Partizipation vor Ort

22.4.2013

M 03.03 Beteiligungsform: Medienorientierte Beteiligung

In diesem kurzen Text werden medienorientierte Beteiligungsformen vorgestellt, die Kinder und Jugendliche nutzen können, um Kritik zu äußern oder für ihr eigenes Projekt zu werben.

Kinder und Jugendliche sind heute permanent mit verschiedenen Medien wie Internet, TV, Radio etc. konfrontiert. Neben dem bloßen Konsumieren lassen sich diese aber auch gut einsetzen, um mit ihrer Hilfe Kritik zu äußern oder für eigene Projekte zu werben. Dafür ist es natürlich nötig, dass die Kinder und Jugendlichen über das technische "Know-how" verfügen, um Medien in dieser Form nutzen zu können.

Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsbereiche
In der Praxis gibt es vielfältige Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, sich medienorientiert zu beteiligen, z. B. bei der Gestaltung von Tageszeitungen und Zeitschriften, wo sie eigenständig Seiten gestalten oder Artikel verfassen können. Hierzu zählen auch das Schreiben von Leserbriefen und die Mitarbeit bei Schülerzeitungen. Ebenso können sie über ihr Projekt kleine Beiträge für das lokale Radio oder Fernsehen selbst produzieren. Gerade lokale Sender bieten häufig Möglichkeiten an, eigene Beiträge zu senden. Haben die Jugendlichen selbst z. B. eine interessante Befragung durchgeführt oder ein Projekt ins Leben gerufen, kann man auch Mitarbeiter dieser Medien bitten, ihren Einsatz medial zu begleiten. Das Internet bietet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, sich für die eigene Sache einzusetzen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Möchte man nicht gleich eine eigene Homepage programmieren, so kann man bei Einrichtungen wie Vereinen, Schulen etc. nachfragen, ob diese das Projekt unterstützen und auf deren Homepage ein Artikel online gestellt werden darf. Projekte, die mithilfe der medienorientierten Beteiligung durchgesetzt werden sollen, sind thematisch nicht eingeschränkt.

Vor- und Nachteile
Durch die medienorientierte Beteiligung wird die Öffentlichkeit informiert. Sie dient der Kommunikation; Entscheidungen werden hier allerdings (noch) nicht getroffen. Um Medien für sich selbst nutzen zu können, muss man deren "Handwerkszeug" verstehen. Das Schreiben eines Zeitungsartikels, die Konzeption und Produktion eines Radio- oder Fernsehbeitrags sowie das Programmieren einer Homepage muss man erlernen. Darüber hinaus braucht man an manchen Stellen Unterstützung von (erwachsenen) Experten. Außerdem ist eine gute Vorbereitung enorm wichtig und eine sorgfältige (und rechtzeitige) Kontaktaufnahme mit den dafür zuständigen Behörden, mit den Pressestellen, den Schulen und den Jugendlichen in der jeweiligen Region zu empfehlen. (Eigener Text)

Weitere Informationen zu medienorientierter Beteiligung findest du auf der folgenden Internetseite:
  • Deutsches Kinderhilfswerk: www.kinderpolitik.de (29.03.2012), S. 5f.
  • Informationen darüber, wie man einen Artikel verfasst oder einen Radiobeitrag produziert, bekommst du auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de (19.06.2012).
Aufgaben:
  1. Einzelarbeit:
    Lies den Text durch und mache dir dabei Notizen auf dem Arbeitsblatt in den Feldern Kurzbeschreibung, Einsatzmöglichkeiten, Vorteile und Nachteile für deine Beteiligungsform.
  2. Gruppenarbeit:
    Ergänzt in der Gruppe eure Ergebnisse und tragt sie auf dem Blatt in der entsprechenden Zeile ein.