Konvergenztheorie

Ansicht, nach der sich in Industriestaaten die Wirtschaftsordnungen, die zu Beginn unterschiedlich aufgebaut sind, mit zunehmender Zeit einander allmählich annähern, weil sie gleichen oder ähnlichen Problemen gegenüberstehen. Die Konvergenztheorie unterstellt dabei für Marktwirtschaften (siehe dort) einen zunehmenden staatlichen Einfluss auf die Wirtschaft und für zentral gelenkte Planwirtschaften eine langsame Abkehr vom Prinzip der zentralen Wirtschaftsplanung. Allgemein wird mit Konvergenz auch die (gewünschte) Annäherung wirtschaftlicher Größen (Pro-Kopf-Einkommen, Inflationsraten) in verschiedenen Staaten (Staaten der Europäischen Union) oder Regionen (deutsche Bundesländer) bezeichnet.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.



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