Herausforderung Salafismus
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22.6.2018 | Von:
Götz Nordbruch

Videos und soziale Medien: Prävention im Internet

Salafistische Gruppen erreichen über das Internet eine breite Öffentlichkeit – Grund für zahlreiche Präventionsprojekte, ebenfalls online aktiv zu werden. Manche sollen Gegennarrative verbreiten, andere setzen sich aus muslimischer Perspektive mit Salafismus auseinander oder greifen typische Fragen aus der Lebenswelt von Jugendlichen auf, um deren Handlungskompetenzen zu fördern. Götz Nordbruch von ufuq.de gibt einen Überblick.
Jugendlicher mit einem HandyJugendlicher mit einem Handy

Online-Medien spielen für die Verbreitung salafistischer Angebote eine wichtige Rolle. Dazu zählen Videos und Social Media-Kanäle zahlreicher Prediger, die eine Öffentlichkeit erreichen, die weit über den Kern der salafistischen Szene hinausgeht. Ein Beispiel aus Deutschland ist der bereits seit langem aktive Prediger Pierre Vogel, dessen Facebook-Profil von fast 300.000 Nutzerinnen und Nutzern abonniert wird (Stand Mai 2018).

Auch andere islamistische Strömungen nutzen soziale Medien dazu, ihre Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So wurde das Animationsvideo "Der neue Jude: der ewige Moslem" der Initiative "Generation Islam" allein auf deren Youtube-Kanal fast 80.000 Mal angeschaut. Auf anderen Kanälen wurde das Video übernommen und erreichte auf diese Weise auch zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer, die bis dahin nicht mit den islamistischen Inhalten der Initiative in Berührung gekommen waren.

Mehr jugendliche Themen statt dschihadistischer Propaganda

In den Medienangeboten islamistischer Gruppen geht es in der Regel nicht um Aufrufe zur Gewalt, sondern um Themen, die gerade in der Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen von Bedeutung sind. Die Themen können ganz unterschiedlich sein. So greift "Generation Islam" immer wieder Erfahrungen mit Diskriminierungen und Rassismus auf und nutzt diese, um möglicherweise vorhandenen Entfremdungsgefühle von jungen Muslimen und Musliminnen zu bestärken. In anderen Videos geht es um die Zulässigkeit von Wahlen, den Umgang mit Pornografie oder ganz allgemein um die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Gleichwohl konzentriert sich die mediale und politische Aufmerksamkeit bisher weitgehend auf Online-Angebote, die von dschihadistischen Organisationen wie dem "Islamischen Staat" oder al-Qaida verbreitet werden.[1] Im Mittelpunkt stehen dabei die gewaltverherrlichenden Videos des "Islamischen Staates", in denen auch Hinrichtungen und Kampfszenen gezeigt werden. Dass derartige gewalthaltige Inhalte über das Internet weite Verbreitung findet, bestärkt die Sorge vor einem wachsenden Einfluss dieser Organisationen auch auf Jugendliche in Deutschland.

Propaganda ist nur einer von vielen Faktoren

Tatsächlich bestätigen diverse Studien, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, die Bedeutung von Online-Medien in Radikalisierungsprozessen.[2] So kamen die Sicherheitsbehörden bei einer Auswertung von Biographien von Personen, die sich dschihadistischen Organisationen in Syrien und dem Irak angeschlossen hatten, zu dem Ergebnis, dass die Beschäftigung mit extremistischen Inhalten in sozialen Medien gerade zu Beginn der Hinwendung zu salafistischen Szenen ein wichtiger Faktor darstellt.

