Dürre im Südwesten Chinas

22.10.2007

M 05.01a Friedensnobelpreis für Al Gore und UN-Klimarat

Der Friedensnobelpreis 2007 geht an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore und den UN-Klimarat (IPCC). Beide werden für ihren Einsatz zur weltweiten Mobilisierung gegen den Klimawandel ausgezeichnet.

Der Friedensnobelpreis 2007 geht an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore und den UN-Klimarat (IPCC). Das teilte das Nobelkomitee in Oslo mit. Gore und die Einrichtung der Vereinten Nationen werden für ihren Einsatz zur weltweiten Mobilisierung gegen den Klimawandel ausgezeichnet.

Die Preisträger hätten das Wissen über den vom Menschen verursachten Klimawandel vergrößert und die Grundlagen dafür gelegt, die Veränderungen zu bekämpfen, erklärte das Komitee. Dessen Chef, Ole Danbolt Mjøs, sagte: "Gore und der IPCC haben schon sehr früh die Gefahren der globalen Klimaänderung erkannt. Wir möchten mit unserer Entscheidung die Aufmerksamkeit für dieses Thema weiter erhöhen." Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Sie wird traditionell am 10. Dezember in Oslo überreicht.

Als Umweltschützer anerkannt

Al Gore hatte in diesem Jahr mit seinem Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit", für den er einen Oscar erhielt, seinen Ruf als Umweltschützer weiter gestärkt. Zudem übernahm er die Schirmherrschaft für die "Live-Earth"-Konzerte, die im Juli auf sieben Kontinenten veranstaltet wurden.

Der UN-Klimarat hatte ebenfalls mit mehreren massiven Warnungen über Tempo und Umfang von Klimaänderungen weltweites Aufsehen erregt. Vom IPCC wurden für die Vereinten Nationen die grundlegenden Berichte zu den Folgen der Erderwärmung erarbeitet.

Überwältigt und überrascht

Der indische IPCC-Chef Rajendra Pachauri sagte im norwegischen Fernsehen: "Ich bin völlig überwältigt. Dieser Preis geht an die internationale UN-Gemeinschaft und alle Staaten, die uns unterstützen." Er habe vor der Entscheidung aus Oslo selbst öffentlich gesagt, dass Gore ihn wie kein anderer verdient habe. Wie Pachauri weiter erklärte, erwarte er, dass das Thema Klimawandel nun in den Vordergrund rücke und dass ein "Gefühl der Dringlichkeit" entstehe. In Genf, am Sitz des IPCC, zeigte sich die Sprecherin der Organisation, Carola Traverso Saibante, völlig überrascht über die zuerkennung des Preises.

Al Gore spendet Preisgeld

Der frisch gekürte Nobelpreisträger Gore kündigte an, seinen Anteil am Preisgeld dem Bündnis für Klimaschutz spenden zu wollen. Diese überparteiliche gemeinnützige Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für die Dringlichkeit des Klimaproblems zu schärfen. Gore bezeichnete den Klimawandel als weltweite Krise. Der Planet sei in einer Notlage, sagte er. Dies sei "eine moralische und geistige Herausforderung für die ganze Menschheit", zugleich aber auch die größte Chance, "das globale Bewusstsein auf eine höhere Ebene zu heben".

Aus: Friedensnobelpreis für Al Gore und UN-Klimarat.

Aufgabe:

Überlegt, warum Al Gore und der UN-Klimarat für ihr Engagement mit einem Friedenspreis ausgezeichnet wurden. Was hat Klimaschutz mit dem Frieden auf der Welt zu tun?