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7.8.2009 | Von:
Karl Ulrich Saß

Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit mit Afrika

Die Förderung afrikanischer Wissenschaft wurde von internationalen Partnern bislang vernachlässigt. Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Wissenschafts- und Entwicklungspolitik stellt indes eine große Chance dar.

Einleitung

Unsere Zeit ist maßgeblich von einem Trend zur Herausbildung moderner, sogenannter "Wissensgesellschaften" gekennzeichnet.[1] Die klassische Industriegesellschaft, so die Kernaussage dieses Begriffes, neige sich ihrem Ende entgegen. Wissen werde künftig den Platz als dominante Wirtschaftsressource einnehmen und auf diese Weise die Bedeutung der traditionellen Produktionsfaktoren - Arbeit, Kapital und Boden - zurückdrängen. Wo aber Wissen zum zentralen Element des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstands wird, dort wächst auch die Bedeutung des Wissenschaftssystems als Ort, an dem gewonnenes Wissen konserviert sowie neues Wissen generiert und in die Gesellschaft transferiert wird.


In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Förderung wissenschaftlicher Infrastruktur nicht zu einer zentralen Aufgabe auch entwicklungspolitischer Bemühungen werden müsste, um den Entwicklungsländern das Tor zum 21. Jahrhundert zu öffnen.


Fußnoten

1.
Vgl. Nico Stehr, Moderne Wissensgesellschaften, in: APuZ, (2001) 36, S. 7 - 14.

Afrika - Länder und Regionen
Informationen zur politischen Bildung (Heft 302)

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