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26.5.2002 | Von:
Uwe H. Bittlingmayer

"Spätkapitalismus" oder "Wissensgesellschaft"?

I. Wissensgesellschaft - Charakteristika einer Debatte

Sowohl in der öffentliche Diskussion um das Label Wissensgesellschaft als auch in der sozialwissenschaftlichen Theoriedebatte wird davon ausgegangen, dass es sich bei den Veränderungen, auf die der Begriff verweisen soll, um irreversible Prozesse und Phänomene handelt. Der gesamtgesellschaftliche Trend von modernen westlichen Industriegesellschaften hin zu "Wissensgesellschaften" wird als unumkehrbare Entwicklung, mithin als epochaler Wandel konzipiert. [3] Der konstatierte Wandel bezieht sich dabei auf verschiedene Dimensionen und Strukturmomente der Gegenwartsgesellschaften:

1. Ökonomie: Die Veränderungen innerhalb der ökonomischen Sphäre haben in der Wissensgesellschaftsdebatte einen zentralen Stellenwert. Als entscheidender Strukturwandel wird der relative Bedeutungsverlust des produktiven und die Aufwertung des tertiären bzw. Dienstleistungssektors angesehen. Dabei wird nicht etwa die unmittelbare Produktion von Waren gesamtgesellschaftlich unwichtiger, sondern um die Herstellung von Gütern gruppieren sich "wissensintensive" produktionsbegleitende Dienstleistungen wie zum Beispiel Forschung und Entwicklung, Design, Logistik, Marketing, Beratung und Service. Die arbeitsintensive Warenproduktion wird einerseits stärker als zuvor in Länder mit günstigerer Lohnkostenstruktur verlagert, andererseits wird Arbeitskraft durch modernere Maschinen ersetzt [4] . Im Zusammenhang mit der Tertiarisierung der Produktion ist eine Verkürzung der Produktionszyklen, die nicht zuletzt auf die zunehmende Verwissenschaftlichung der Produktion zurückgeht, beobachtbar.

Über die Veränderungen in der unmittelbaren Produktionssphäre hinaus ist für die "wissensgesellschaftliche" Ökonomie der rasante Bedeutungszuwachs der Devisen-, Finanz- und Kapitalmärkte von Bedeutung. Auf der Grundlage der modernen Informations- und Kommunikationstechnik hat sich in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten eine "symbolische Ökonomie" herausgebildet, die sich von der Warenproduktion weitgehend entkoppelt hat und immer nachhaltiger die wirtschaftlichen Trends von Nationen bestimmt.

Wissen wird in Wissensgesellschaften aufgrund der beschriebenen Entwicklungen in zweifacher Weise als unmittelbarer Produktionsfaktor begriffen: erstens in Form von in Organisations- und Managementstrukturen gespeichertem Wissen, das für die Produktionsprozesse im Zuge der Tertiarisierung der Warenproduktion entscheidend wird; zweitens wird Wissen auf globalisierten Devisen-, Finanz- und Kapitalmärkten in Form einer permanenten Informationsselektion zur essenziellen Ressource für wirtschaftlichen Erfolg. [5]

2. Politik: Die Frage nach der politischen Steuerbarkeit von Wissensgesellschaften wird in der Debatte seit den siebziger Jahren diskutiert. [6] In Wissensgesellschaften sind die politischen Akteure immer stärker auf das Expertenwissen von professionellen Beratern und Ratgebern angewiesen, nicht zuletzt, um politische Entscheidungen zur Legitimationsbeschaffung an wissenschaftliche Expertise rückzubinden.

