Wer steht zur Wahl?

FAMILIE

Familien-Partei Deutschlands

1.2.2011
Die "Familien-Partei Deutschlands" will sich für Rechte und Interessen von Familien einsetzen, wobei unter Familie jede Lebensgemeinschaft von Eltern mit Kindern verstanden wird.

Logo der Familienpartei
Gründungsjahr Landesverband
k.A.*

Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
35*

Landesvorsitz
Thomas Mütsch*

                                           Wahlergebnis 2006
                                           stand nicht zur Wahl

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Dr. Timo Grunden, Universität Duisburg-Essen

Die "Familien-Partei Deutschlands" (Familie) beschreibt sich selbst als "freiheitlich-demokratische Partei der politischen Mitte". Im Mittelpunkt ihres Programms stehen die demokratischen Rechte und sozialpolitischen Interessen von Familien. Sie schließt ausdrücklich Alleinerziehende und "nichteheliche Lebensgemeinschaften von Eltern mit Kindern" (Bundesprogramm, Stand September 2007) in ihren Familienbegriff mit ein.

Zur Info

Steht zur Wahl...

...in allen 70 Wahlkreisen. Mehr Informationen auf den »Seiten der Landeswahlleiterin«.

Die Familien-Partei fordert ein Familienwahlrecht: Auch Kinder sollen ein Stimmrecht bei Wahlen haben, das stellvertretend von den Eltern ausgeübt wird. Die Partei setzt sich für mehr direkte Demokratie (Volksbegehren und –entscheide) ein.

Ein zentraler Programmpunkt ist ein neuer "Familienlastenausgleich", der Eltern und Kinderlose "wirtschaftlich gleich" stellen und über eine Erziehungsabgabe auf alle Einkommensarten finanziert werden soll. Ihr Konzept beinhaltet ein staatliches "Erziehungsgehalt", das allen Eltern für die Betreuung ihrer Kinder gezahlt werden soll. Hinzu soll ein "Kinderkostengeld" kommen, das alle Ausgaben abdeckt, die zur Existenzsicherung eines Kindes anfallen. Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen, sollen die gleiche finanzielle Unterstützung erhalten wie Eltern, die ihre Kinder in Kindertagesstätten betreuen lassen. Die Familienpartei verlangt ferner ein "kostenfreies Lernen" in Schule und Studium.

Eine weitere Verschuldung der öffentlichen Haushalte soll verboten werden. Die direkte Besteuerung von Einkommen soll durch eine stärker "konsumorientierte" Besteuerung (z. B. Mehrwertsteuer) ersetzt werden.

In Baden-Württemberg drängt die Familien-Partei auf eine bessere Lehrerversorgung, um die Zahl von Unterrichtsausfällen zu reduzieren, sowie auf die Reduzierung der Schulklassengrößen und eine stärkere frühkindliche Bildung. Die von der baden-württembergischen SPD geforderte Kindergartenpflicht lehnt die Familien-Partei ab.