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26.5.2002 | Von:
Wilhelm Bürklin

Globalisierung als Chance für Wohlstand und Arbeitsplätze

Mit der Globalisierung, der weltweiten Öffnung und Verschmelzung von Märkten werden alle Gesellschaftsbereiche vom Prinzip des Wettbewerbs erfasst. Kritiker der Globalisierung sehen hierin eine Bedrohung der Sozialen Marktwirtschaft.

I. Einleitung

Noch immer ist der Begriff "Globalisierung" in der gesellschaftspolitischen Diskussion in Deutschland mit negativen Assoziationen verbunden. Nach wie vor gilt die fortschreitende Globalisierung vielen als wesentliche Ursache für hohe Arbeitslosigkeit, als Auslöser der Krise der sozialen Sicherungssysteme sowie der öffentlichen Haushalte und als Bedrohung für die Soziale Marktwirtschaft [1] . Diese häufig undifferenzierte und daher pessimistische Sichtweise ist unangebracht. Die Globalisierung birgt große Chancen für eine Mehrung des Wohlstandes und neue Beschäftigung in Deutschland. Wenn diese Chancen wahrgenommen werden sollen, sind in der Ordnungs- und Wirtschaftspolitik allerdings grundlegende Weichenstellungen erforderlich.


Im Folgenden wird zunächst differenziert aufgezeigt, in welchen Entwicklungen sich die Globalisierung manifestiert und worin ihre Herausforderung besteht. Anschließend wird dargelegt, welche Strategien auf einzelnen Feldern der Wirtschaftspolitik notwendig sind, damit die Globalisierung von einer vermeintlichen Bedrohung zu einer Chance für Deutschland werden kann.

Fußnoten

1.
Vgl. beispielhaft Viviane Forrester, Der Terror der Ökonomie, München 1998; Hans-Peter Martin/Harald Schumann, Die Globalisierungsfalle, Reinbek 1996.