Verpackte Fertiggerichte liegt am 06.10.2013 im Feldlager der Bundeswehr in Kundus in Afghanistan. Kurz vor Schließung des Feldlagers ist die Küche bereits geschlossen und die Soldaten müssen sich mit Fertiggerichten versorgen. Nach der offiziellen Übergabe des Feldlagers an die Afghanische Armee (ANA) und die Afghanische Bundespolizei Ancop, sollen die letzten verbliebenen deutschen Soldaten aus dem Camp abziehen. Foto: Michael Kappeler/dpa

21.10.2013 | Von:
Kaare Dahl Martinsen

Totgeschwiegen? Deutschland und die Gefallenen des Afghanistan-Einsatzes

Im Mai 2013 informierte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière die Öffentlichkeit darüber, dass ein weiterer deutscher Soldat in Afghanistan ums Leben gekommen war.[1] Damit stieg die Zahl der Verluste seit der Entsendung von Bundeswehrsoldaten im Jahre 2002 auf 54.[2] Der Minister beschrieb den Gefallenen als Mitglied einer speziellen Kampfeinheit und gab an, er sei im Kampf gegen die Taliban getötet worden. Die Tatsache, dass der Minister persönlich mit dieser Information an die Öffentlichkeit trat, sowie die Einzelheiten, die er dabei nannte, stehen im Kontrast zur offiziellen Zurückhaltung in Fällen wie diesem, mehr als eine kurze Mitteilung darüber, dass ein Soldat zu Tode kam, bekanntzugeben. Wenn Angehörige der Bundeswehr nicht darüber berichtet hätten, wie die Leichen aus Afghanistan gebracht und in Deutschland aufgenommen wurden, wüssten wir nichts über das offizielle Unbehagen und das Fehlen eines klaren Verfahrens im Umgang mit den toten Soldaten. Bis 2007 – als bereits mehr als 20 Bundeswehrangehörige ihr Leben gelassen hatten – hatten Regierung, Bundestag und das Verteidigungsministerium noch nicht entschieden, wie und durch welche offiziellen Vertreter die Särge empfangen werden sollten, oder in welchem Umfang die Öffentlichkeit informiert und beteiligt werden sollte.[3]

Die Behörden waren auf die Toten nicht vorbereitet. Ein Grund dafür war möglicherweise der Rahmen, in dem der Bundeswehreinsatz seit der Debatte im Bundestag im November 2001 erfolgte. Bundeskanzler Gerhard Schröder bagatellisierte wiederholt die über eine Hilfestellung für die Afghanen beim Aufbau ihres Landes hinausgehende militärische Rolle der Soldaten. Obwohl er davon sprach, die Taliban führten "einen Krieg gegen die zivilisierte Welt", bezeichnete Schröder den deutschen Beitrag als Hilfe und ergänzte, dass "könnte auch militärischer Beistand sein".[4] Schon diese zaghafte Eröffnung führte zu beträchtlichem Unbehagen – nicht nur innerhalb der Partei Die Linke oder im Bündnis 90/Die Grünen, sondern auch in den Reihen der SPD. Am Ende musste Schröder, um den notwendigen Rückhalt für eine Entsendung der Bundeswehr zu erhalten, mit dem eigenen Rücktritt drohen. Er erhielt ihn mit nur zwei Stimmen mehr als unbedingt notwendig – im knappsten Vertrauensvotum seit Bestehen des Bundestags.[5] Den Einsatz als Hilfe und Unterstützung zu formulieren – und damit in Einklang mit der traditionellen Betonung friedlicher Konfliktlösung zu bringen –, spielte gewiss eine entscheidende Rolle. Zudem schienen die an der Debatte beteiligten Abgeordneten vorauszusetzen, deutsche Soldaten würden in bereits befriedete Regionen geschickt – wo die örtliche Bevölkerung auf ihrem Weg zu Stabilität und Demokratie begierig westliche Hilfe erwarteten. Fernsehbilder von Menschen in Kabul, die westliche Truppen bei der Befreiung der Stadt willkommen hießen, trugen möglicherweise zu dem Glauben bei, die deutschen Truppen erwarte hier ein leichter Einsatz.

