Projekt Mobbing - bei uns nicht ?!

30.6.2010

Info 05.04 No Blame Approach

Der No Blame Approach ist eine konkrete Maßnahme bzw. Handlungsstrategie, die in akuten Mobbing-Fällen eingesetzt werden kann und die Möglichkeit einer offensiven Bearbeitung des Falls bietet. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die Entwicklung eigener Problemlösungsstrategien, die das Mobbing stoppen. Die Methode ist besonders für jüngere SuS geeignet.

Kategorie: Der No Blame Approach ist eine konkrete Maßnahme bzw. Handlungsstrategie, die in akuten Mobbing-Fällen eingesetzt werden kann und die Möglichkeit einer offensiven Bearbeitung des Falls bietet.

Herangehensweise: handlungsorientiert.

Didaktische Hinweise: Die Methode ist besonders für jüngere SuS geeignet und erfolgt über einen längeren Zeitraum. Für den Erfolg der Methode ist es besonders wichtig, diese konsequent zu verfolgen und dafür zu sorgen, dass die beteiligten Personen ihre aufgetragenen Aufgaben auch langfristig übernehmen.

Beschreibung: Der No blame Approach ist besonders für jüngere Schülerinnen und Schüler geeignet und erfolgt durch die Lehrperson in drei zeitlich aufeinander folgenden Schritten:
  1. Gespräch mit dem Mobbing-Betroffenen, in dem vorrangig das Vertrauen des Betroffenen für diese Methode gewonnen werden soll,
  2. Bildung einer Unterstützungsgruppe, die aus Schülerinnen und Schülern besteht, unter denen auch die Mobber selbst, Mitläufer und Unbeteiligte sind; diese Gruppe trägt zukünftig die Verantwortung für die Auflösung des Mobbings in der Schule,
  3. Einzel-Nachgespräche mit allen beteiligten Jugendlichen nach einigen Tagen, um über die Entwicklung des Mobbings in Kenntnis gesetzt zu werden und für Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit zu sorgen.
Ziel der Methode/Maßnahme: Die Methode ist durch den 3-Schritt klar strukturiert und lösungsorientiert. Wie dem Namen "No Blame Approach" zu entnehmen ist, handelt es sich um einen Ansatz, bei dem auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Die Jugendlichen sollen selbst aus ihren eigenen Fähigkeiten und Ressourcen heraus Problemlösungsstrategien entwickeln und diese im Alltag implementieren, so dass der Mobbingprozess gestoppt wird.


Quelle:

http://www.no-blame-approach.de/noblameapproach1.html?noblame.html und http://www.streitschlichtungskongress.de/documents/NBA-2006.pdf (26.11.2010)


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