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18.9.2008 | Von:
Gisela Mohr
Peter Richter

Psychosoziale Folgen von Erwerbslosigkeit - Interventions-
möglichkeiten

Erwerbslosigkeit begünstigt Depressivität, Ängste, Selbstwertverlust und psychosomatische Beschwerden. Kompetenztrainings und Maßnahmen der emotionalen Stabilisierung helfen beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben.

Einleitung

Im Mai 2008 waren laut offizieller Statistik 3 413 921 Personen in der Bundesrepublik Deutschland erwerbslos. Der Direktor des Forschungsinstitutes der Bundesagentur für Arbeit weist darauf hin, dass sich diese Zahl auf fünf Millionen erhöht, wenn man jene Menschen mit berücksichtigt, die gern arbeiten würden, aber nicht als arbeitsuchend gemeldet sind. Die Hälfte aller registrierten Erwerbslosen sind Langzeiterwerbslose, das heißt, sie sind seit mindestens einem Jahr erwerbslos. Damitliegt die Bundesrepublik an der Spitze der Alt-EU-Länder.








Im öffentlichen Sprachgebrauch ist der Begriff Arbeitslosigkeit etabliert. Richtig ist es jedoch, von Erwerbslosigkeit zu sprechen. Es existieren weitere Formen unbezahlter Arbeit wie Eigenarbeit, Familienarbeit und ehrenamtliche Tätigkeit, deren Ausbau als Lösungsansatz der gegenwärtigen Erwerbslosigkeit diskutiert wird.