Eine Frau geht an einer Weltkarte, die aus Kinderporträts besteht, am Freitag (18.06.2010) im JuniorMuseum in Köln vorbei.

2.5.2013 | Von:
Julie Vullnetari

Hintergrundinformationen

AlbanienAlbanien Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Die moderne albanische Migration gilt als weltweit einmalig aufgrund ihrer Intensität innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Bis zum Jahr 2010 war fast die Hälfte der Bevölkerung Albaniens ausgewandert und lebte im Ausland, während viele weitere Albaner innerhalb des Landes migriert waren. Nachdem Auswanderung unter dem kommunistischen Regime fast ein halbes Jahrhundert lang verboten war, setzte die Abwanderung von Albanerinnen und Albanern in den 1990er Jahren quasi aus dem Nichts ein und intensivierte sich in der Folgezeit. In den vergangenen Jahren hat auch Zuwanderung und Transitmigration, stattgefunden, aber die Zahlen sind nicht signifikant und bestätigen, dass Albanien auch in den kommenden Jahren ein Auswanderungsland bleiben wird.

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Info

Albanien

Hauptstadt: Tirana
Amtssprache: Albanisch
Fläche: 28.748 km²
Bevölkerung (Zensus 2011): 2.821.977
Bevölkerungsdichte (Zensus 2011): 97 Einw./km²
Bevölkerungswachstum (2012 geschätzt): 0,28%[1]
Anteil ausländischer Bevölkerung (2010): 2,8%[2]
Erwerbsquote (2010): 62,2%[3]
Arbeitslosenquote (2010): 14,2%[4] (22,5% unter den 19-29-Jährigen)
Religionszugehörigkeit (Zensus 2011): 58,79% Muslime (einschließlich 2,09% Bektaschi), 16,99% Christen (10,03% Katholiken, 6,75% Orthodoxe, 0,14% Protestanten und 0,07 Sonstige), 2,50% Atheisten, 5,51% Sonstige[5]


Fußnoten

  1. CIA The World Factbook, aktualisiert am 29. Januar 2013: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/al.html (Zugriff: 31.1.2013).
  2. World Bank (2011), S. 54.
  3. INSTAT (2010), S. 1.
  4. INSTAT (2010), S. 5.
  5. Mit einer Nichtbeantwortungsquote von 13,79 Prozent. Angaben auf Fragen nach der Religion (und der ethnisch-kulturellen Zugehörigkeit) sind Selbstaussagen und erfolgen auf freiwilliger Basis; die Ergebnisse sind von einigen Religionsgemeinschaften und Gruppen nicht-albanischer Ethnizität stark in Frage gestellt und in einigen Fällen nicht anerkannt worden.

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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Julie Vullnetari für bpb.de

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