Die Handlungsspielräume der politischen Entscheidungsträger scheinen vor allem durch die Veränderungen in der ökonomischen Sphäre erheblich eingeschränkt zu sein. Durch die enorme Flexibilität der Kapital- und Finanzströme und die daraus resultierende Ausweitung von ausländischen Direktinvestitionen konkurrieren Nationalstaaten in stärkerem Maße als noch in den siebziger Jahren um ausländische Investoren. Dabei werden die durch die ArbeiterInnenbewegung erstrittenen sozialen Sicherungssysteme und Teilhaberechte in allen westlichen Industriestaaten zurechtgestutzt. Auf der Basis einer antikeynesianischen, neoliberalen Wende in der Wirtschaftspolitik werden wichtige gesellschaftliche Bereiche durch Privatisierungen der politischen Steuerung weitgehend entzogen. Dazu zählen zum Beispiel die Energieversorgung, der Verkehrsbereich, die Gesundheitsversorgung und in einer wachsenden Zahl von Ländern (zurzeit vorrangig USA, Großbritannien) sogar der Strafvollzug oder die Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden [7] . Das politische Feld ist im Zuge der Veränderungen, auf die das Label Wissensgesellschaft verweist, in dieser Hinsicht einem grundlegenden Wandel unterworfen. [8] Zum vorherrschenden Politikmodell avanciert die Deregulierung und die Einführung flexibler Strukturen auch innerhalb der politischen Bürokratien, weil, wie in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebenes Gutachten betont wird, "staatliche Regulierungen . . . die Ausnutzung von Innovationspotenzialen (behindern)" [9] . Das konsensorientierte Modell des bürokratischen Vorsorgestaates wird ersetzt durch das konkurrenzorientierte Modell des neoliberalen "schlanken Staates", der stärker auf die Eigenverantwortung der sozialen Akteure, mithin auf die Selbstzuschreibung von Erfolg und Misserfolg abhebt. [10]

3. Bildung und Wissen: Kaum eine gesellschaftliche Sphäre ist so eng mit dem Label Wissensgesellschaft verflochten wie das Feld der Schule und der Bildung. [11] Keine persönliche Ressource scheint unter wissensgesellschaftlichen Bedingungen so wertvoll wie ein hinreichender Zugriff auf Bildung. Der gesamte Bildungsbereich erfährt spätestens seit den siebziger Jahren gesamtgesellschaftlich eine enorme Ausdehnung und Aufwertung. Das ist einerseits abzulesen an den umfangreichen staatlichen und privatwirtschaftlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, an Bildungsinvestitionen von Staat (Universitäten, Schulen, Weiterbildung) und Wirtschaft (Ausbildung, betriebliche Weiterbildung). Beispielsweise betrugen die staatlichen und privatwirtschaftlichen Investitionen in die "Wissensbasis" [12] allein 1997 in Deutschland 312,5 Milliarden DM oder 8,6 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts. Andererseits ist die Bildungsbeteiligung und die Verweildauer in Bildungsinstitutionen auf ein bisher nicht gekanntes Maß gestiegen.

Unklar in der Debatte um Wissensgesellschaften ist, ob der technische Fortschritt den eigentlichen Motor dieser Entwicklung darstellt oder ob umgekehrt die massive politisch induzierte Bildungsexpansion in allen westlichen Industrienationen am Beginn der Wissensgesellschaft steht. In der zweiten, hier vertretenen Variante wird durch das gestiegene Angebot von hoch qualifizierten und gut ausgebildeten Personen die weitere Nachfrage nach wissensintensiven Fähigkeiten zum Teil selbst produziert. Die Annahme, dass Wissensgesellschaften ein unumkehrbarer, weil auf die technische Entwicklung bezogener Prozess seien, wird damit relativiert. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sich die gesellschaftlichen Veränderungen, auf die das Label Wissensgesellschaft rekurriert, nicht durch den technologischen Wandel allein erklären und aus der Technikentwicklung abgeleitete Sachzwänge sich stärker als gemeinhin angenommen politisch regulieren lassen.

