Ein Graffito zeigt die religiösen Symbole des Christentums, Judentums und des Islam

2. Tag der Fachtagung: 29.01.2019

Hanne Wurzel, Leiterin des Fachbereichs "Extremismus" der Bundeszentrale für politische Bildung, begrüßt die Teilnehmenden der Fachtagung.Hanne Wurzel, Leiterin des Fachbereichs "Extremismus" der Bundeszentrale für politische Bildung, begrüßt die Teilnehmenden der Fachtagung. (© Peter-Paul Weiler)

Zum Auftakt des zweiten Veranstaltungstages wandte sich Hanne Wurzel, Leiterin des Fachbereichs Extremismus der Bundeszentrale für politische Bildung, an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei griff sie auf, was bereits in der Podiumsdiskussion am Vorabend angedeutet wurde. Religion, so Frau Wurzel, mache vor allem dann Schlagzeilen, wenn in ihrem Namen schlimme Dinge passieren. Die Medien berichten über Angriffe auf Juden und Muslime oder von religiös motivierten Terroranschlägen. Infolgedessen drängen sich uns einige Fragen auf: Sind radikal religiöse Einstellungen tatsächlich Ursprung von Hass und Gewalt? Oder wird Religion vielleicht doch nur als Rechtfertigung für Radikalisierung missbraucht? Zu oft entsteht der Eindruck, dass Religion, wenn sie sichtbar wird, zu Konflikten führt. Doch Religion, so Frau Wurzel, könne auch versöhnen und Brücken bauen, wie das Beispiel des Kirchenasyls zeige. Welchen Einfluss hat die Religion noch auf unser alltägliches Leben? Sind Sprichworte wie "Gott sei Dank" bloß reflexartige Äußerungen, oder spielt Gott im Leben vieler Menschen eine bedeutendere Rolle als wir generell annehmen? Diese und weitere Fragen nach der gesellschaftspolitischen Relevanz von Religion galt es während diverser Vorträge und Arbeitsgruppenphasen zu thematisieren. Die Tagung, so Frau Wurzel, verfolge nicht das Ziel, theologisches Wissen zu vermitteln. Stattdessen gelte es, das Urteilsvermögen zu und die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Religion in Gesellschaft und Politik zu stärken.

Prof. Dr. Detlef Pollack

Vortrag: "Deutschland, wie hast du’s mit der Religion?"

Was bedeutet "religiös sein" in Deutschland heute? Wo in Deutschland wird woran geglaubt? Spielt Religion heute noch eine Rolle für Gesellschaft und Politik? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. Detlef Pollack in seinem Vortrag.

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Dr. Markus Weingardt hält einen Vortrag.

"Konflikt- und Friedenspotenzial der Religionen"

Was ist Religion: Konfliktträger oder Friedensbringer? Welche Konfliktfelder eröffnen sich heute in Deutschland rund um den Glauben? Und welche Rolle spielt die Religion tatsächlich in diesen Konflikten? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Markus Weingardt in seinem Vortrag.

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Langzeitbelichtung: Schemenhafte Figuren auf einem Flur kommen und gehen.

Arbeitsgruppenphase I: Debatten um Religion in Gesellschaft und Politik

Nach den beiden Vorträgen startete die erste Arbeitsgruppenphase unter dem Titel "Debatten um Religion in Gesellschaft und Politik". Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten aus sechs parallelen Angeboten wählen.

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Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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