Afrika

24.1.2006 | Von:
Adetoun Adebisi

Kwanzaa

Kwanzaa ist ein besonderes Fest, das zwischen Weihnachten und Neujahr in vielen Kulturen gefeiert wird. Es bedeutet "erste Frucht" und ist in Deutschland mit dem Erntedankfest vergleichbar. Schwarze Menschen sollen sich auf ihre kulturellen Werte besinnen und eine große Einheit bilden.

Auszug aus:
Community - Kwanzaa


Ich möchte Euch ein besonderes Fest vorstellen, das zwischen Weihnachten und Neujahr gefeiert wird. Der Name des Festes ist Kwanzaa, abgeleitet aus den bekannten kulturellen Prinzipien Kawaida.


Was ist Kwanzaa?
Kwanzaa ist Swahili und bedeutet "erste Frucht". Kwanzaa wird in vielen Kulturen gefeiert. In Deutschland ist es vergleichbar mit dem Erntedankfest.

Kwanzaa – Bedeutung in den Afrikanischen Kulturen
Die Zeremonie nimmt einen großen Stellenwert in den Afrikanischen Kulturen ein. In Nigeria wird es sieben Tage lang gefeiert. Es ist eine Danksagung an die Natur und eine Huldigung der Vorfahren.

Kwanzaa, wie ich es im Folgenden vorstellen möchte, ist eine Kreation der African-Americans. Zum Begriff African-American: Ich bezeichne mich als Afro-Deutsche mit nigerianischem Ursprung.

Was ist das Besondere am Amerikanischen Kwanzaa?
Das Besondere daran ist die Entstehungsgeschichte. Kwanzaa wurde 1966 von Dr. Mulana Karenga formuliert, entwickelt und eingeführt. Kwanzaa setzt sich zusammen aus "mutunda (Früchte) ya kwanzaa (erste)".

Beweggrund für die Notwendigkeit von Kwanzaa
Das Ziel von Kwanzaa ist es, Schwarze Menschen als Einheit zusammenzuführen und eine gemeinsame Geschichte zu implizieren. Das Fest soll den sozialen Zusammenhalt und die Besinnung der kulturellen Werte verstärken. In dieser Zeit hatten viele African-Americans keine eigene kulturelle Identität. Oftmals war ihnen ihr eigenes afrikanisches Ursprungsland nicht bekannt. Ihre eigene Kultur wurde während der Sklaverei vernichtet, verboten und auch vergessen. Die bis dahin bekannten Feiertage waren europäischer Natur.

Zahlreiche politische Richtlinien waren vorhanden
Dr. Martin Luther King vertrat die Versöhnungspolitik. Malcolm X stand für die Konfrontation mit der Geschichte. Marcus Garvey wollte die Rückführung der African-Americans nach Afrika. Dr. Mulana Karenge schuf mit dem Kwanzaa eine gemeinsame kulturelle Basis für African-Americans. Kwanzaa: Neutralität
Kwanzaa ist nicht politisch und auch nicht religiös. Es kann somit von allen Menschen gefeiert werden, egal welcher politischen oder religiösen Richtung sie angehören. Kwanzaa ist ein spirituelles Fest. Es ist ein Fest für Kinder und Familien: Kwanzaa soll die Menschen, Familien d.h. Eltern, Kinder und die Natur miteinander verbinden. Es soll den Zusammenhalt zwischen den Familien und ihren Bedürfnisse fördern. Die Vergangenheit soll vergegenwärtigt werden, um damit die Zukunft produktiver zu gestalten.


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