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22.6.2006 | Von:
Gerda Holz

Lebenslagen und Chancen von Kindern in Deutschland

Im Beitrag wird ein Vergleich zwischen armen und nicht-armen Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit angestellt. Ein Perspektivenwechsel im Sinne einer kindbezogenen Armutsprävention ist dringend erforderlich.

Einleitung

Parallel zu dem sich in Deutschland seit vielen Jahren abzeichnenden demographischen Wandel vollzieht sich eine andere, ebenfalls seit langem sichtbare Entwicklung: die Zunahme der Familien- und damit auch Kinderarmut.

Wir erleben heute, wie die immer weniger werdenden Kinder einem immer höheren Armutsrisiko unterliegen - ein Anachronismus. Sind dabei Kinder per se ein Armutsrisiko für Familien oder sind sie es, weil Familien am stärksten von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen negativ betroffen sind? Die Antwort lautet: Sowohl als auch. Im Weiteren ist der Blick auf die Lebenslagen von Kindern - das heißt der unter 10-Jährigen - gerichtet, und diese werden kindbezogen beschrieben. Folie dafür sind Ergebnisse der deutschen Armutsforschung.