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Arbeitslosigkeit

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  • Arbeitslosigkeit ist eine Herausforderung, der sich jede Regierung stellen muss. Die rot-grüne Bundesregierung begegnet dieser u.a. mit einem Umbau der Arbeitsämter, wie er von der "Hartz-Kommission" im Herbst 2002 vorgeschlagen worden ist. Die von dem Gremium entwickelten Strategien und ihre erwünschte Wirkung werden in dieser Ausgabe in knapper Form dargestellt und einer Kritik unterzogen. Im Anschluss daran wird das Problem der Arbeitslosigkeit aus unterschiedlichem Blickwinkel beleuchtet:Statt Arbeitslose zu befähigen und zu ermutigen, werden diese durch den öffentlich geäußerten Verdacht der Faulheit stigmatisiert und entmutigt. Es wird gezeigt, welche psychische Folgen das für die Betroffenen haben kann. Arbeitslosigkeit ist nicht nur für die Betroffenen negativ, sie kann auch mit einer spürbaren Beeinträchtigung des regionalen Intelligenzniveaus einhergehen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen und dem Risiko sozialer Ausgrenzung, wobei das Ausmaß sozialer Ausgrenzung in den meisten nordeuropäischen Ländern - allen voran Deutschland - deutlich höher ist als in den Ländern Südeuropas. Ein Weg zur Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit ist die Verbesserung des Überganges von der Schule in die Arbeitswelt.

       

    Katharina Belwe

    Editorial

    Arbeitslosigkeit ist eine Herausforderung, der sich jede Regierung stellen muss. Die (alte und neue) rot-grüne Bundesregierung begegnet ihr u.a. mit einem Umbau der Arbeitsämter... Weiter...

    Günther Schmid

    Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt:Strategie und Vorschläge der Hartz-Kommission

    Der Beitrag präsentiert die Leitidee und Strategie der Hartz-Kommission und diskutiert einige der zentralen Einwände gegen die Kommissionsvorschläge aus der Sicht eines Kommissionsmitglieds. Weiter...

    Rudolf Hickel

    Hartz-Konzept: Arbeitslose effektiver in billige Jobs - Deregulierungsschub auf den Arbeitsmärkten

    Die Vorschläge der Hartz-Kommission zielen auf einen neuen Gesellschaftsvertrag. Es geht um den institutionellen Umgang mit heutigen, aber auch zukünftigen Arbeitslosen. Weiter...

    Frank Oschmiansky

    Faule Arbeitslose?

    Arbeitslose werden vor Bundestagswahlen gern als Sündenböcke für ungelöste soziale Probleme herangezogen. Statt sie zu befähigen und zu ermutigen, werden sie durch den öffentlich geäußerten Verdacht der Faulheit stigmatisiert. Weiter...

    Christine Morgenroth

    Arbeitsidentität und Arbeitslosigkeit – ein depressiver Zirkel

    Arbeitslosigkeit kann für die Betroffenen psychische Folgen haben. Es ist jedoch falsch, depressive Reaktion Betroffener als individuelle Pathologie umzudeuten. Weiter...

    Heinz J. Ebenrett

    Verlust von Humankapital in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit

    Arbeitslosigkeit ist nicht nur für die Betroffenen negativ, sie zeitigt auch Auswirkungen auf das regionale Umfeld. Folge sind die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der beruflichen Qualifikation der zurückbleibenden Bevölkerung. Weiter...

    Thomas Kieselbach, Gert Beelmann

    Arbeitslosigkeit als Risiko sozialer Ausgrenzung bei Jugendlichen in Europa

    Es gibt einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit Jugendlicher und dem Risiko sozialer Ausgrenzung. Deren Ausmaß ist in den meisten nordeuropäischen Ländern - allen voran Deutschland - deutlich höher ist als in den Ländern Südeuropas. Weiter...

    Günter Thoma

    Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen - aber wie?

    Der Jugendarbeitslosigkeit sollte u.a. durch die Erleichterung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt begegnet werden: durch eine gezielte Förderung der Ausbildungsreife und Optimierung der Ausbildungssituation. Weiter...