Eine Frau geht an einer Weltkarte, die aus Kinderporträts besteht, am Freitag (18.06.2010) im JuniorMuseum in Köln vorbei.

Philippinen

Auswanderung ist ein anhaltendes Merkmal der philippinischen Wirtschaft. Globale politische und wirtschaftliche Entwicklungen im Laufe des letzten Jahrhunderts nahmen dabei entscheidenden Einfluss auf die Strategien des Landes, auf die veränderte internationale Nachfrage nach Arbeitskräften zu reagieren. Im frühen 20. Jahrhundert bestimmten koloniale Beziehungen einen Großteil der Migrationsbewegungen. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts kamen dann verstärkt globale wirtschaftliche Veränderungen zum Tragen und führten zu einem raschen Anwachsen der Migration von philippinischen Arbeitskräften. Die Rücküberweisungen von geographisch immer weiter verstreuten philippinischen Arbeitskräften haben dazu beigetragen, das Land durch Wirtschaftskrisen zu manövrieren. Im Vergleich zur Auswanderung ist die Einwanderung in den Philippinen gering. Das Land verfügt über liberale Aufnahmepolitiken, auch wenn protektionistische Wirtschaftspolitiken Anteilseignerschaften und die politische Partizipation von Ausländern beschränken.

   
Philippinen

Michael R. M. Abrigo

Historische Entwicklung

Die Geschichte der Migration ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Philippinen verbunden. Die Zu- und Abwanderung wurde bis in die ersten Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes (1946) weitgehend durch wirtschaftliche, insbesondere Handels- und Kolonialbeziehungen mit anderen Ländern beeinflusst. Weiter...

Menschen feiern das Chinesische Neujahr vor der Börse in Manila.

Michael R. M. Abrigo

Einwanderung und Einwanderungspolitik

Die Volkszählung im Jahr 2010 registrierte 177.368 ausländische Staatsangehörige, die auf den Philippinen lebten, das sind 0,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Es handelt sich dabei überwiegend um Erwachsene im Alter von 20 bis 59 Jahren, wobei Männer dominieren. Die Herkunftsländer sind heterogener als noch vor 40 Jahren. Damals stammten rund drei Viertel der Ausländer aus China, Japan, Südkorea und den USA. Weiter...

Eine philippinische Bewerberin füllt in einer saudi-arabischen Personalvermittlung in Manila Bewerbungsunterlagen aus.

Michael R. M. Abrigo

Auswanderung und Auswanderungspolitik

2011 schätzte die Übersee-Kommission, dass rund 10,5 Millionen Filipinos in mehr als 200 Territorien in Übersee leben. Zwischen 1997, dem Zeitpunkt als die offizielle Aufzeichnung der Zahl philippinischer Migranten ins Leben gerufen wurde, und 2011 überschritt die durchschnittliche Wachstumsrate permanenter Auswanderung die temporärer Migrationsbewegungen und die irregulärer Migration. Weiter...

Metallarbeiter in Manila.

Michael R. M. Abrigo

Staatsangehörigkeit und Einbürgerung

Die Grundlagen der philippinischen Staatsangehörigkeit sind in der Verfassung des Landes festgelegt, die im Laufe des letzten Jahrhunderts mehrfach verändert worden ist. Der Kongress hat die Macht, einer Person ohne deren Zustimmung die Staatsangehörigkeit zu entziehen, anders als in den USA an deren Verfassung viele der Klauseln der philippinischen Verfassung von 1935 angelehnt wurden. Weiter...

Philippinische Flüchtlinge aus Sabah in ihrer Unterkunft in Bongao.

Michael R. M. Abrigo

Flucht und Asyl

Verglichen mit anderen Migrationsbewegungen spielen die Themen Flucht und Asyl eher eine untergeordnete Rolle auf den Philippinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewährte die Regierung Flüchtlingen aus Russland Asyl, ebenso Personen jüdischen Glaubens, die vor den Nazis geflohen waren. Nach der kommunistischen Revolution 1949 suchten chinesische Staatsbürger auf den Philippinen Zuflucht. Weiter...

Chinesische Staatsangehörige vor ihrer Ausweisung in der Einwanderungsbehörde in Manila.

Michael R. M. Abrigo

Irreguläre Migration

Ausgewanderte philippinische Arbeitskräfte, die in ihren Zielländern zwar mit einer Arbeitsgenehmigung arbeiten, sich aber nicht als überseeische Arbeitskräfte haben registrieren lassen, gelten in den Philippinen als undokumentierte Auswanderer. Offizielle Schätzungen zeigen, dass zwischen 2000 und 2011 die Zahl der philippinischen Auswanderer mit irregulärem Status um 42 Prozent zurückgegangen ist. Weiter...

Arbeiter auf einer Baustelle in Manila.

Michael R. M. Abrigo

Herausforderungen und zukünftige Entwicklung

Obwohl das Thema Einwanderung nicht so prominent ist wie das der Auswanderung, hauptsächlich aufgrund der geringen Einwandererzahl, ist es dennoch wichtig zu verstehen, wie Einwanderer und Einwanderung die Entwicklung der Philippinen beeinflussen. Die Globalisierung führt zu einer weiteren Vertiefung und Erweiterung ökonomischer Beziehungen zwischen einzelnen Ländern. Weiter...

Länderprofil 28: Philippinen

Quellen und weiterführende Literatur

Hier finden Sie Literatur und Online-Quellen zum "Länderprofil 28: Philippinen" von Michael M. Abrigo. Weiter...