Lightpainting zur Fachtagung Medienkompetenz

18.3.2014

AG Medienkompetenz zwischen Kindheit und Jugend (10 bis 14 Jahre)

AG mit Klaus Lutz, Kathrin Demmler, Maren Würfel

Der Workshop widmet sich unter dem Motto „Zu alt für den Spielplatz zu jung für Facebook?“ der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen, die sich am Übergang zwischen Kindheit und Jugend befinden.


Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeitsgruppe finden Sie hier.
Der Workshop widmet sich unter dem Motto „Zu alt für den Spielplatz zu jung für Facebook?“ der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen, die sich am Übergang zwischen Kindheit und Jugend befinden. Im Zentrum stehen die zentralen Anforderungen, die die mediatisierte Gesellschaft an Heranwachsende stellt.

Vor dem Hintergrund aktueller medienpädagogischer theoretischer wie praktischer Erkenntnisse und Erfahrungen sollen diese Zielgruppe, die sozialen Bezugspersonen (insbesondere Peer-Group, Familie, Schule und Jugendarbeit) sowie die relevanten Medienangebote näher beleuchtet werden und Konsequenzen für eine fundierte medienpädagogische Unterstützung diskutiert werden.

Diese Altersgruppe liegt zwischen Kindheit und Jugend und ist gekennzeichnet durch vielfältige Übergänge und Umbrüche, dementsprechend vielfältig sind auch die Orientierungsbedarfe und handlungsleitenden Themen: Von Hannah Montana bis Sexting oder zwischen Kinderhörspielen und Popmusik. Neben der Vielfalt an Themen werden bei den 10- bis 14-Jährigen benachteiligende Strukturen besonders deutlich und unterschiedliche familiäre Strukturen prägen sich in besonderem Maße aus. Heranwachsende in diesem Alter sind zum Teil noch sehr nah an der Kindheit und wachsen beschützt auf, zum anderen Teil aber beginnt der Ablöseprozess vom Elternhaus und es ist ein frühes oder gar verfrühtes Erwachsenwerden zu beobachten. Das Medienspektrum der Altersgruppe ist sehr groß. Die 10- bis 14-Jährigen haben sich bereits alle wesentlichen Medien erschlossen. Insbesondere digitale Spiele, mobile Medien und audiovisuelle Inhalte (v.a. Youtube) stehen im Zentrum des Interesses. Das eigenständige Interesse an jugendkulturellen Medien, insb. Musik, erwacht, Comics (Mangas, Animes etc.) stellen medienübergreifend eines der bevorzugten Genres dar und die Kommunikation mit den Peers über Social Media-Plattformen gewinnt rasant an Bedeutung. Insgesamt ist die Mediennutzung stark von der Motivation, Identität herauszubilden und darzustellen, Grenzen auszutesten, Orientierung zu suchen, Idolen und Vorbildern nachzueifern und sich in der Gleichaltrigengruppe zu verorten, gekennzeichnet.

Vor diesem Hintergrund sollen in dem Workshop folgende Fragen diskutiert werden:

  1. Medien und (Frei-)Zeit --> Familie, Medienerziehung: Wie können Heranwachsende dabei unterstützt werden, eigenverantwortlich, selbstbestimmt und reflektiert mit ihrer (Medien-)Zeit umzugehen? Welche Rolle spielt die Familie in dieser Altersgruppe? Welche Informationen und Unterstützung benötigen Eltern zur eigenen kompetenten Mediennutzung und zu einer gelingenden Medienerziehung?
  2. Medien und Aufwachsen --> Peers, Identitätsbildung: Welche Bedeutung haben Medien für die Integration in die Peer-Group und Prozesse sozialer Anerkennung?
  3. Medien, Information und Partizipation --> Medienpädagogik: Wie sieht es in dieser Altersgruppe mit den vorrangigen Zielen der aktiven Medienarbeit aus? Wie sieht die Balance zwischen Prävention und den kreativen, kommunikativen Potenzialen von Medien und der Persönlichkeitsentwicklung mit Medien aus?
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Über die Konferenz und Veranstalter

Die Konferenz wird veranstaltet vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung bpb und der Akademie für politische Bildung in Tutzing.

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