APUZ Dossier Bild

24.11.2006 | Von:
Eva Sternfeld

Umweltsituation und Umweltpolitik in China

Ökoeffizienz

Knappe Ressourcen werden häufig verschwenderisch und ineffizient genutzt.[13] Schätzungen zufolge könnten bis zu 25 Prozent des Primärenergieverbrauchs und des damit verbundenen CO2-Ausstoßes durch Verbesserung der Energieeffizienz eingespart werden. Bisher gibt es in China jedoch zu wenig Anreize zum sparsameren Umgang mit Ressourcen. Trotz Hinwendung zur Marktwirtschaft werden Rohstoffe vielfach noch zu staatlich subventionierten Niedrigpreisen an die Verbraucher weitergegeben. Im günstigsten Fall orientieren sich die Rohstoffpreise an den Produktionskosten, doch decken sie nicht die Kosten der Umweltbelastung. So werden die Wassertarife ebenfalls noch immer stark subventioniert und liegen häufig weit unter den Bereitstellungskosten. Erst neuerdings beginnen viele Städte damit, nicht nur die Wassertarife anzuheben, sondern den Verbrauchern auch die Entsorgung der Abwässer in Rechnung zustellen. Höhere Wasserpreise könnten sich auf die Höhe des Wasserverbrauchs und damit auch des Abwasseraufkommens und der damit verbundenen Belastung der Gewässer auswirken. Hier liegen ungeheure Potenziale zur Energie- und Wassereinsparung.

Fußnoten

13.
Nach Angaben von Pan Yue benötigen chinesische Hersteller für die Produktion von Waren im Wert von 10 000 US-Dollar etwa das Sechsfache an Ressourcen im Vergleich zu amerikanischen Herstellern und fast dreimal soviel wie indische. Vgl. Anm. 2.