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15 Jahre deutsche Einheit

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    Der "Aufbau Ost" dauert länger als am 3. Oktober 1990 allgemein erhofft. Von einem sich selbst tragenden Aufschwung sind die ostdeutschen Länder weit entfernt. Obendrein haben mentale Prägungen aus 40 Jahren der Zweistaatlichkeit eine lange Lebensdauer. Doch was wäre die Alternative gewesen? Auch DDR-Ökonomen wussten, dass der SED-Staat, entgegen allen Erfolgsmeldungen, vor dem Bankrott stand. Ein "dritter Weg" war vor dem Hintergrund der Freiheitsrevolutionen in Mittelosteuropa schon bald Utopie.

    Es gibt allen Grund, an die Zivilcourage der DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürger zu erinnern. Die Ostdeutschen brachten die Freiheitstradition der friedlichen Revolution für Demokratie und Rechtsstaat als Erbe in die deutsche Einheit ein.

       
  • Hans-Georg Golz

    Editorial

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    Klaus von Dohnanyi

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    Rainer Eckert

    Das historische Jahr 1990

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    Erich Röper

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    40 Jahre lang war Deutschland eine Nahtstelle von West und Ost. Die Teilstaaten grenzten sich voneinander ab. Das deutsch-deutsche Verhältnis ist auch eine Geschichte jahrzehntelanger Diskriminierung. Weiter...

    Heidi Fichter-Wolf

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    Peter Alheit

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    Schienen im ehemaligen Nazi-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am 17 Januar 2005 im heutigen südlichen Polen. Schätzungsweise 600.000 Menschen besuchen das Lager jedes Jahr um zu lernen oder zu trauern; die große Mehrheit bewegt sich ruhig und in einem Geist der Ehrfurcht auf dem Komplex. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus.

    Geschichte und Erinnerung

    Deutsche Vereinigung und NS-Vergangenheit

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