Dürre im Südwesten Chinas

31.7.2007 | Von:
Piroschka Haenlein
,
Andrea Meschede
,
Wolfgang Sander

Baustein 7: "Was können wir tun?" Ergebnispräsentation und Aktionsvorschläge

Zum Abschluss wird die Öffentlichkeit über die Erkenntnisse des Unterrichtsprojektes informiert. Ziel der öffentlichen Ausstellungen, Präsentationen, Expertendiskussionen, Pressearbeit oder Internetauftritte ist es, auch die Mitmenschen zu umweltbewusstem Handeln zu motivieren.

ZeichnungZeichnung (© BECK)
Nicht Umweltbewusstsein, sondern umweltbewusstes Handeln jedes Einzelnen führt zu einer Verlangsamung der Erderwärmung. Das Verhalten jedes Einzelnen im Alltag ist zwar nur ein sehr kleiner Beitrag für den Umweltschutz, aber ein klimabewusstes Verhalten aller Menschen im alltäglichen Leben hat einen großen Anteil bei der Reduktion von Treibhausgasen. Jeder Einzelne ist für den Klimawandel mit verantwortlich und eine Änderung im Verhalten kann als Vorbild dienen und zusätzlich eine Multiplikatorfunktion erfüllen.

Wie können wir uns und unsere Mitmenschen zum Klimaschutz motivieren?

Im Baustein 5 sind die Schülerinnen und Schüler der Fragestellung nachgegangen, warum man sich häufig trotz Bekenntnis zum klimabewussten Verhalten nicht umweltbewusst verhält. Die Feststellung, dass klimaverträgliches Verhalten das Resultat einer ganzen Reihe von Einflussfaktoren ist, führt nicht nur zu der Frage, was man persönlich für den Klimaschutz tun kann, sondern auch dazu, wie andere zum Handeln bewegt werden können.
  • Wie kann die (schulische) Öffentlichkeit sinnvoll und effektiv über die zentralen Punkte des Klimawandels und die Erkenntnisse des Unterrichtsprojektes informiert werden?
  • Welche sinnvollen Alternativen für den Alltag kann man aufzeigen?
  • Wie kann man Mitmenschen zu umweltbewusstem Handeln motivieren?
Die dafür notwendige Öffentlichkeitsarbeit, die Aufklärung in Klimafragen und die Förderung von politischem Bewusstsein kann auf unterschiedliche Art und Weise realisiert werden. Als Ergebnisse des Unterrichts stehen die Plakate mit den Reduktionsvorschlägen aus Baustein 4 und die Umfrageergebnisse aus Baustein 6 bereits zur Verfügung und können in Form einer Wandzeitung bzw. Ausstellung ohne großen Aufwand präsentiert werden (M 07.01). Möglichkeiten, eine solche Ausstellung bunter, kreativer und interaktiv zu gestalten, bietet ein Klima-Kunst-Projekt (M 07.02) - evtl. in fächerverbindender Kooperation mit dem Kunstunterricht - oder eine Ausstellung mit (Klapp-)tafeln (M 07.03), die Wissen über Hintergründe des Klimawandels auf spielerische Art erfahren lässt.

Weiterhin kann eine öffentliche Präsentation durch Expertengespräche (M 07.04) und/oder einen Artikel in der Zeitung/Schülerzeitung (M 07.05), über die Homepage der Schule durch eine Internetpräsentation (M 07.06), einer Beamerpräsentation (M 07.07) oder einer Radiosendung (M 07.08) unterstützt werden.

Vorbild sein für andere

Jeder Schüler/jede Schülerin kann durch eine öffentliche Selbstverpflichtung (M 07.09) Vorbild sein für klimafreundliches Handeln einzelner Verbraucher. Um die routinierten Alltagshandlungen zu durchbrechen und andere zur Veränderung ihres Alltagsverhaltens zu bewegen, können bunte Infozettel gebastelt, angebracht oder verkauft werden, die zu Hause oder in der Schule z.B. daran erinnern, beim Verlassen des Raumes das Licht auszuschalten (M 07.10 ). Ein Unterrichtsplan für einzelne Stunden bzw. eine Woche, der auch für Vertretungsstunden geeignet ist, macht den Schülerinnen und Schülern bewusst, welche Wirkung einzelne Aktionen haben, wenn jeder mitmacht (Info 07.01).

Wenn die Schülerinnen und Schüler Lust bekommen haben, sich weiterhin für den Klimaschutz zu engagieren, können sie dies persönlich z.B. über einen Kontakt zu einer Umwelt-Organisation (M 07.11) oder durch die Gründung einer Umwelt-AG in der Schule (M 07.12) erreichen.