In den ersten Jahren gaben die Entwicklungen in dem von Deutschen überwachten Norden Afghanistans wenig Anlass, anderes anzunehmen – ganz im Gegensatz zu den fortdauernden Kämpfen im Süden, wo britische, dänische und US-Truppen stationiert waren. Die Regierungen in London und Washington bemühten sich wiederholt, Berlins Zustimmung für eine Hilfestellung der Bundeswehr bei der Blockade des unablässigen Stroms von Talibanrekruten aus Pakistan zu erlangen. Diese Versuche wurden zurückgewiesen.[6] In der westlichen Koalition wurde Berlins Haltung als Entledigung von weiteren Belastungen gesehen. Im Jahre 2008 gab General Hans-Lothar Domröse zu, die Kooperation werde von Feindseligkeiten zwischen denen, "die überwiegend Brunnen bohren, und andere(n), die überwiegend kämpfen", geprägt.[7]

Als die ersten Toten im März 2002 aus Afghanistan in Deutschland eintrafen, bemerkte ein Beobachter, die politische Führung vermittele den Eindruck, erleichtert darüber zu sein, dass die Soldaten ihr Leben bei der Entschärfung einer alten sowjetischen Rakete und nicht bei einem Angriff der Taliban verloren hatten.[8] Vielleicht, weil die meisten Verluste unspektakulär waren, schenkten die deutschen Medien ihnen nur wenig Aufmerksamkeit. Die wenigen Zeitungsberichte aus Afghanistan konzentrierten sich auf die Routine des Lagerlebens und darauf, wie die Bundeswehr sich um die Verbesserung der Kontakte mit der örtlichen Bevölkerung bemühte. Und nur wenig wurde getan, um das infrage zu stellen, was ein Journalist die "humanitäre Hegemonie" in der Berichterstattung nannte.[9] Leser und Zuschauer erhielten den Eindruck, deutsche Truppen wären nur geringen Gefahren ausgesetzt. Die Wahrnehmung innerhalb des Verteidigungsministeriums war indes weniger optimistisch. 2005 hielt es Verteidigungsminister Peter Struck für notwendig, die Öffentlichkeit daran zu erinnern, dass deutsche Verluste nicht ausgeschlossen werden können.[10]

K wie Krieg

2005 zweifelten die Männer und Frauen vor Ort nicht mehr daran, dass der relative Frieden der ersten Jahre vorbei war, stieg doch die Zahl der Angriffe seitens der Taliban stetig an. Zunehmend war von "Kriegszuständen" die Rede. Für diese Darstellung zeigte man von offizieller Seite kein Verständnis. Im Gegenteil: Im September 2008 nannte Christian Schmidt, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, die Kämpfe im deutschen Sektor seien nichts weiter als "Scharmützel" und wies die Äußerung des damaligen Grünen-Fraktionsvorsitzenden Hans-Christian Ströbele, es handele sich um einen veritablen Krieg, zurück.[11]

Noch im selben Monat besuchte Verteidigungsminister Franz Josef Jung das deutsche Lager in Afghanistan – kurz nachdem die Taliban einen deutschen Soldaten getötet hatten. Ein Journalist fragte ihn, ob dieser jüngste Tote nicht Krieg bedeutete.[12] Der Minister antwortete, die Bundeswehr bekämpfe den Terrorismus – also etwas grundsätzlich anderes. Neben dem Minister stand US-General David McKiernan, Kommandeur der ISAF-Truppen,[13] denen die Bundeswehr angehört. Vor laufenden Kameras korrigierte er den Minister kurz angebunden: "Ja, wir führen einen Krieg."

McKiernans Äußerung wurde in den deutschen Medien zitiert, um das offizielle Schweigen zu brechen – ohne Erfolg. Die korrigierende Darstellung des Generals zog keine offizielle Stellungnahme des Verteidigungsministeriums nach sich – geschweige denn Fragen im Bundestag angesichts der offensichtlichen Kluft zwischen den Einschätzungen der Lage. Und die Zurückhaltung der Abgeordneten seit Beginn des Krieges, weitere Untersuchungen anzugehen und die Informationen seitens der Regierung infrage zu stellen, hielt an. Das schließt auch ihr Unterlassen mit ein, die zunehmend bedenklich stimmenden Jahresberichte des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags zu allen Aspekten des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan weiter zu verfolgen. Diese Berichte enthielten detaillierte Beschreibungen über mangelhafte Ausrüstung und deren Auswirkungen auf die Sicherheit der Soldaten. Diese Mängel zu beheben, hätte möglicherweise die Zahl der Verluste vermindert.[14] Zudem hätten parlamentarische Fragen ein Maß an offizieller Besorgnis erkennen lassen, an dem es vielfach mangelte. Nach den Worten des ehemaligen Wehrbeauftragten, Reinhold Robbe, zeigten die Parlamentarier im besten Fall "ein freundliches Desinteresse".[15] Nach Angaben höherer Offiziere hatte dies Auswirkungen auf die Truppenmoral.[16]

