Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

28.5.2002

Die Angst und die Macht 2

Teil 2: Von Feinden umringt?

Im Film erscheinen zahlreiche Ausschnitte aus verschiedenen Propagandafilmen der NS-Zeit und aus der Zeit der kommunistischen Diktatur in der UdSSR und der DDR unverfälscht und unkommentiert im Originalton. Sie belegen die Austauschbarkeit und den manipulativen Charakter der jeweiligen Propaganda.

Regie u. Buch: Jürgen Rudow
Produktion: DEFA-Studio für Dokumentarfilme GmbH, Bundesrepublik Deutschland 1992
Format: 47 Min. - VHS-Video - farbig u. s/w
Stichworte: DDR - Kommunismus - Marxismus - Nationalsozialismus - Politische Systeme - Soziales Verhalten
FSK: o. Altersbeschränkung
Kategorie: Dokumentarfilm


Inhalt: Der zweite Teil der Filmserie mit dem Titel "Von Feinden umringt?" stellt am Beispiel paramilitärischer Massenorganisationen in beiden Diktaturen einen wichtigen Teilaspekt der gesellschaftlichen Wirkweise totalitärer Systeme heraus.

Im Film erscheinen zahlreiche Ausschnitte aus verschiedenen Propagandafilmen der NS-Zeit und aus der Zeit der kommunistischen Diktatur in der UdSSR und der DDR unverfälscht und unkommentiert im Originalton. Sie belegen die Austauschbarkeit und den manipulativen Charakter der jeweiligen Propaganda. Quintessenz ist der Anspruch des totalitären Systems, sich die Menschen nach seinem Bild zu formen, aus ihnen bei Gefahr der persönlichen Selbstaufopferung eine uniforme Gemeinschaft zu schmieden. Der allen gemeinsame Ansatzpunkt ist die Bedrohung durch einen imaginären äußeren Feind, gegen den es zusammenzustehen gilt.

Erinnerungen von Zeitzeugen, geläutert durch Zeit und Erfahrung, stehen dem gegenüber. Sie belegen, wie verinnerlichte Unterwerfungsmechanismen, Zwang sowie Angst vor persönlicher Benachteiligung und Existenzverlust die Menschen zu Mitläufern degradierten und sie als anonyme Masse in das jeweils herrschende System verstrickten.


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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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