einfach POLITIK: Über den Staat

Der Bundespräsident

Ein Überblick

7.11.2016
Dies waren die bisherigen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland:

Aufgaben des Bundespräsidenten



Der Bundespräsident hat diese Aufgaben:
  • Der Bundespräsident vertritt den Bund völkerrechtlich
  • Der Bundespräsident unterschreibt Gesetze.
    Und er gibt sie bekannt.
  • Der Bundespräsident nimmt an Veranstaltungen teil
    und hält Reden.
    Damit kann er die Menschen und
    die Politik auf ein Thema aufmerksam machen.
  • Der Bundespräsident ernennt die Bundeskanzlerin.
    Sie muss aber vorher vom Bundestag gewählt worden sein.
    Er ernennt auch Minister.
    Sie werden ihm aber von der Bundeskanzlerin vorgeschlagen.
  • Auch Bundesrichter, Bundesbeamte,
    Offiziere und Unteroffiziere
    werden vom Bundespräsidenten ernannt.
    Die Ernennung wird ihm aber zum Beispiel
    von einem Minister vorgeschlagen.
  • Er kann Gefangene begnadigen.
Außerdem vertritt der Bundespräsident Deutschland im Ausland.
Er besucht andere Länder und hält Reden.
Und er schließt Verträge mit anderen Ländern.

Foto: Staatsempfang: Bundespräsident
Joachim Gauck mit Lebensgefährtin
Daniela Schadt (li.) empfangen
Queen Elisabeth II. aus Großbritannien
und ihren Prinzgemahl Philipp
in Berlin (24.06.2015). Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert.Staatsempfang: Bundespräsident Joachim Gauck mit Lebensgefährtin Daniela Schadt (li.) empfangen Queen Elisabeth II. aus Großbritannien und ihren Prinzgemahl Philipp in Berlin (24.06.2015)。 (© picture-alliance)
Der Bundespräsident repräsentiert den Deutschen Staat.
Das bedeutet:
Der Bundespräsident hat nicht viel Macht.
Er entscheidet nicht über den Inhalt der Politik.
Ein Beispiel dafür ist:
  • Der Bundespräsident bestimmt nicht,
    was in Gesetzen stehen soll.
    Er unterschreibt die Gesetze nur.
  • Der Bundespräsident bestimmt nicht,
    was in Verträgen mit anderen Ländern steht.
    Er unterschreibt sie nur.
  • Er wählt auch nicht die Minister, die Bundesrichter,
    die Bundesbeamten, die Offiziere und Unteroffiziere aus.
    Er wählt auch nicht die Bundeskanzlerin.

Foto: Rede des Bundespräsidenten
vor der Bundesversammlung
(18.03.2012). Durch Klick auf das Bild wird das Bild vergrößert.Rede des Bundespräsidenten vor der Bundesversammlung (18.03.2012). (© dpa, Hannibal Hanschke)

Die Wahl des Bundespräsidenten



In Artikel 54 (1) steht:
"Der Bundespräsident wird […]von der
Bundesversammlung gewählt".


Die Bundesversammlung trifft sich nur zur Wahl
des Bundespräsidenten.
In der Bundesversammlung sind:
  • Alle Mitglieder des Deutschen Bundestages.
    Die Mitglieder des Bundestages nennt man
    Bundestagsabgeordnete.
  • Gewählte Personen vertreten die Bundesländer
    in der Bundesversammlung.
    Diese können auch Künstler oder Sportler sein.
    Die Landtage wählen diese Personen.
    Ein Landtag ist das Parlament von einem Bundesland.
Das zeigt: Der Bund und die Bundesländer
wählen gemeinsam den Bundespräsidenten.

Wer Bundespräsident in Deutschland werden will
  • muss über 40 Jahre alt sein und
  • muss in Deutschland wählen dürfen.
  • Bundespräsident kann ein Mann oder eine Frau werden.
    Bisher waren nur Männer Bundespräsident in Deutschland.
Der Bundespräsident hat eine Amtszeit von fünf Jahren.
Das heißt, er wird für fünf Jahre
zum Bundespräsidenten gewählt.
Danach kann die Bundesversammlung
ihn nur noch einmal wählen.


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