Grundrechte - Einfach politik

5.11.2016

Versammlungsfreiheit

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    Artikel 8

    (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
    (2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
    Zeichnung: Menschen, die unter dem Schutz des Grundgesetzes stehen, versammeln sich und demonstrieren gemeinsam. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert. (© bpb)

    Menschen können sich aus verschiedenen Gründen treffen.
    Zum Beispiel in einem Verein oder mit ihren Freunden.

    Ein Treffen heißt dann Versammlung,
  • wenn die Menschen zusammen ihre Meinung äußern wollen.
  • Oder wenn sich die Menschen gemeinsam eine Meinung bilden wollen.

  • Ein Konzert oder ein Fußballspiel ist keine Versammlung.
    Dort sind die Menschen nur Zuschauer.
    Auch ein Volksfest ist keine Versammlung.

    Eine Versammlung,
    auf der eine Gruppe von Menschen
    ihre Meinung öffentlich äußern will,
    heißt Demonstration.

    In Deutschland können sich
    alle deutschen Bürgerinnen und Bürger versammeln.
    Es gibt zwei verschiedene Arten der Versammlung.
    • Man trifft sich unter freiem Himmel.
      Zum Beispiel auf der Straße,
      einem Marktplatz oder in einem Park.
    • Oder man trifft sich in einem Haus.
    Egal wo man sich trifft, wichtig ist:
    Versammlungen sollen friedlich sein.
    Das bedeutet: Ohne Gewalt und ohne Waffen.
    Wer etwas zu sagen hat, braucht keine Waffen.
    Bei einer Versammlung unter freiem Himmel
    kann der Staat verlangen,
    dass Demonstrationen angemeldet werden.
    Weil es sonst Probleme mit dem Verkehr
    oder der Sicherheit geben kann.

    Vom Staat wird manchmal vorgeschrieben,
    was die Menschen bei der Demonstration beachten müssen.
    Zum Beispiel sagt die Polizei,
    wo genau die Menschen demonstrieren dürfen.
    Sie will damit zum Beispiel verhindern,
    dass es Gewalt gibt.
    Wenn das nicht beachten wird,
    kann die Demonstration verboten werden.

    Zeichnung: Menschen demonstrieren. Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert. (© bpb)
    Demonstrationen sind in einer Demokratie wichtig:
    Es gibt verschiedene Meinungen im Volk.
    Manche Meinungen werden von der Mehrheit vertreten.
    Andere Meinungen werden von der Minderheit vertreten.

    In einer Demokratie dürfen auch die Menschen
    ihre Meinung äußern,
    die nicht zu einer Mehrheit gehören.
    Zum Beispiel auf einer Demonstration.
    Dadurch wird ihre Meinung bekannt.
    Andere Menschen lernen die Meinung dann kennen.
    Sie können der gleichen Meinung werden.
    Vielleicht wird die Meinung dann irgendwann
    zu einer Mehrheit im Volk.





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