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Kunst

Schwarze Künstlerinnen und Künstler in Zeiten der Globalisierung


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Christiane Della
Kommunikation und Mobilität

Ausstellungen und Veranstaltungen der letzten 10 Jahre zeigen ein breiteres Spektrum von schwarzen Künstlerinnen und Künstlern als je zuvor. Ob in Malerei, Fotografie, Skulptur, Performance oder Video-Kunst – jedes Genre hat einzelne schwarze Protagonistinnen und Protagonisten. Sie sind auf internationalen Kunstevents vertreten und haben ihren Platz in den örtlichen Galerien. Sie werden angefragt als Kunstschaffende aus Afrika, Amerika oder der Karibik mitunter zu Themen wie: die Situation von Minoritäten, Multikulturalität, Identität.

Zur Person
Christiane Della studierte Kunstpädagogik in Frankfurt/Main. Seit 1987 ist sie Mitglied der "Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland" (ISD) und ehrenamtliche Mitarbeiterin an Projekten der Community (seit 2000 "Sankofa-Feriendorf"). Zu ihren weiteren Tätigkeiten zählt das Seminar und die Dokumentation "Schwarze Künstlerinnen und Künstler in der BRD heute".

Die Kommunikations- und Informationstechnologien ermöglichen einen nie dagewesenen Zugang zu Quellen.
Stephen Lawson, Skulptur "Reflecting Being"
Grossansicht des Bildes
Stephen Lawson, Skulptur "Reflecting Being"
© Stephen Lawson

Künstler haben die Möglichkeit, in Austausch mit Kollegen zu treten und aktuelle Diskussionen zu verfolgen egal über welchen Winkel der Erde, sofern die technischen und ökonomischen Voraussetzungen, ausreichende Schulbildung und eine gewisse Technikbegeisterung gegeben sind.[1]

Der fruchtbare Austausch hat in der westlichen Kunst in Form von Künstlerinnen- und Künstlergruppen sowie –kolonien Tradition. Er setzt neben Privilegiertheit ein hohes Maß an Reisefreudigkeit voraus. Für Künstler aus den Peripherien ist diese Mobilität schwer einzulösen, aber bislang ist das Reisen und Übersiedeln in die ökonomischen Zentren unabdingbar für eine Anerkennung auf dem transatlantischen Kunstmarkt. Eine steigende Anzahl von Künstlerinnen und Künstlern mit mehreren Identitäten, die Ihre Kunst vor dem Erfahrungshintergrund einer weltweiten Diaspora gestalten, hat diese Künstler zumindest weitestgehend von der einengenden Frage nach der Authentizität oder Ethnizität befreit.


10. August 2004

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