Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit mit Afrika
Die Förderung afrikanischer Wissenschaft wurde von internationalen Partnern bislang vernachlässigt. Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Wissenschafts- und Entwicklungspolitik stellt indes eine große Chance dar.Einleitung
Unsere Zeit ist maßgeblich von einem Trend zur Herausbildung moderner, sogenannter "Wissensgesellschaften" gekennzeichnet.[1] Die klassische Industriegesellschaft, so die Kernaussage dieses Begriffes, neige sich ihrem Ende entgegen. Wissen werde künftig den Platz als dominante Wirtschaftsressource einnehmen und auf diese Weise die Bedeutung der traditionellen Produktionsfaktoren - Arbeit, Kapital und Boden - zurückdrängen. Wo aber Wissen zum zentralen Element des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstands wird, dort wächst auch die Bedeutung des Wissenschaftssystems als Ort, an dem gewonnenes Wissen konserviert sowie neues Wissen generiert und in die Gesellschaft transferiert wird.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Förderung wissenschaftlicher Infrastruktur nicht zu einer zentralen Aufgabe auch entwicklungspolitischer Bemühungen werden müsste, um den Entwicklungsländern das Tor zum 21. Jahrhundert zu öffnen.
Fußnoten
- Vgl. Nico Stehr, Moderne Wissensgesellschaften, in: APuZ, (2001) 36, S. 7 - 14.
Informationen zur politischen Bildung (Heft 302)Afrika – Länder und Regionen
Der afrikanische Kontinent lässt sich in fünf Großräume untergliedern: Nord-, West- und Zentralafrika, das Horn von Afrika plus Ostafrika sowie das südliche Afrika. Ein Überblick über ihre jeweiligen Entwicklungen und Besonderheiten verbindet sich mit Analysen von Ländern, die für ihre Region charakteristisch oder besonders bedeutsam sind. Weiter...


