Blick auf den Erdball vom Weltall aus. Im Zentrum des Betrachters ist die nördliche Halbkugel zu sehen. Sie ist kaum von Wolken bedeckt. Im Westen liegt der amerikanisch Kontinent, im Osten liegt Europa. Dazwischen leuchtet blau der Ozean Atlantik.

Die Ausstellung "Entartete Kunst" in München

Über 700 Kunstwerke wurden in der Münchener Propaganda-Schau "Entartete Kunst" vom 19. Juli 1937 bis 30. November 1937 ausgestellt. Diese Bildergalerie versammelt eine exemplarische Auswahl der Bilder und Plastiken.

Freundlichs Plastik "Der neue Mensch" war kurze Zeit zuvor, Anfang Juli 1937, von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und später zerstört wurden. Der Künstler Otto Freundlich wurde am 9. März 1943 im KZ Lublin-Majdanek ermordet.Der "Der Turm der blauen Pferde" gilt bis heute verschollen. Das berühmte Gemälde Franz Marcs (1880-1916) wurde am 7. Juli 1937 im Zuge der Aktion "Entartete Kunst" beschlagnahmt. Nur ein knappes Jahr später hatte sich Reichsmarschall und Luftfahrtminister Hermann Göring die "blauen Pferde" angeeignet.Intensiv blickt die "Sizilianerin mit grünem Schal" den Betrachter an. Das Bild des deutsch-russischen Malers Alexej von Jawlensky (1864-1941) wurde vor seiner Enteignung und der Münchener Ausstellung im Juli 1937 bereits bei verschiedenen NS-Propaganda-Ausstellungen gezeigt, etwa in der "Mannheimer Schreckenskammer" im Sommer 1933 in Erlangen.Wassily Kandinskys (1866-1944) Aquarell "Abstieg" war Teil der Münchener Propaganda-Schau "Entartete Kunst". 1940 war es vom Kunsthändler Hildebrand Gurlitt gekauft und mehr als 20 Jahre später dann auf einer Auktion versteigert worden. Das Foto zeigt die Enthüllung des Werkes im Kunstmuseum Moritzburg in Halle im März 2017. Das Museum hatte das Bild vor seiner Enteignung besessen und dieses Jahr erneut erworben.Ernst Ludwig Kirchners (1880-1938) "Selbstbildnis als Soldat" gehört ebenfalls zu den Kunstwerken, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und als "Entartete Kunst" zur Schau gestellt wurde. Kirchners Bild war bereits seit 1936 Teil der Ausstellung "Der Bolschewismus - große antibolschewistische Schau" im Deutschen Museum München gewesen.Die Skulptur "Schwangere" der Bildhauerin Emy Roeder (1890-1971) galt lange Zeit als verschollen. Anfang Juli 1937 war die Plastik vom Deutschen Reich beschlagnahmt worden. 2010 war sie dann bei zufällig bei Grabungen vor dem Roten Rathaus in Berlin wiedergefunden worden. Der sogenannte "Berliner Skulpturenfund" hatte insgesamt 16 Werke, die im NS beschlagnahmt worden waren, ans Tageslicht befördert. Das Foto zeigt die restaurierten Überreste der ursprünglich 80 cm großen Skulptur bei einer Ausstellung in Karlsruhe 2011.Das Bild "Knabe vor zwei stehenden und einem sitzenden Mädchen" des schlesischen Künstlers Otto Müller (1874-1930) war Anfang Juli 1937 vom deutschen Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda beschlagnahmt worden. Ein gutes Jahr später hatten die Nationalsozialisten das Bild in ein Berliner Depot zur Lagerung "international verwertbarer" Kunstwerke gebracht.Das Bild "Der Goldfisch" des Schweizer Künstlers Paul Klee (1879-1940) beschlagnahmten die Nationalsozialisten im Juli 1937 und stellten das Werk neben der Schau in München auch noch in weiteren deutschen Städten wie Berlin, Leipzig und Düsseldorf aus.Christian Rohlfs´ (1849 - 1938) Bildnis "Elias" war nur fünf Tage vor dem Münchener Ausstellungsbeginn in Kiel durch das NS-Propagandaministerium beschlagnahmt worden.Rudolf Bellings (1886 - 1972) "Kopf in Messing - Toni Freeden" wurde im Juli 1937 beschlagnahmt. Das Foto zeigt die Plastik während einer Ausstellung 1992 im Alten Museum im Berliner Lustgarten.