Untersucht wurden insgesamt 784 Fälle von Personen aus Deutschland. Neben Kontakten zu Freunden (54%) und dem Besuch von salafistischen Moscheen (48%) ließ sich für 44% der Ausgereisten eine besondere Bedeutung des Internets für den Einstieg in die Szene ausmachen.[3]

Online-Medien wirken diesen Studien zufolge im Hinwendungsprozess zu extremistischen Gruppen als Katalysator, weil sie den Zugang zu extremistischen Inhalten erleichtern und entsprechende Botschaften verstärken. Für die Annahme, dass eine Radikalisierung allein durch die Nutzung extremistischer Online-Angebote bedingt sei, finden sich dagegen in der Regel keine Belege.

Reichweite dschihadistischer Inhalte ist zurückgegangen

Staatliche Maßnahmen zielten in den vergangenen Jahren vor allem darauf, die Angebotsseite dieses Phänomens in den Griff zu bekommen. Dabei ging es – ähnlich wie im Zusammenhang mit Hate speech und Fake news – vor allem darum, die Betreiber von sozialen Netzwerken zum Löschen von strafrechtlich relevanten Inhalten dschihadistischer Medien zu verpflichten.[4] Tatsächlich ist es den Betreibern mittlerweile gelungen, deren gewaltverherrlichende Inhalte weitgehend aus den Angeboten von Youtube, Twitter oder Facebook zu verbannen.

Die martialischen Videos von dschihadistischen Organisationen, in denen zum Kampf gegen die "Ungläubigen" aufgerufen wird, werden heute vor allem über Messengerdienste wie Telegram verschickt. Anders als noch zur Hochzeit des sogenannten Islamischen Staates in den Jahren 2015 und 2016 ist die Reichweite dieser Videos damit deutlich zurückgegangen.

Diese Entwicklung ist auch auf die militärischen Niederlagen des "IS" in Syrien und Irak zurückzuführen, denn diese haben die Möglichkeiten der Terrormiliz im Bereich der Medienproduktion und der Durchführung von Online-Aktivitäten geschwächt. Seit Ende 2017 und mit dem Verlust von Raqqa als Hauptstadt des "IS" ist die Zahl der Beiträge und Videos, die von "IS"-nahen Akteuren veröffentlicht wurden, spürbar zurückgegangen.[5]

Warum sind salafistische Narrative für Jugendliche attraktiv?

In der Präventionsarbeit gegen religiös begründeten Extremismus steht die Auseinandersetzung mit der Angebotsseite salafistischer Ansprachen – beispielsweise durch das Löschen entsprechender Inhalte – nicht im Vordergrund.[6] Schließlich lassen sich Radikalisierungsprozesse einzelner Personen nicht allein damit erklären, dass diese von Akteuren aus dem salafistischen Spektrum angesprochen und in die Szene hineingezogen würden (dies wird auch als "cyber-grooming" bezeichnet, in Anlehnung an den Begriff für die Ansprache Minderjähriger im Internet durch Erwachsene zur Anbahnung sexueller Kontakte).

Wichtiger ist die Frage, warum sich Jugendliche und junge Erwachsene diesen Angeboten aus freien Stücken zuwenden. Der Grund dafür, dass salafistische Ansprachen attraktiv wirken, liegt dabei weniger in der Kunst der Manipulation als in den konkreten Angeboten, die den Bedürfnissen und Interessen von Jugendlichen entsprechen. Es werden lebensweltliche Fragen aufgegriffen, deren Beantwortung für die Jugendlichen oftmals eine Herausforderung darstellt. Auf diese Fragen geben die Angebote ebenso einfache wie rigide Antworten. Sie wirken unter anderem attraktiv, weil sie auf diese Weise Orientierung bieten.

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Forschungsbefunde zu Radikalisierungsfaktoren

Warum schließen sich junge Menschen gewaltorientierten islamistischen Gruppierungen an?
Ein Überblick über den Stand der Forschung.


Problematisch sind allerdings nicht allein die originalen Inhalte, die von salafistischen Akteuren selbst verbreitet werden, sondern auch die Reaktionen und Beiträge anderer Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien, welche die entsprechenden Narrative reproduzieren und verstärken.

