APUZ Dossier Bild

Internationale Finanzpolitik

  • PDF-Icon PDF-Version (2.562 KB)

    Am 21. Januar 2008 sind die internationalen Aktienbörsen so heftig eingebrochen, dass von einem "Schwarzen Montag" die Rede war. Das Vertrauen in die Finanzmärkte ist schwer erschüttert. Vor zehn Jahren hatte eine Finanzkrise viele Länder Südostasiens überzogen. Die Überzeugung war weit verbreitet, das könne in Westeuropa und den USA nicht passieren.

    Die jüngste Finanzkrise offenbart jedoch ein großes Defizit an internationaler staatlicher Kontrolle. Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird von der mangelnden Regulierung stark beeinträchtigt. Ineffiziente Finanzmärkte müssen durch Institutionen wie Zentralbanken, der Bankenaufsicht und durch die Gesetzgebung kontrolliert werden. Die "unsichtbaren Hände", die Kräfte des Marktes, reichen dafür offenbar nicht aus.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

    Am 21. Januar 2008 sind die internationalen Aktienbörsen so heftig eingebrochen, dass von einem "Schwarzen Montag" die Rede war. Das Vertrauen in die Finanzmärkte ist schwer erschüttert. Weiter...

    boersencrash_teaser

    Wolfgang Filc

    Stabilität des internationalen Finanzsystems

    Effiziente Finanzmärkte sind Voraussetzung für angemessenes Wirtschaftswachstum und hohe Beschäftigung bei Preisniveaustabilität. Die zunehmende Instabilität des internationalen Finanzsystems liegt in der Privatisierung von Vermögenswertänderungsrisiken durch Deregulierung und Rückzug des Staates von Finanzmärkten und in Informationsproblemen. Weiter...

    Heribert Dieter

    Der IWF auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit?

    Der IWF befindet sich in der schwersten Krise seit seiner Gründung. Die Finanzkrise schwächt den Fonds weiter. Ein weiteres Problem betrifft den großen Einfluss der alten Industrieländer. Weiter...

    Makram El-Shagi

    Weltweite Ansteckung: berechtigte Sorge oder grundlose Panik?

    Nach der Asienkrise 1997 griff der IWF ein, um die Krisenausbreitung auf die Weltwirtschaft zu verhindern. Im vorliegenden Beitrag wird gezeigt, dass die bekannten Mechanismen die befürchtete Ansteckung der Industriestaaten nicht bewirken können. Weiter...

    Jan Priewe

    Leistungsbilanzdefizit der USA

    Der Beitrag untersucht das große US-Leistungsbilanzdefizit, das mit gravierenden Ungleichgewichten in der Weltwirtschaft verbunden ist. Die Ursachen liegen sowohl in den USA also auch in der mangelnden Ordnung des Weltwährungs- und Finanzsystems. Weiter...

    Hansjörg Herr

    Das chinesische Wechselkurssystem

    Das chinesische Wechselkurssystem ist durch staatliche Eingriffe geprägt, die sich in eine gradualistische Reformstrategie einbetten. Die Wechselkursentwicklung, die durch Kapitalverkehrskontrollen und Devisenmarktinterventionen der chinesischen Zentralbank abgesichert ist, dient dieser Strategie. Weiter...

    Peter Wahl

    Finanzmärkte als Entwicklungshemmnis

    Obwohl die Finanzströme in die Entwicklungsländer stark zunehmen und eine Entspannung der Schuldenkrise zu verzeichnen ist, sind die Finanzbeziehungen zwischen Nord und Süd in ihrer gegenwärtigen Form problematisch. Eine wirkliche Entwicklung der Schwellenländer setzt eine viel stärkere politische Regulierung der Finanzmärkte voraus. Weiter...