Robbes Äußerung erfolgte zu einer Zeit, als die Verluste aufgrund der Aktivitäten der Taliban zunahmen. Ein Grund für die fehlende Aufmerksamkeit der Politikerinnen und Politiker mag in der offiziellen Informationspolitik gelegen haben, durch die kaum etwas über die Todesursachen bekannt war. Lange Zeit wurden auf der Homepage der Bundeswehr nur Selbsttötungen in einer gesonderten Rubrik aufgeführt. Sie boten gewiss Anlass zur Beunruhigung, doch kaum den dringlichsten – in einer Zeit, in der die Bundeswehr wiederholt attackiert wurde. Die einzigen beiden anderen Kategorien – "durch Fremdeinwirkung gefallen" und "durch sonstige Umstände gestorben" – sagen so gut wie nichts aus.[17] Doch die Ursachen der Todesfälle sind keineswegs unwichtig. So sollte zum Beispiel eine wachsende Zahl von Bomben am Straßenrand zu einer Debatte über das Vertrauen der Bundeswehr in Panzerfahrzeuge gegenüber Hubschraubern führen. Des Weiteren verdeutlicht die wachsende Zahl von Gefechtstodesfällen die verschlechterte Sicherheitslage klarer als alle langatmigen Berichte. Beides hätte den Kontrast zur offiziellen Darstellung der von Deutschen überwachten Zone als eine relativ friedliche verdeutlicht. Gewöhnliche Abgeordnete sowie die Öffentlichkeit blieben nicht die einzigen von diesem Mangel an Information Betroffenen – Gleiches galt für den Verteidigungsausschuss des Bundestags. Im Januar 2007, nach dem Tod von 20 Soldaten, wurde bekannt, dass der Ausschuss sich auf die genannten pauschalen und bedeutungslosen Kategorien verlassen hatte.[18] Solange es für jedermann – die Ausschussmitglieder eingeschlossen – nahezu unmöglich war, die Art, wie die Soldaten zu Tode kamen, zu enträtseln, blieb es für die Regierung ein Leichtes zu verleugnen, dass sich die Männer und Frauen in einem Krieg befanden. Eine Erklärung dafür, dass die offizielle Linie so lange unwidersprochen blieb, bot ein früherer Bundeswehroffizier durch seinen Hinweis darauf, die Zahl der Todesopfer wie auch deren Ursachen stehe nicht nur im Widerspruch zu der Darstellung des Einsatzes als eines Unterstützungsprojekts, sondern auch zu dem Beharren darauf, die Bundeswehr sei ein Instrument des Friedens und schließe die Anwendung von Gewalt – das heißt im Kern militärischer Mittel – aus.[19]

Die offizielle Linie hinderte zurückkehrende Soldaten nicht daran, von zunehmend erbitterten Kämpfen zu berichten. Sie redeten ausnahmslos von "Krieg". Seit Ende 2007 sprachen auch die Zeitungen davon. Dem widersetzte sich die Regierung – und legte zugleich eine überraschende linguistische Flexibilität an den Tag. 2008 zum Beispiel räumte der Sprecher des Verteidigungsministeriums ein, beim Einsatz der Soldaten handele es sich um "einen Stabilisierungseinsatz, zugegeben um einen recht robusten Stabilisierungseinsatz, der Kampfhandlungen miteinschließt".[20] Schließlich unternahm Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Anfang April 2010 einen bedeutenden Schritt und bestätigte die Version der Soldaten: "Und auch wenn es auch (sic!) nicht jedem gefällt, so kann man angesichts dessen was sich in Afghanistan, in Teilen in Afghanistan, abspielt, durchaus umgangssprachlich – ich betone umgangssprachlich – in Afghanistan von Krieg reden."[21] Die Männer und Frauen vor Ort fühlten sich rehabilitiert – und desgleichen, ironischerweise, die heftigsten Gegner der Regierung im Parlament, Die Linke. Ihre Mitglieder hatten seit dem Abflug der ersten Soldaten davon gesprochen, ISAF bedeute Krieg.

