2Ministerpräsidenten der Türkei

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Recep Tayyip Erdoğan (* 1945) war von 2003 bis 2014 Ministerpräsident der Türkei. Während Anhänger insbesondere die wirtschaftliche Erholung des Landes unter der Regierung seiner islamischen AKP loben, sorgen sein als autoritär wahrgenommener Regierungsstil und seine Gesellschaftspolitik regelmäßig für Kontroversen. In seine Amtszeit als Ministerpräsident fielen neben dem wirtschaftlichen Aufstiegs der Türkei auch die Sperrung der Plattformen Youtube und Twitter sowie eine drastische Einschränkung der Pressefreiheit. Seine Kritiker, wie z.B. die Anhänger der Gezi-Park-Protestbewegung, wurden von ihm hingegen kriminalisiert. Bundespräsident Joachim Gauck kritisierte er öffentlich für dessen Mahnung nach Achtung des Rechtsstaates und der Freiheit. Auch seine Reaktion auf das Grubenunglück mit hunderten Toten im Mai 2014 sorgte für großes Unverständnis. Gestützt wird Erdoğan zwar vornehmlich von konservativen Wählern, er hat jedoch Anhänger in allen Bevölkerungsschichten: Sowohl die deutliche Verbesserung der Lebensqualität - in den Großstätten wie auch auf dem Land -, der enorme Ausbau der Infrastruktur, die politische Entmachtung des Militärs und Fortschritte auf dem Weg zu einer Lösung des Kurdenkonflikts sind untrennbar mit seiner Person verbunden. Am 10. August wurde Recep Tayyip Erdoğan mit absoluter Mehrheit zum Türkischen Staatspräsidenten gewählt.
Recep Tayyip Erdoğan (* 1945) war von 2003 bis 2014 Ministerpräsident der Türkei. Während Anhänger insbesondere die wirtschaftliche Erholung des Landes unter der Regierung seiner islamischen AKP loben, sorgen sein als autoritär wahrgenommener Regierungsstil und seine Gesellschaftspolitik regelmäßig für Kontroversen. In seine Amtszeit als Ministerpräsident fielen neben dem wirtschaftlichen Aufstiegs der Türkei auch die Sperrung der Plattformen Youtube und Twitter sowie eine drastische Einschränkung der Pressefreiheit. Seine Kritiker, wie z.B. die Anhänger der Gezi-Park-Protestbewegung, wurden von ihm hingegen kriminalisiert. Bundespräsident Joachim Gauck kritisierte er öffentlich für dessen Mahnung nach Achtung des Rechtsstaates und der Freiheit. Auch seine Reaktion auf das Grubenunglück mit hunderten Toten im Mai 2014 sorgte für großes Unverständnis. Gestützt wird Erdoğan zwar vornehmlich von konservativen Wählern, er hat jedoch Anhänger in allen Bevölkerungsschichten: Sowohl die deutliche Verbesserung der Lebensqualität - in den Großstätten wie auch auf dem Land -, der enorme Ausbau der Infrastruktur, die politische Entmachtung des Militärs und Fortschritte auf dem Weg zu einer Lösung des Kurdenkonflikts sind untrennbar mit seiner Person verbunden. Am 10. August 2014 wurde Recep Tayyip Erdoğan mit absoluter Mehrheit zum Türkischen Staatspräsidenten gewählt. (© picture-alliance/AP)