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Gesellschaftsvertrag

G. ist ein auf Th. Hobbes (1588–1679) zurückgehendes Konstrukt der Politischen Theorie, in dem postuliert wird, dass Menschen – um ein friedliches Zusammenleben überhaupt zu ermöglichen – einen Vertrag untereinander schließen müssen. In diesem (theoretischen, gedachten) Vertrag verzichten sie auf ihre individuellen Rechte und politischen Freiheiten so weit, dass eine für alle geltende Rechtsordnung durchgesetzt und von einem absoluten Staat oder Souverän ( Leviathan) garantiert wird. Auf Dauer, so Th. Hobbes, kann individuelles Eigentum nur geschützt und gesellschaftlicher Wohlstand nur geschaffen werden, wenn ein starker Staat die politische und tatsächliche Macht aufbringt, den »Menschen vor sich selbst« zu schützen.

Mit dieser Denkfigur wird Staat und Herrschaft auf eine (von Menschen getragene) vertragstheoretische Grundlage gestellt – eine göttliche oder metaphysische Begründung ist nicht mehr nötig.

Siehe auch:
Politische Theorien
Vertrag
Recht
Freiheit
Staat
Leviathan
Eigentum
Macht
Herrschaft

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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