22012 – Ein Rückblick in Bildern

Zurück zur Bildergalerie
4 von 28
Gedenkveranstaltung im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt. Die Kerzen stehen symbolisch für die Opfer der Mordserie.

23. Februar: Gedenkveranstaltung für die Opfer der NSU

Mit einer zentralen Veranstaltung in Berlin wird am 23. Februar der Opfer des rechtsextremen "Nationalsozialistischen Untergrundes" (NSU) gedacht. Im November 2011 war aufgedeckt worden, dass die drei Zwickauer Neonazis zwischen 2000 und 2007 mutmaßlich neun Kleinunternehmer ausländischer Herkunft und eine Polizistin ermordet hatten. Einen rechtsextremen Hintergrund der Täter hatten die Ermittler vorzeitig ausgeschlossen und stattdessen vermutet, dass die Opfer selbst in organisierte Kriminalität verwickelt seien. Teilweise waren Angehörige der Opfer verdächtigt worden.
In ihrer Rede bittet Bundeskanzlerin Merkel die Angehörigen der Opfer um Verzeihung für die Ermittlungspannen und verspricht die vollständige Aufklärung der Mordserie.
Im November wird Anklage gegen die einzige Überlebende des Trios, Beate Zschäpe, erhoben. Zschäpe werden u.a. zehn Morde und mehr als 20 versuchte Morde vorgeworfen. Die Anklage richtet sich auch gegen vier weitere Beschuldigte, die der Terrorgruppe geholfen haben sollen.

Mehr zum Thema:

Foto: (© picture-alliance/dpa)