"Wir bewegten uns plötzlich im luftleeren Raum"

Der Gründer der Galerie Eigen+Art, Gerd Harry "Judy" Lybke, spricht über Autonome Kunst und Kultur in der DDR, u.a. darüber, wie er den ersten Messeauftritt als revolutionären Akt empfand.

Inhalt

Der Gründer der Galerie Eigen+Art, Gerd Harry "Judy" Lybke, spricht über Autonome Kunst und Kultur in der DDR. Im Gespräch mit Claus Löser geht es um folgende Themen:

Über das Realisieren der Selbstbestimmung...

Über das Besondere an Leipzig...

Über den Sinn des Archivierens – seit den Anfängen der Eigen + Art

Über das Teilhaben an einer unabhängigen Kunstszene...

Über die Verweigerung in der DDR Kunst zu verkaufen...

Über den Westen als möglichen Lebensort …

Die Mauer ist auf...

Über Westgeld und die Frankfurter Kunstmesse 1990...

Weitere Informationen

  • Regie, Buch und Produktion: Claus Löser

  • Kamera, Buch und Schnitt: Jakobine Motz

  • Produktion: 2009

  • Spieldauer: 00:27:06

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

 
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„La Sarraz“ – Mediencollage von Lutz Dammbeck, Kulturhaus „Nationale Front“, Leipzig, 24. Juni 1984 (Szene, Ablaufplan, Regie: L. Dammbeck; Tanz: Fine; Filme: Teile von „Hommage à La Sarraz“, eine Collage alter deutscher Heimfilme, 16mm Fassung der Videoaufzeichnung der Herakles-Proben; Kamera: Thomas Plenert; Regie/Schnitt: L. Dammbeck; Diamaterial: L. Dammbeck; Musik: Life Jazz Lothar Fiedler, Hansi Noack, Gottfried Rößler, Thomas Hertel; Aufbau/Kaschur/Malaktion: Olaf Wegewitz, Hans Hendrik Grimmling, L. Dammbeck; Projektion: Dietrich Oltmanns, Norbert Wagenbrett), Foto: Karin Plessing
1982 hatte Lutz Dammbeck mit der Arbeit am Herkakles-Konzept als Szenarium für einen Experimentalfilm begonnen; nach der Ablehnung durch die DEFA entwarf er es als Rauminszenierung und Mediencollage neu. Mit seinen auf der Grundlage dieses Konzeptes entwickelten multimedialen Inszenierungen „La Sarraz“, „Herakles“ und „Realfilm“ näherte sich Dammbeck der deutschen Vergangenheit und der politischen und sozialen Realität in der DDR. Er wandte sich „dem Thema Faschismus“ zu, weil er für seine Generation die Möglichkeit sah, „unbelastet und scheinbar naiv nach beunruhigenden Phänomenen zu fragen. Fragen zum Beispiel nach Ursachen für die Fazination des Nazismus, nach der Wirkung der von ihm geweckten Bilder und Emotionen, bis in die Gegenwart hinein“. (L. D.)
Dossier zum Thema

Autonome Kunst in der DDR

Kaum eine Kunstentwicklung - die offizielle wie die unabhängige Ausstellungskultur - ist so ausführlich und gründlich dokumentiert worden wie die der DDR. Das Dossier widmet sich einigen wichtigen Ausstellungsräumen, Projekten und Initiativen...

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