Hierzu gehören unter anderem der Anspruch auf absolute Wahrheit in religiösen Fragen, die Abwertung von anderen sowie die Ablehnung von Pluralismus und unterschiedlichen Lebensweisen. Diese Botschaften, die sich nicht auf das salafistische Spektrum beschränken, sondern sich auch in Medien anderer extremistischer Strömungen wiederfinden, befördern religiös-extremistische Orientierungen und gesellschaftliche Konflikte.

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Medienpädagogische Materialien

Für die pädagogische Auseinandersetzung mit Propaganda, Hate Speech und anderen problematischen Inhalten existieren Handreichungen, zum Beispiel "Salam-Online" vom Zentrum für Islamische Theologie Münster.
Mehr in der Übersicht "Pädagogische Materialien für die Praxis".

Die Diskussion über Gegennarrative

Der Begriff der Gegennarrative ("Counter-narratives") steht für Bemühungen, der Wirkung dieser Narrative auf inhaltlicher Ebene zu begegnen.[7] Dabei beschränkten sich erste Ansätze häufig auf staatliche Initiativen, die auf eine Widerlegung und Delegitimierung von extremistischen Botschaften abzielten. So startete die französische Regierung im Januar 2015 die Online-Kampagne Stop Djihadisme, welche die Videobotschaften des "IS" mit Verweis auf dessen Gewalttaten diskreditieren sollte.

Kritikerinnen und Kritiker dieses Ansatzes betonen das Glaubwürdigkeitsproblem, das fast zwangsläufig mit staatlich getragenen Gegennarrativen verbunden ist. Demnach erscheine die französische Regierung vor dem Hintergrund der eigenen Außen- und Innenpolitik schlicht nicht glaubwürdig, wenn sie den sogenannten Islamischen Staat kritisiere und die Werte von Demokratie und Menschenrechten hochhalte.[8]
Eine mögliche Antwort auf das Glaubwürdigkeitsproblem von Gegennarrativen findet sich in den Ansätzen, die vom Institute for Strategic Dialogue für den englischsprachigen Raum entwickelt wurden. In Videos, die auf Youtube-Kanälen veröffentlicht wurden (u.a. "Abdullah-X", "Average Mohamed"), setzen sich Muslime und Musliminnen mit zentralen Inhalten der salafistischen Ideologie auseinander – beispielsweise dem Verständnis des Dschihads oder der Scharia – und stellen diesen positive Botschaften gegenüber, welche die Macherinnen und Macher der Videos mit dem Islam verbinden.[9]

Als innerislamische Stimmen, die die Glaubensinhalte des "IS" kritisieren, verfügen sie über eine größere Glaubwürdigkeit als vermeintlich neutrale Kritikerinnen und Kritiker, die unmittelbar mit pädagogischen oder gar sicherheitspolitischen Interessen in Verbindung gebracht werden. Um die Sichtbarkeit dieser Videos zu erhöhen und gezielt jene Personen zu erreichen, die aufgrund von bestimmten Interessen und Suchbegriffen als besonders gefährdet erscheinen, wurden die Videos mithilfe kostenpflichtiger Marketingtools im Internet verbreitet.[10]

Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum

Im deutschsprachigen Raum stehen die Videos der "Datteltäter" für einen Ansatz, der auch wegen der besonderen Glaubwürdigkeit der Darstellerinnen und Darsteller ein großes Publikum erreicht. Als mehrheitlich muslimische Gruppe setzen sich die "Datteltäter" satirisch mit verschiedenen Aspekten des Salafismus auseinander und stellen diesen positive Botschaften über den Alltag von Musliminnen und Muslimen in Deutschland gegenüber.

