Europäische Union

Die Europäische Union

Nach gut fünfeinhalb Jahrzehnten blickt die Europäische Union auf eine Erfolgsgeschichte zurück. Doch gerade das Zusammenspiel der mittlerweile 28 Mitgliedstaaten soll weiter verbessert werden. Viele vertragliche Grundlagen werden als nicht mehr zeitgemäß empfunden. Nach der Ablehnung des EU-Grundlagenvertrags 2004 soll der Vertrag von Lissabon diese Lücken schließen.

Den neuen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts soll noch stärker Rechnung getragen werden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Erhaltung des Wohlstands und des sozialen Schutzes innerhalb der EU. Dabei stehen die Chancen für Europa gut – der europäische Binnenmarkt ist der größte der Welt. 2007 wurden hier Waren im Wert von 5225,2 Mrd. Euro gehandelt. Mit rund 490 Millionen Menschen bildet die EU den größten Wirtschaftsraum der Welt. Das Dossier vermittelt einen lexikalischen Überblick, um sich mit der EU auseinanderzusetzen.

Hinweis: Das Dossier befindet sich in weiten Teilen auf Stand 2010, Aktualisierungen sind in Vorbereitung.

Ein Radfahrer passiert das Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg, 25.05.2005. Die Fassade des europäischen Parlaments ist mit Sprüchen in verschiedenen Sprachen bedeckt, die für die europäische Verfassung werben.

Dossier Europäische Union

Warum Europa?

Europa? Das ist für viele ein fremder Ort, ein abstraktes Gebilde. Dabei regelt die EU jetzt schon vieles, was jeden von uns im täglichen Leben betrifft. Eine Einführung. Weiter...

Der größte europäische Outdoor-Markt Porta Palazzo in Turin, Italien.

Binnenmarkt

Freiheit der Waren, Dienstleistungen, Arbeitskräfte und des Kapitals: Der europäische Binnenmarkt ist viel mehr als eine Freihandelszone – und volumenmäßig der größte der Welt. Weiter...

Nicht betriebsbereite Züge stehen bei Clapham Junction Station in London, 19.02.2009.

Regional- und Strukturpolitik

Mit der Regional- und Strukturpolitik unterstützt die EU ärmere oder besonders vom Strukturwandel betroffene Regionen in der EU - mit rund einem Drittel ihres gesamten Haushalts. Weiter...

Französische Bauern treiben Rinder vor dem Europäischen Parlament in Straßburg, 2003. Hintergrund: Die EU hat sechs französischen Bauernverbände mit einer Geldstrafe in Hähe von 16.7 Mio. Euro auferlegt für die Festsetzung von Preisen und einer Beschränkung der Einfuhr von Rindfleisch während der BSE-Krise im Jahr 2001.

Landwirtschaftspolitik

Die Landwirtschaft ist eines der wichtigsten Politikfelder und Dauerstreitpunkt zwischen den Mitgliedstaaten. Noch immer gibt die EU über 40 Prozent ihrer Mittel für die Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums aus. Weiter...

Fahnen der Mitgliedsländer vor dem EU-Parlament in Straßburg.

Wer tut was in Europa?

Europäisches Parlament

Gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Union ist das Europäische Parlament für die Gesetzgebung verantwortlich. Es kann daher zwar keine Regelungen alleine erlassen, aber ohne das Parlament kann fast nichts beschlossen werden. Weiter...

Ausstellung zur Feier des Beitritts der Slovakei zur Euro-Zone im Gebäude des EU-Rates in Brüssel.

Wer tut was in Europa?

Rat der Europäischen Union

Im Rat der Europäischen Union kommen die unterschiedlichen Fachminister aus den 28 Mitgliedstaaten zusammen. Das Gremium ist einer der beiden Gesetzgeber der EU. Weiter...

Der Europäische Rat beim traditionellen "Familienfoto".

Wer tut was in Europa?

Europäischer Rat

Seit 2009 ist die Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs ein Organ der EU. Die Bedeutung des Gremiums war auch zuvor schon groß: Seine Mitglieder bestimmen die Politik in den Mitgliedstaaten und geben auch in Europa die Richtung vor. Weiter...

Das Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel. Hintergrund: Der noch amtierende EU-Kommissionspräsident Romano Prodi und Belgiens Ministerpräsident Guy Verhofstadt weihten das renovierte Gebäude feierlich ein, 24.10.2004.

Wer tut was in Europa?

Europäische Kommission

Die Europäische Kommission ist die Kontrollinstanz der Europäischen Union: Sie kann Mahnungen aussprechen und Bußgelder gegen Unternehmen verhängen, und Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einreichen, falls EU-Staaten gegen getroffene Regelungen verstoßen. Sie wird auch als "Hüterin der Verträge" bezeichnet. Weiter...

