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Außenpolitik der Bundesrepublik

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  • Zwischen Deutschland und den USA ist es in den zurückliegenden Monaten zu Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit dem Irak gekommen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat im Bundestagswahlkampf 2002 unmissverständlich formuliert, dass sich Deutschland nicht an einem Krieg unter Führung der USA gegen dieses Land beteiligen werde. Dieser so genannte "deutsche Weg" wurde als "Antiamerikanismus" kritisiert. Man warf Deutschland vor, die deutsch-amerikanischen Beziehungen beschädigt zu haben.

    Trotz Verabschiedung der Irak-Resolution im UN-Sicherheitsrat, in der Inspektionen beschlossen worden sind, haben die USA ihr wichtigstes Ziel, nämlich einen Krieg gegen das Land zu führen, nicht aufgegeben. Die Grundlage dafür bildet die "Nationale Sicherheitsstrategie", auch "Bush-Doktrin" genannt, die es den USA gestatten soll, Präventivkriege zu führen.

       

    Ludwig Watzal

    Editorial

    Zwischen Deutschland und den USA ist es zu Meinungsverschiedenheiten gekommen. Die deutsche Kritik an einem möglichen Krieg der USA gegen den Irak belasten die Beziehungen. Weiter...

    Ernst-Otto Czempiel

    Die amerikanische Weltordnung

    Ihre hegemoniale Stellung nutzend, scheinen die USA einen Alleingang anzustreben. Dieser die globalen Probleme verschärfenden Tendenz soll die EU mit ihrer eigenen Politik entspannend entgegenwirken. Weiter...

    Christian Hacke

    Die Außenpolitik der Regierung Schröder/Fischer: Zwischenbilanz und Perspektiven

    Angesichts der Dynamik von Globalisierung und Bekämpfung von Terror steht die deutsche Außenpolitik vor mannigfaltigen Herausforderungen. Durch die Kritik an amerikanischer Irak-Politik hat die deutsche Außenpolitik an Handlungsspielraum eingebüßt. Weiter...

    Peter Rudolf

    Deutschland und die USA - eine Beziehungskrise?

    Die Belastungen auf Ebene der Regierungsbeziehungen summieren sich noch zu keiner Krise der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Doch die politischen Divergenzen sind Ausdruck struktureller Konflikte in den transatlantischen Beziehungen. Weiter...

    Gunther Hellmann

    Deutschland in Europa: Eine symbiotische Beziehung

    In einer Harmonisierung der unterschiedlichen Interessenlagen liegt auch eine zentrale Aufgabe deutscher Außenpolitik. Die EU ist heute die wichtigste internationale Institution, deutsche Interessen zu artikulieren. Weiter...

    Lisette Andreae

    Deutschland als Motor einer europäischen Politik in den Vereinten Nationen?

    Seit Beginn der Neunzigerjahre hat die deutsche Regierung die Politik in den Vereinten Nationen verstärkt beeinflusst. Besonders deutlich wird dies bei den Verhandlungen zur Klimaschutzpolitik (Kyoto-Protokoll) und zum Internationalen Strafgerichtshof. Weiter...

    Joachim Krause, Jan Irlenkaeuser, Benjamin Schreer

    Wohin gehen die USA? Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der Bush-Administration

    Die im September 2002 vom US-Präsidenten Bush vorgelegte Nationale Sicherheitsstrategie wird zu Unrecht als Dokument des amerikanischen Unilateralismus gebrandmarkt. Sie leitet einen Wandel der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik ein. Weiter...