Auch in den "Museltoonz"-Videos, die auf Youtube erschienen sind, spielt diese innerislamische Perspektive eine wichtige Rolle. Die Animationsvideos des islamischen Theologen Ali Ghandour wenden sich gegen die Deutungshoheit salafistischer Akteure und präsentieren alternative Lesarten von Begriffen wie Scharia oder Dschihad.[11]

Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Videos aus der Reihe "#whatIS", die von der Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit bekannten Youtuberinnen und YouTubern wie Hatice Schmidt oder LeFloid produziert wurden. In diesen Videos geht es nicht vorrangig darum, Musliminnen und Muslime selbst zu Wort kommen zu lassen, sondern die Popularität von prominenten Youtuberinnen und YouTubern zu nutzen, um ein weiteres jugendliches Publikum mit alternativen Narrativen über den Islam zu erreichen.[12]

Im Unterschied zu diesen Videos, in denen die Deutungsvielfalt in Bezug auf religiöse Fragen im Mittelpunkt steht, setzen andere Projekte vor allem auf die Darstellung persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen, um eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen und Folgen einer Hinwendung zu extremistischen Szenen anzuregen. So finden sich unter dem Namen "Jamal al-Khatib" auf Youtube und Facebookeinzelne Videos und Kommentare eines fiktiven Aussteigers aus der dschihadistischen Szene, die von einer Gruppe junger Musliminnen und Muslime in Zusammenarbeit mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiten in Österreich produziert wurden. Die Kanäle wurden im Rahmen einer Online-Kampagne beworben, mit der Jugendliche für mögliche Ansprachen von dschihadistischen Akteuren sensibilisiert werden sollten. Auch zu dieser Kampagne wurden Lernmaterialien entwickelt, die sich im Unterricht nutzen lassen.[13]

Die präventive Wirkung solcher Videos wurde in einzelnen Studien grundsätzlich bestätigt, wobei insbesondere die Wirksamkeit von "indirekten Ansätzen" herausgehoben wird, in denen es nicht um die Erwiderung konkreter extremistischer Inhalte geht, sondern um eine Bestärkung positiver demokratischer und pluralistischer Narrative ("alternative Narrative").[14]

Präventionsprojekte greifen Themen aus der Lebenswelt auf

Angesichts der Breite des Themenspektrums, das in islamistischen Medien unterschiedlicher Strömungen angesprochen wird, konzentrieren sich Projekte wie "Was postest Du? Politische Bildung mit jungen Muslim_innen" und "Bildmachen - Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in Sozialen Medien"[15] des Berliner Vereins ufuq.de ausdrücklich nicht auf religiöse Fragen, sondern widmen sich allgemeineren lebensweltlichen Themen, die von islamistischen Akteuren aufgegriffen werden.

So können Auseinandersetzungen mit Erfahrungen von Diskriminierung und Rassismus oder Unsicherheiten bezüglich Geschlechterrollen dazu beitragen, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken und Handlungskompetenzen zu fördern.

Hierbei werden auch die Überschneidungen mit Ansätzen zur Förderung von kritischer Medienkompetenz deutlich, die breiter gefasst sind und nicht konkret auf islamistische Ansprachen in Sozialen Medien abzielen – beispielsweise im Bereich der Auseinandersetzung mit Hate speech und Fake news. So spielt auch die Entwicklung von Analyse- und Urteilskompetenzen bei der Nutzung sozialer Medien sowie die Handlungsorientierung entsprechender Ansätze eine wichtige Rolle, um Jugendliche und junge Erwachsene für extremistische Inhalte zu sensibilisieren und ihnen zugleich Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation aufzuzeigen.

