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Finanzmärkte als Entwicklungshemmnis


6.2.2008
Obwohl die Finanzströme in die Entwicklungsländer stark zunehmen und eine Entspannung der Schuldenkrise zu verzeichnen ist, sind die Finanzbeziehungen zwischen Nord und Süd in ihrer gegenwärtigen Form problematisch. Eine wirkliche Entwicklung der Schwellenländer setzt eine viel stärkere politische Regulierung der Finanzmärkte voraus.

Einleitung



Ein Paradies für Anleger: An der Johannesburger Börse betrug die Eigenkapitalrendite für international notierte Titel im Jahr 2005 43 Prozent. Lukrative Finanzmarktgeschäfte sind heute nicht länger auf die großen Finanzplätze in den Industrieländen beschränkt. Selbst Afrika partizipiert: "Das Interesse der Investoren an der 'new frontier' Subsahara Afrika wuchs 2006 bedeutend, wenn auch von einem sehr niedrigen Niveau aus."[1] Daher verwundert es nicht, wenn sich die privaten Kapitalflüsse in den Süden seit 2001 mehr als versechsfacht haben. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass es nach wie vor eine starke Konzentration auf die Emerging Markets (aufstrebende Märkte der Schwellenländer), und hier wiederum auf Asien gibt.






Den Zuflüssen von 1,1 Billionen US-Dollar (USD) stehen Abflüsse von 890 Mrd. USD gegenüber, sodass 2006 ein Nettokapitalfluss in die Entwicklungsländer von 220 Mrd. USD bleibt. Gegenüber 72,1 Mrd. USD im Jahr 2000 ist auch das immerhin noch eine Verdreifachung.

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Fußnoten

1.
International Monetary Fund, Global Financial Stability Report, Washington, D. C. 2007, S. 24.