook-Nutzerin, den Leserbriefschreiber und den Follower auf Twitter [54].

Dies verdeutlicht auch, dass technologische Entwicklung prägendes Element journalistischer Arbeitsprozesse ist. Dies betrifft alle Phasen der Aussagenentstehung – von der Recherche über die Darstellung und Verbreitung von Inhalten bis hin zur Interaktion mit dem Publikum. So haben sich denn auch die Folgen technischer Innovationen immer wieder als zentral für die Veränderung von Arbeitsabläufen, Darstellungsformen und Berufsrollen herausgestellt. Deshalb führen neue Technologieschübe auch regelmäßig zu Diskussionen über neue Kompetenzanforderungen an Journalistinnen und Journalisten, wie sich dies etwa anhand des Datenjournalismus verdeutlichen lässt. So bietet z. B. die renommierte Columbia Journalism School in New York City seit einigen Jahren einen Master-Studiengang an, der Journalismus und Informatik kombiniert, um angehende Journalistinnen und Journalisten auf die besonderen Herausforderungen des Digitalen Journalismus, auf den Umgang mit Big Data und Algorithmen vorzubereiten.

"Big Data" und "Algorithmen" sind derzeit zentrale Schlüsselthemen für den Journalismus und mindestens in dreifacher Hinsicht relevant:
  • als Berichterstattungsgegenstände, die in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren haben und praktisch in allen Ressorts zum Thema gemacht werden,
  • als Phänomene, die den Journalismus und seine Arbeitsweisen selbst nachhaltig betreffen
  • und vor allem auch im Hinblick auf (Konkurrenz durch) journalismusähnliche Leistungen nicht-journalistischer Dienste und Anbieter wie Suchmaschinen und soziale Netzwerke, die Teil der tiefgreifenden Veränderungen der kommunikativen Grundlagen unserer Gesellschaft sind.

Literatur



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Fußnoten

37.
Matzat 2011b.
38.
Matzat 2011a.
39.
Langer/Matzat 2011.
40.
http://panamapapers.sueddeutsche.de/.
41.
http://panamapapers.sueddeutsche.de/articles/56ff9a28a1bb8d3c3495ae13/.
42.
https://panamapapers.icij.org/blog/20160616-data-journalism-award.html.
43.
Reimer et al. 2016; Loosen et al. 2015.
44.
Strippel 2013: 193.
45.
Busemann/Tippelt 2014: 412.
46.
http://www.mediacom.de/de/news/social-tv-buzz/2016/januar/social-tv-buzz-jahresauswertung-2015.aspx
47.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/daniel-broeckerhoff-und-eva-maria-lemke-die-moderatoren-von-100.html.
48.
Ebd.
49.
Loosen et al. 2013.
50.
Reimer et al. 2015.
51.
Tippelt/Kupferschmitt 2015: 450.
52.
Loosen 2005.
53.
Neuberger et al 2014; Cision/Canterbury Christ Church 2015.
54.
Heise et al. 2014.

 

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