Zentral für den Kontext meiner Überlegungen ist, dass das Bildungssystem in Wissensgesellschaften einen herausragenden Stellenwert erhält und die Zuteilung von Lebenschancen nachhaltig prägt. [13] Vor allem in der Schule sollen die sozialen Akteure für eine erfolgreiche Teilnahme in Wissensgesellschaften vorbereitet werden, indem sie neben den formalen (Hoch-)Schulabschlüssen Kompetenzen erwerben, die sich in Konzepten wie "lebenslanges", "lebensbegleitendes" oder "selbstgesteuertes Lernen" abbilden. Der Bedeutungsgewinn des Bildungssystem korrespondiert mithin mit einer Zunahme der Anforderungen an soziale Akteure.

4. Kultur: Obwohl auch die kulturelle Sphäre unter wissensgesellschaftlichen Bedingungen spezifischen Modifikationen unterworfen ist, wird sie in der Debatte um "Wissensgesellschaften" stiefmütterlich behandelt. Dabei wäre es eine unzulängliche Einschränkung, würde man die Wissensgesellschaft nur mit einem Mehr an Wissenschaft, Technologie und Bildungsbeteiligung beschreiben. [14]

Wenn die Sphäre der Kultur in der Debatte überhaupt thematisiert wird, dann stets rückgebunden an die neuen Kommunikations- und Informationstechnologien. Dem Medium Internet wird in diesem Zusammenhang die Eigenschaft zugeschrieben, kulturelle Hierarchien oder Hegemonien zu nivellieren, weil der Zugriff auf den "Mega-Wissensspeicher" Internet im Kern demokratisch sei. [15] Das Internet gilt als flexibles und dereguliertes Medium par excellence; es soll beispielsweise die sozialen Akteure - die Menschen - von passiven Fernsehkonsumenten zu aktiven "Helden der Freizeit" [16] umwandeln. Darüber hinaus ändern sich durch den lebensweltlichen Einbezug heutiger Kommunikationssysteme auch die personalen Kommunikationsstrukturen. So lassen sich zum Beispiel durch e-mail oder chat räumlich weit gestreute soziale Netzwerke leichter als vor Einführung dieser Technologien aufrechterhalten. Die Kommunikation ohne körperliche Anwesenheit wird zu einem charakteristischen Merkmal der kulturellen Sphäre in der Wissensgesellschaft. [17] Kultur erscheint in Beiträgen, die sich auf das Label Wissensgesellschaft berufen, als enormes Angebot, das dem individuellen Zugriff unmittelbar, unterschiedslos und jederzeit offen steht.

Wie die Ausführungen bereits erkennen lassen, scheint die Debatte um Wissensgesellschaften mit Ambivalenzen behaftet zu sein. Während sich einerseits in den Bereichen Ökonomie, Politik und Bildung eine durch Informations- und Kommunikationstechnologien verursachte Verschärfung der Konkurrenz zwischen Nationalstaaten, ein Abbau sozialer Sicherungssysteme sowie eine Zunahme der Kompetenzzumutungen im schulischen Kontext beobachten lässt, soll andererseits dieselbe Technologie im Bereich der kulturellen Sphäre enthierarchisierende Konsequenzen mit sich bringen. Es bezeichnet ein dominantes Merkmal sowohl der fach- als auch der populärwissenschaftlichen Debatte, dass mit der Entwicklung zu Wissensgesellschaften die Hoffnung auf eine mittel- bis langfristige Reduzierung sozialer Ungleichheiten verbunden wird. So ist nicht nur für den ehemaligen Bildungsminister Jürgen Rüttgers die "Wissensgesellschaft . . . kein exklusiver Club mit Zugangsbeschränkung" [18] , sondern bis in die jüngsten theoretischen Publikationen hinein wird auf die enorme Steigerung der Handlungsoptionen und -kapazitäten für jede/n Einzelne/n hingewiesen und die Zunahme von Flexibilität, Heterogenität und Volatilität sozialer Strukturen betont. [19]