FRANKREICH UNTERSCHREIBT SCHUMANPLAN: Der französische Aussenminister Robert Schuman, treibende Kraft und Namensgeber des Abkommens, unterschreibt den Schumanplan im französischen Ausssenministerium. Die Aussenminister von sechs beteiligten Nationen unterschrieben das berühmte Schumanplan Abkommen in Paris, Frankreich. Das Abkommen markiert einen wichtigen Schritt für die westeuropäische Zusammenarbeit  für ökonomische Aspekte und militärische Konsolidierung. Es soll die Errichtung einer gemeinsamen Koordinations- und Kontrollbehrde für die Stahl - und Kohleproduktion für die nächsten 50 Jahre der beteiligten Länder, Frankreich, Westdeutschland, Belgien, Die Niederlande, Luxemburg und Italien Zusammenfassen. Ebenso wichtig war die vorgebrachte Resolution für eine politische europäische Einheit, die auf das Gerüst des Schumanplans aufbaut. Die anderen europäischen Länder wurden aufgerufen sich ebenfalls anzuschliessen. Der Schumanplan, vorgeschlagen von Robert Schuman, basiert auf  dem berühmten Monnet-Plan, von Jean Monnet französischer Oberkommissar für Wirtschaftsplanung. Nach dem formellen Akt des Unterzeichnens folgte ein Empfang im französischen Aussenministerium.

Gründung der Europäischen Gemeinschaften

Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs schlug Robert Schuman die Vereinigung deutscher und französischer Schwerindustrie in der "Montanunion" vor. Für die Bundesrepublik Deutschland begann damit die Westintegration. Weiter...

Der Bürgermeister vom tschechischen Dorf Pobezovice, rechts, und der Bürgermeister der deutschen Stadt Eslarn Hans Wirnshofer, links, durchsägen symbolisch gesehen ein Grenztor während der Feierlichkeiten der Tschechischen Republik am tschechisch-deutschen Grenzübergang Zelezna-Eslarn. Die Tschechische Republik tritt dem Schengen-Abkommen der europäischen Länder bei.

Erweiterungen und Vertiefungen der europäischen Integration

Noch Mitte der 1990er-Jahre bestand die EU aus 15 Staaten, heute sind es 28. Nach den Kopenhagener Kriterien sind Rechtsstaatlichkeit, Demokratie sowie eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung Grundvoraussetzungen für Beitrittskandidaten. Weiter...

Ein Anti-Lissabonner-Vertrag Poster hängt an einem Laternenmast in Dublin, 10.06.2008. 53,4 Prozent der Wähler lehnten im Juni 2008 die Unterzeichnung ab. Erst im Oktober 2009 stimmten 67,1 für den neuen EU-Vertrag.

Versuche der institutionellen Reform

Nach drei gescheiterten Reformversuchen ist am 1. Dezember 2009 der Lissabonner Vertrag in Kraft getreten ist. Durch die Erweiterungen der letzten Jahre war eine institutionelle Reform notwendig geworden. Weiter...

Die Flaggen der EU und des Beitrittskandidaten Kroatien wehen vor dem Parlamentsgebäude in Zagreb (24. Mai 2010). Hintergrund: Im Juni 2011 wurden die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien nach Abschluss aller Verhandlungskapitel formell beendet. Kroatien hat am 9. Dezember 2011 im Rahmen des Europäischen Rates in Brüssel den Beitrittsvertrag unterzeichnet.

Wie geht es weiter mit der EU?

Künftige Erweiterungen und Verhältnis zu den Nachbarn

Der Erweiterungsprozess der Europäischen Union ist noch nicht abgeschlossen. In den vergangenen 20 Jahren wuchs sie von 12 auf 28 Mitgliedstaaten. Die politischen Herausforderungen liegen vor allem im Verhältnis zu den östlichen Nachbarn der Union. Weiter...

Die USA und die EU-Flagge flattern nebeneinander vor dem Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel.

Wie geht es weiter mit der EU?

Die EU als internationaler Akteur

Die USA sind weiterhin die bedeutendste Macht der Welt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass sie alleine nicht in der Lage sind, die Weltpolitik zu gestalten. Die Europäische Union muss daher auch im eigenen Interesse ihr Gewicht international gezielt einbringen. Weiter...

 
Europa aus dem All. Aufgenommen vom Satelliten "Envisat"Debatte

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Was ist Europa? Wo soll es enden? Wie kann die EU ihre Position in der Welt festigen? Und wie soll Europa mit den Herausforderungen der Zukunft umgehen? Europa kontrovers sucht Antworten auf Grundfragen der europäischen Politik. Weiter... 

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1952 gründeten sechs Staaten die Vorläuferin der EU. Vorrangiges Ziel war die Sicherung des Friede...

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Seit Oktober 2005 werden Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei geführt. Die Themen...

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Zeitleiste Die Europäische Union

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Hat sich die Finanzkrise zur Europa-Krise ausgeweitet? EU-Mitgliedstaaten am finanziellen Abgrund, s...

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Die Euro-Krise hat wichtige, für die EU existenzielle Fragen aufgeworfen. Sie betreffen nicht nur d...

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Die Karte zeigt auf der Vorderseite die Staaten Europas politisch. Auf der Rückseite befindet sich ...

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Zahlreiche Grafiken, Tabellen und Texte liefern Informationen zu Themen wie "Demografischer Wandel", "Zuwanderung", "Energieabhängigkeit", "Armut" und "Arbeitslosigkeit". Sie helfen dabei, beispielsweise das Ausmaß der Schuldenkrise, die Nettozahler-Debatte auf EU-Ebene oder die ausgleichende Wirkung des Sozialstaates besser zu verstehen. Weiter...