Wer steht zur Wahl?

25.9.2019 | Von:
Dr. Ossip Fürnberg

Partei für Gesundheitsforschung (Gesundheitsforschung)

Logo Gesundheitsforschung ThüringenGründungsjahr Landesverband
2018*
Mitgliederzahl in Thüringen
ca. 300*
Landesvorsitz
Kai Liebing*
Wahlergebnis 2014
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Partei für Gesundheitsforschung" (Gesundheitsforschung) wurde 2015 gegründet. Sie bezeichnet sich selbst als "Ein-Themen-Partei" und setzt sich für eine staatliche Förderung der medizinischen Erforschung von Alterskrankheiten ein. Dadurch sollen Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Schlaganfall und Herzinfarkt wirksamer behandelt werden. Darüber hinaus soll auch ihre Entstehung erforscht und präventive Maßnahmen entwickelt werden.

Mittlerweile hat die Partei elf Landesverbände. Seit 2016 trat sie bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen an. Parlamentarisch ist die Gesundheitsforschung bisher nicht vertreten. Bei einer Regierungsbeteiligung würde sich die Partei lediglich zu ihrem Thema einbringen und einem Koalitionspartner die anderen Politikfelder überlassen.

In Thüringen tritt die Partei mit einer Liste mit 5 Kandidatinnen und Kandidaten an. Wie die Bundespartei setzt der Landesverband Thüringen programmatisch als einzigem Schwerpunkt auf die Forschungsförderung von altersbedingten Krankheiten. Dabei soll ein Prozent des staatlichen Haushalts zusätzlich in die Entwicklung von Medizin gegen Alterskrankheiten investiert werden. Eine Hälfte dieses Budgets soll in den Bau und Betrieb neuer Forschungseinrichtungen investiert werden, die andere Hälfte soll der Ausbildung von Wissenschaftlern in diesem Gebiet sowie dem Aufbau neuer Fachbereich an Universitäten dienen.

Entsprechend dem eigenen Selbstverständnis finden sich zu vielen landespolitisch zentralen Bereichen wie Schule und Kinderbetreuung, Innere Sicherheit oder Infrastruktur sowie aktuellen (Klimapolitik, Fachkräftemangel) oder regionalen Themen (gleichwertige Lebensverhältnisse) keine Forderungen.

Um ihre Ziele zu erreichen, ist die Gesundheitsforschung zur Zusammenarbeit mit allen Parteien in Thüringen bereit. Wie die Bundespartei würde die Landespartei alle Politikfelder neben der Gesundheitsforschung Koalitionspartnern überlassen und sich nur in die Gesundheitsforschung einbringen.


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