Die Ambivalenzen resultieren aus drei zentralen Defiziten des augenblicklichen Wissensgesellschaftsdiskurses: Erstens ist bislang auf die systematische Einbeziehung kultursoziologischer Theorien verzichtet worden - um den Preis eines lediglich an die Technikentwicklung angelehnten Konzepts von Kultur. Zweitens bleiben die zentralen theoretischen Konzepte bei einer Makroperspektive stehen und leiten aus Strukturdaten veränderte Denk- und Handlungsmuster oder gar Lebensführungen ab. Defizitär bleibt mithin die Analyse der Handlungsebene der sozialen Akteure unter wissensgesellschaftlichen Bedingungen. Drittens krankt der Diskurs daran, dass bislang kein angemessenes Verständnis der Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit in Wissensgesellschaften vorliegt. Diejenigen Studien zur Wissensgesellschaft, in denen überhaupt die Ebene der sozialen Ungleichheit thematisiert wird, bleiben an der Oberfläche. Das Verhältnis zwischen makrostrukturellem Wandel und individuellen Zugriffschancen wird nicht thematisiert. [20] Für welche sozialen Gruppen die aufgezeigten Entwicklungen welche Konsequenzen in Form von Optionen und Restriktionen zeitigen, bleibt in der Debatte unklar. Zwingend ist deshalb ein Perspektivenwechsel, der die Ebene des makrostrukturellen Wandels wieder stärker mit der Perspektive handelnder sozialer Akteure verbindet.