Die Mehrzahl dieser Initiativen und Projekte verfolgt einen Ansatz, der sich nicht an eine genau bestimmte Zielgruppe richtet ("one to many"). Erst in der jüngeren Vergangenheit werden verstärkt auch Möglichkeiten erprobt, soziale Medien auch für persönliche Kontaktaufnahmen und direkte Beratungsangebote ("one to one") zu nutzen. Ein Beispiel ist das Projekt "Online – Beratung gegen religiös begründeten Extremismus" der Türkischen Gemeinde in Deutschland.[16]

Ähnlich wie in anderen Zusammenhängen der Präventionsarbeit lassen sich auch hier erste Erfahrungen aus der Arbeit mit Jugendlichen aus dem Umfeld der rechtsextremen Szene aufgreifen, wie sie beispielsweise im Projekt "Debate // de:hate" der Amadeu Antonio Stiftung gesammelt wurden. Das Projekt verfolgt einen Ansatz der aufsuchenden Online-Arbeit. Es wendet sich unter anderem an einzelne Nutzerinnen und Nutzer, die sich mit rechtsextremen Kommentaren in Diskussionen in sozialen Medien einbringen, und bemüht sich in persönlichen Ansprachen, auf die dort formulierten Interessen einzugehen ("aufgeschlossen-bedürfnisorientiert") und zugleich rechtsextreme Positionierungen zu irritieren und zu hinterfragen ("verunsichernd-konfrontativ").[17]

Kampagnen alleine reichen nicht

Unabhängig von jeweiligen Ansatz steht allerdings auch die Präventionsarbeit in sozialen Medien vor der Herausforderung, neben einer Sensibilisierung für extremistische Ansprachen und der Schaffung von Reflexionsräumen konkrete Handlungsperspektiven aufzuzeigen, die einen Umgang mit den auch in extremistischen Narrativen angesprochenen Fragen aus dem Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermöglichen.

Oder, wie es der französische Journalist Romain Mielcarek in seiner Kritik der französischen Kampagne Stop Djihadisme formulierte: Es gehe auch in Gegennarrativen darum, konkrete Angebote zu entwickeln, "eine Zugehörigkeit, eine Wertegemeinschaft oder den Willen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen".[18]
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Fußnoten

