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Jahre der Rebellion
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Das Ende der "Ära Adenauer" |
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| Borowsky, Peter |
Einleitung Am 15. Oktober 1963 trat Bundeskanzler Konrad Adenauer im Alter von 87 Jahren von seinem Amt zurück. Vierzehn Jahre hatte er die Bundesrepublik Deutschland regiert - länger, als die Weimarer Republik, die in dieser Zeit dreizehn Kanzler verbraucht hatte, überhaupt existierte. Unter Adenauer hatte die Bundesrepublik eine politische Stabilität gewonnen, die der ersten deutschen Republik versagt geblieben war, und die freiheitlich-demokratische Grundordnung hatte sich auch im Bewußtsein der Deutschen weitgehend etabliert. Konrad Adenauer hatte die Bundesrepublik aus dem Besatzungsstatut in die Souveränität geführt und erfolgreich ihre Integration in das westliche Verteidigungssystem und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft betrieben. In seine Regierungszeit fielen der wirtschaftliche Wiederaufbau und das sogenannte Wirtschaftswunder. Auch wenn Adenauer das Ziel der deutschen Wiedervereinigung nicht erreichte und seine Art zu regieren vor allem gegen Ende vielfach auf Kritik stieß, haben die Wählerinnen und Wähler seine Politik immer wieder bestätigt.
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Zur Person |
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Peter Borowsky Prof. Dr. Peter Borowsky (1938 - 2000) war Professor für Neuere Geschichte an
der Universität Hamburg.
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 |  | Am 16. Oktober 1963 wählte der Deutsche Bundestag den langjährigen Wirtschaftsminister und "Vater des Wirtschaftswunders" Ludwig Erhard zu Adenauers Nachfolger. Dieser Regierungswechsel wurde von den Zeitgenossen als Ende eines Zeitabschnitts begriffen. Das Ende der "Ära Adenauer" zeichnete sich allerdings schon früher ab; und das Verhalten des greisen Bundeskanzlers trug nicht unwesentlich dazu bei, daß sein Ansehen und seine Autorität in der eigenen Partei, im Parlament und in der Öffentlichkeit langsam sanken. Deutlich wurde dies zum ersten Mal in der sogenannten "Präsidentschaftskrise" 1959.
05. April 2002 |
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