22013 – Ein Rückblick in Bildern

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Im Saal 101 des Strafjustizzentrums in München findet der Prozess gegen Beate Zschäpe und ihre Mitangeklagten statt.

6. Mai: Der NSU-Prozess beginnt

Am 6. Mai beginnt vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des rechtsextremistischen "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU). Auf der Anklagebank sitzen Beate Zschäpe sowie vier mutmaßliche Unterstützer.
Laut Anklage liegt den Taten des NSU "offensichtlich ein rechtsextremistischer Hintergrund und Ausländerhass zu Grunde". Zschäpe ist die einzige Verbliebene der "Zwickauer Terrorzelle", die sie laut Bundesanwaltschaft gemeinsam mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt 1998 gründete. Mundlos und Böhnhardt hatten am 4. November 2011 in einem Wohnmobil in der Nähe von Eisenach Suizid begangen. Beate Zschäpe wird vorgeworfen, als Gründungsmitglied des NSU zwischen 2000 und 2006 an der Ermordung von acht türkischstämmigen sowie einem Bürger griechischer Herkunft beteiligt gewesen zu sein. Ferner wird sie verdächtigt, an dem Mordanschlag auf zwei Polizeibeamte 2007 in Heilbronn beteiligt gewesen zu sein, bei dem die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter getötet und ihr Kollege schwer verletzt wurde. Des Weiteren wird der 38-Jährigen die Mittäterschaft an zwei Sprengstoffanschlägen 2001 und 2004 in Köln und an 15 bewaffneten Raubüberfällen vorgeworfen.

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(© dpa)