1.
Eine exemplarische Darstellung dschihadistischer Narrative und deren Wirken im Diskurs islamischer Akteure findet sich in Dominik Müller, Dilyara Suleymanova, Miryam Eser Davolio, Dschihadismus online. Narrative Strategien, Herausforderungen für muslimische Organisationen und Stoßrichtungen für Präventionsprojekte, in: Sally Hohnstein und Maruta Herding (Hrsg.), Digitale Medien und politisch-weltanschaulicher Extremismus im Jugendalter. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis, Halle: Deutsches Jugendinstitut, 2017, S. 83-107.
2.
Vgl. hierzu Meleagrou-Hitchens, Alexander/Kaderbhai, Nick, Research Perspectives on Online-Radicalisation. A literature review, 2006 – 2016, Oxford: VOX-Pol Network of Excellence, 2017, S. 22-39.
3.
Bundeskriminalamt, Bundesamt für Verfassungsschutz und Hessisches Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus, Analyse der Radikalisierungshintergründe und -verläufe der Personen, die aus islamistischer Motivation aus Deutschland in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind. Fortschreibung 2016, Oktober 2016, S. 20.
4.
Deutscher Bundestag, Kontroverse um Gesetzentwurf gegen Hasskriminalität im Internet, 19. Mai 2017, www.bundestag.de
5.
Charlie Winter, Inside the collapse of Islamic State’s propaganda machine, www.wired.co.uk, 20. Dez. 2017.
6.
Vgl. dazu Sally Hohnstein und Michaela Glaser, Wie tragen digitale Medien zu politisch-weltanschaulichem Extremismus im Jugendalter bei und was kann pädagogische Arbeit dagegen tun? Ein Überblick über Forschungsstand, präventive und intervenierende Praxis im Themenfeld, in: Sally Hohnstein und Maruta Herding (Hrsg.), Digitale Medien und politisch-weltanschaulicher Extremismus im Jugendalter. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis, Halle: Deutsches Jugendinstitut, 2017, S. 248ff.
7.
Zur Diskussion um den Begriff der "Gegen-Narrative" vgl. Diana Rieger, Lena Frischlich, Anna Morten, Gary Bente (Hrsg.): Videos gegen Extremismus? Counter-Narrative auf dem Prüfstand, Wiesbaden: Bundeskriminalamt 2017, S. 51ff.
8.
Vgl. u.a. Romain Mielcarek, Stop Djihadisme, essai de contre-propagande made in France, www.huffingtonpost.fr, 29. Jan. 2015.
9.
Tanya Silverman, Christopher J. Stewart, Zahed Amanullah, Jonathan Birdwell, The Impact of Counter-Narratives. Insights from a year-long cross-platform pilot study of counter-narrative curation, targeting, evaluation and impact, London: Institute for Strategic Dialogue, 2016.
10.
Vgl. auch die Projekte "The Redirect Method" und "Moonshot CVE", die u.a. das Google Adwords-Tool nutzen, um Personen mit Online-Inhalten zu erreichen, bei denen aufgrund von bestimmten Suchbegriffen ein Interesse für den Islamischen Staat vermutet wird: https://redirectmethod.org und http://moonshotcve.com.
11.
Auch das Livestream-Format "Tee-Oh-Loge", das Ghandour auf seinem Facebook-Profil anbietet, lässt sich im weiteren Sinne als Präventionsansatz verstehen. Ghandour widmet sich hier unterschiedlichen theologischen Fragen, die er mit jugendkulturellen Themen verbindet.
12.
Die Videos sind Teil des Webformats "Begriffswelten Islam", die auch für die Nutzung im Unterricht gedacht sind. Unterrichtsmaterialien zum Thema finden Sie auch in der Handreichung Zentrum für Islamische Theologie Münster, "Salam-Online. Unterrichtsmaterialien zu Online Hate Speech und Islam", Münster: Zentrum für Islamische Theologie Münster 2017.
13.
https://www.beratungsstelleextremismus.at/wp-content/uploads/2018/03/Jamal_al_Khatib_paedagogisches_Paket.pdf. Vgl. auch die Videos von Aussteiger_innen, Angehörigen und Opfern rechtsextremer und dschihadistischer Szenen, die Rahmen des Projektes "Extreme Dialogue" des Institute for Strategic Dialogue erstellt worden: http://extremedialogue.org/.
14.
Diana Rieger, Lena Frischlich, Anna Morten, Gary Bente (Hrsg.): Videos gegen Extremismus? Counter-Narrative auf dem Prüfstand, Wiesbaden: Bundeskriminalamt 2017, S. 235.
15.
Das Projekt "Bildmachen" wird von ufuq.de in Kooperation mit dem JFF - Jugend Film Fernsehen e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW e.V. und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg durchgeführt (http://www.ufuq.de/bildmachen-praevention-soziale-medien/). Zum Ansatz des Projektes "Was postest Du?" vgl. ufuq.de, Was postest Du? Politische Bildung mit jungen Muslim_innen online. Hintergründe, Erfahrungen und Empfehlungen für die Praxis in sozialen Netzwerken und Klassenräumen, Berlin: ufuq.de, 2016.
16.
Vgl. u.a. das Projekt "Online – Beratung gegen religiös begründeten Extremismus" der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Siehe dazu auch Institute for Strategic Dialogue, Counter conversations. A model for direct engagement with individuals showing signs of radicalisation online, London: Institute for Strategic Dialogue, 2018.
17.
Christina Dinar, Cornelia Heyken, "Digital Streetwork". Erfahrungen aus dem Projekt debate//, in: Sally Hohnstein und Maruta Herding (Hrsg.), Digitale Medien und politisch-weltanschaulicher Extremismus im Jugendalter. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis, Halle: Deutsches Jugendinstitut, 2017, S. 160f.
18.
Stop Djihadisme, essai de contre-propagande made in France,www.huffingtonpost.fr, 29. Jan. 2015.
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Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/ Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Götz Nordbruch für bpb.de
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