Guttenberg sprach in der Kirche, vor den Särgen dreier durch Straßenbomben getöteter Soldaten. Diesmal erschien auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, mutmaßlich wegen der wachsenden Kritik angesichts ihrer Abwesenheit bei den Begräbnissen. Sie hatte kurz vor der Zeremonie ihre Teilnahme als persönliches Anliegen angekündigt.[22] Merkel bezeugte den Toten ihre offizielle Anerkennung und schloss mit den Worten: "Ich verneige mich vor ihnen. Deutschland verneigt sich vor ihnen mit Dank und Hochachtung."[23] Auch drückte sie ihr Verständnis für die Soldaten aus, die in der Beschreibung dessen, was sie erlebten, von "Krieg" sprachen und ergänzte: "Ich verstehe das gut."[24] Alles in Allem war ihre Rede, gemessen an der sonst üblichen Beherrschtheit im öffentlichen Auftreten der Kanzlerin, außergewöhnlich emotional. Das war gewiss einer der Gründe, weshalb ihre Lobrede am folgenden Tag auf allen Titelseiten zitiert wurde. Abgesehen von einigen abfälligen Kommentaren – so etwa im "Neuen Deutschland"[25] – scheint die Reaktion eine Art Erleichterung dahingehend auszudrücken, die offizielle Rhetorik werde von nun an etwas ehrlicher ausfallen. Merkels Anerkennung der Beschreibung der Verhältnisse vor Ort seitens der Soldaten als korrekt und politisch legitim war ein wichtiger Schritt, um die Kluft zwischen der Bundeswehr und der politischen Elite zu überbrücken – wenngleich nicht ohne Risiko. Eine öffentliche Anerkennung der Bundeswehr – und erst recht die Ehrung ihrer Toten – löst vorhersehbare Vorwürfe über etwaige Formen eines verschleierten Versuchs aus, man wolle Praktiken wieder einführen, die zum Beispiel an Hitlers Heldengedenktag erinnern.[26] Dies allein reichte aus, um Pläne für einen Tag zu Ehren von Veteranen auf Eis zu legen.[27] Die Linke hat auch versucht, den Afghanistan-Einsatz mit Hitlers Wehrmacht in Verbindung zu bringen.[28] In der Rückschau überrascht ihr hoher Anteil an den seit 2001 im Bundestag gestellten Fragen zu Afghanistan. Doch liegt die Erklärung dafür wahrscheinlich im "freundlichen Desinteresse" seitens der übrigen Parlamentsabgeordneten.