Fußnoten

3.
Vgl. u.Äa. für den öffentlichen Diskurs: Innovationen für die Wissensgesellschaft. Förderprogramm Innovationstechnik, hrsg. vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Bonn 1998; Rahmenkonzept "Forschung für die Produktion von morgen", hrsg. vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Bonn 1999; sowie für die sozialwissenschaftliche Debatte z.ÄB. Nico Stehr, Arbeit, Eigentum und Wissen. Zur Theorie von Wissensgesellschaften, Frankfurt/M. 1994, S. 11.
4.
Vgl. zur These von der Tertiarisierung der Produktion u.Äa. Hartmut Häußermann/Walter Siebel, Dienstleistungsgesellschaften, Frankfurt/M. 1995; Knut Hinkelmann/Werner Weiss, Wissensmanagement. Pflege und Nutzung des intellektuellen Kapitals eines Unternehmens, in: Andreas Dengel/Welf Schröter (Hrsg.), Flexibilisierung der Arbeitskultur. Infrastrukturen der Arbeit im 21. Jahrhundert, Möslingen-Talheim 1997, S. 163-186; Hagen Krämer, Zur Tertiarisierung der deutschen Volkswirtschaft, in: Klaus Mangold (Hrsg.), Die Welt der Dienstleistung. Perspektiven für Arbeit und Gesellschaft im 21. Jahrhundert, Wiesbaden 1998, S. 171-216; Reinhold Weiß, Auf dem Weg zur Dienstleistungsgesellschaft - Einführung und Überblick in 12 Thesen, in: ders. (Hrsg.), Aus- und Weiterbildung für die Dienstleistungsgesellschaft, Köln 1997, S. 11-37.
5.
Wissen bezeichnet hier eine "begriffene und zweck- und zielorientiert verwendete Information". K. Hinkelmann/W. Weiss (Anm. 4), S. 167.
6.
Vgl. bereits Daniel Bell, Die nachindustrielle Gesellschaft, Frankfurt/M. - New York 1985 [Org. 1973], Kap. IV; vgl. auch Nico Stehr, Die Zerbrechlichkeit moderner Gesellschaften. Die Stagnation der Macht und die Chancen des Individuums, Weilerswist 2000, bes. Kap. 6.
7.
Vgl. zur neoliberalen Wende in Politik und Wirtschaft Keith Dixon, Die Evangelisten des Marktes, Konstanz 2000; ders., Ein würdiger Erbe, Konstanz 2000; Dieter Plehwe/Bernhard Walpen, Wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Produktionsweisen im Neoliberalismus. Beiträge der Mont Pèlerin Society und marktradikaler Think Tanks zur Hegemoniegewinnung und -erhaltung, in: PROKLA, 29 (1999) 115, S. 203-235; Pierre Bourdieu, Gegenfeuer. Wortmeldungen im Dienste des Widerstands gegen den Neoliberalismus, Konstanz 1998; ders. u.Äa., Neue Wege der Regulierung. Vom Terror der Ökonomie zum Primat der Politik, Hamburg 2001.
8.
Vgl. u.Äa. Eric Hobsbawm, Der Tod des Neoliberalismus, in: Stuart Hall/Eric Hobsbawm/Martin Jacques/Suzanne Moore/Geoff Mulgan, Tod des Neoliberalismus - Es lebe die Sozialdemokratie? Marxism Today: Eine Debatte, in: Supplement der Zeitschrift Sozialismus, (1999) 1.
9.
Zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands. Zusammenfassender Endbericht 1998. Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, o.ÄO. 1999, S. 16. [URL-Adresse: http://www.zew.de/tl98/tl98.html].
10.
Dass die Politik der Deregulierung in den unteren Bereichen des sozialen Raums mit stärkerer staatlicher Regulierung als direkte Konsequenz der neoliberalen Politik einhergeht, wird in der Studie von Loïc Wacquant, Elend hinter Gittern, Konstanz 2000, gezeigt.
11.
Mit Bildung ist hier in erster Linie anwendungs- und arbeitsmarktkompatibles Wissen gemeint. Zur genaueren Unterscheidung von Bildung und Wissen vgl. Klaus Kraemer/Uwe H. Bittlingmayer, Soziale Polarisierung durch Wissen. Zum Wandel der Arbeitsmarktchancen in der "Wissensgesellschaft", in: Peter A. Berger/Dirk Konietzka (Hrsg.), Die Erwerbsgesellschaft. Neue Ungleichheiten und Unsicherheiten, Opladen 2001, S. 313-329.
12.
Damit sind Ausgaben für Bildung, Ausbildung und Weiterbildung sowie für Forschung und Entwicklung zusammengefasst.
13.
Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu den Beitrag von Detelef Josczok in diesem Heft.
14.
Vgl. Karin Knorr Cetina, Sozialität mit Objekten. Soziale Beziehungen in post-traditionalen Wissensgesellschaften, in: Werner Rammert (Hrsg.), Technik und Sozialtheorie, Frankfurt/M. - New York 1998, S. 83-120.
15.
Vgl. u.Äa. Mike Featherstone, Globale Stadt, Informationstechnologie und Öffentlichkeit, in: Claudia Rademacher/Markus Schroer/Peter Wiechens (Hrsg.), Spiel ohne Grenzen? Ambivalenzen der Globalisierung, Opladen 1999, S. 169-201; Nicholas Negroponte, Total digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation, München 1997; Howard Rheingold, Virtuelle Gemeinschaft. Soziale Beziehungen im Zeitalter des Computers, Bonn 1994.
16.
André Gauron, Das digitale Zeitalter, in: Stefan Bollmann (Hrsg.), Kursbuch Neue Medien. Trends in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur, Mannheim 1995, S. 35.
17.
Vgl. hierzu Peter A. Berger, Kommunikation ohne Anwesenheit. Ambivalenzen der postindustriellen Wissensgesellschaft, in: C. Rademacher/M. Schroer/P. Wiechens (Anm. 15), S. 145-167.
18.
Jürgen Rüttgers, Zeitenwende - Wendezeiten. Das Jahr 2000 Projekt: Die Wissensgesellschaft, Berlin 1999, S. 22.
19.
Vgl. u.Äa. Nico Stehr, Wissen und Wirtschaften. Die gesellschaftlichen Grundlagen der Ökonomie, Frankfurt/M. 2001, S. 378. Anmerkung der Redaktion: Siehe auch den Beitrag von Nico Stehr in diesem Heft.
20.
Von dieser Diagnose ist der Beitrag Peter A. Bergers (Anm. 17) auszunehmen, der sich um eine Vermittlung beider Dimensionen bemüht.