Fußnoten

1.
Vgl. Pressestatement: Minister zu Vorfall mit Beteiligung deutscher Soldaten in Afghanistan, 5.5.2013, http://www.bmvg.de« > http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.journal« > http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.journal.ministerium« > Pressestatement: Verteidigungsminister zu Vorfällen in Afghanistan (26.8.2013).
2.
Vgl. http://www.bundeswehr.de« > http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.gedenken« > http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.gedenken.zahlen_und_fakten« > http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.gedenken.zahlen_und_fakten.todesfaelle_im_einsatz« (26.8.2013). Darüber hinaus verloren in Afghanistan drei deutsche Polizisten im Dienst ihr Leben.
3.
Vgl. Stephan Löwenstein, Helden im Geplänkel, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.10.2008.
4.
Gerhard Schröder, Terroranschläge in den USA und Beschlüsse des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll, Sitzung 14/187 vom 19.9.2001, S. 18301/02.
5.
Vgl. Gerhard Schröders Vertrauensfrage, http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/32247430_misstrauensvotum06/index.jsp« (26.8.2013).
6.
Vgl. Höchstens tausend Soldaten. Berlin will keine Führungsrolle in Afghanistan-Schutztruppe, in: FAZ vom 13.12.2001; Nico Fried, Der Süden bleibt tabu, in: Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 14.11.2006.
7.
Zit. nach: Stefan Klein, "Vielleicht waren wir ein bisschen naiv", in: SZ vom 15.10.2008.
8.
Vgl. Nikolaus Blome, Die Deutschen und der Krieg, in: Die Welt vom 8.3.2002.
9.
Andreas Ross, Humanitäre Hegemonie, in: FAZ vom 27.9.2004.
10.
Zit. nach: Hans-Jürgen Leersch, Vergessene Soldaten, in: Die Welt vom 29.9.2005.
11.
Zit. nach: Bundeswehr gerät ins Visier, in: Stuttgarter Nachrichten vom 2.9.2008.
12.
Vgl. Konstantin von Hammerstein et al., K wie Krieg, in: Der Spiegel vom 20.8.2011.
13.
Internationale Sicherheitsunterstützungsgruppe (International Security Assistance Force – ISAF).
14.
Vgl. Wehrbeauftragter dringt auf bessere Ausrüstung, 3.6.2011, http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehr-in-afghanistan-wehrbeauftragter-draengt-auf-bessere-Ausbildung-1.1104557« (8.10.2013).
15.
Zit. nach: Dirk-Oliver Heckmann, "Bestenfalls hat man ein freundliches Desinteresse". General a.D. Reinhardt zum historischen Gelöbnis vor dem Reichstag, in: Deutschlandfunk vom 21.7.2008.
16.
Vgl. Wehrbeauftragter, Jahresbericht 2007, Berlin 2008, S. 6; im Jahresbericht des darauffolgenden Jahres wurden dieselben Bedenken auf S. 4 erhoben.
17.
Vgl. http://www.bundeswehr.de« > http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.gedenken« > http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.gedenken.zahlen_und_fakten« > http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.gedenken.zahlen_und_fakten.todesfaelle_im_einsatz« (26.8.2013).
18.
Vgl. Hans-Ulrich Jörges, Unsere versteckten Toten, in: Stern vom 11.1.2007.
19.
Vgl. Andreas Timmermann-Levanas/Andrea Richter, Die reden – Wir sterben. Wie unsere Soldaten zu Opfern der deutschen Politik werden, Frankfurt/M.–New York 2010, S. 216.
20.
Zit. nach: Zitate: Vom "Stabilisierungseinsatz" zum "Krieg", in: Focus online vom 22.4.2010, http://www.focus.de/politik/ausland/konflikte-zitate-vom-und132stabilisierungseinsatzund147-zum-und132kriegund147_aid_501164.html« (26.8.2013).
21.
Vgl. http://www.bmvg.de« > http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.multimedia« > http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.multimedia.videoarchiv« > http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.multimedia.videoarchiv.minister« > "Krieg" in Afghanistan (Sprechertext) (26.8.2013).
22.
Vgl. Matthias Gebauer, Zeremonie für deutsche Soldaten: Merkel trauert öffentlich – nun doch, http://www.spiegel.de/politik/ausland/zeremonie-fuer-tote-soldaten-merkel-trauert-oeffentlich-nun-doch-a-687862.html« (26.8.2013).
23.
Zit. nach: "Deutschland verneigt sich mit Dank und Hochachtung" – Merkel würdigt die in Afghanistan gefallenen Soldaten, in: FAZ vom 10.4.2010.
24.
Ebd.
25.
Trauerfeier für Bundeswehr-Soldaten, in: Neues Deutschland vom 10.4.2010.
26.
Vgl. Alexandra Kaiser, Von Helden und Opfern. Eine Geschichte des Volkstrauertags, Frankfurt/M. 2010.
27.
Vgl. Christoph Wenzel, Robbe will Veteranentag ohne Heldenverklärung, in: Die Welt vom 14.7.2010; Manfred Hettling, Militärisches Totengedenken in der Berliner Republik. Opfersemantik und politischer Auftrag, in: ders./Jörg Echterkamp (Hrsg.), Bedingt erinnerungsbereit. Soldatengedenken in der Bundesrepublik, Göttingen 2008, S. 11–21.
28.
Die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke äußerte sich aus Anlass der Teilnahme des Inspekteurs des Heeres der Bundeswehr als Hauptredner auf der Gedenkveranstaltung des – umstrittenen – "Kameradenkreises der Gebirgstruppe" folgendermaßen: "Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Bundeswehr nun, wo sie in Afghanistan einen immer blutiger werdenden Krieg führt, den Kampfgeist ihrer Soldaten mit einem Rückgriff auf den Traditionsbestand der Wehrmacht befördern will." Zit. nach: Bundeswehr trägt aktiv zur Verklärung der Wehrmacht bei, http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/bundeswehr-traegt-aktiv-verklaerung-wehrmacht/« (26.8.2013).
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Autor: Kaare Dahl Martinsen für bpb.de
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