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3.5.2010 | Von:
André Chahoud

Blicke hinter die Kulissen: Aus dem "Alltag" eines Politikberaters

Der Autor zeigt auf, was Politikberatung ausmacht und stellt die Kernbereiche seiner Tätigkeit vor. Dabei setzt er sich auch mit der Kritik an seinem Berufsfeld auseinander.

Einleitung

Dieser Beitrag soll einen Blick "hinter die Kulissen" gewähren und den "Alltag" eines Politikberaters beschreiben. Das ist jedoch keine leichte Aufgabe, denn "Alltag" und "Kulissen" gibt es in der professionellen Politikberatung nicht. Aber es gibt Absender und Adressaten von Interessensbekundungen, und es gibt Regeln, die es bei der Kommunikation zwischen diesen beiden Seiten einzuhalten gilt. Was also gemeinhin unter "Kulissen" verstanden wird, sind im Endeffekt Menschen, die in Politik und Verwaltung, in der Privatwirtschaft und bei Verbänden sowie bei Agenturen und Kanzleien tätig sind. All diese Menschen müssen und wollen, aber dürfen und sollen auch miteinander kommunizieren. Denn dieser Austausch ist elementarer Bestandteil des demokratischen Willensbildungsprozesses.[1] Die Ausgestaltung des Dialogs zwischen diesen Menschen bildet die Kernleistung der Politikberatung. Dieser Dialog basiert in aller Regel auf Vertrauen. Doch Vertrauen entsteht nicht über Nacht. Vertrauen muss erarbeitet werden - oftmals über viele Jahre hinweg.


Fußnoten

1.
Im Grundgesetz finden sich mehrere Artikel (u.a. Artikel 5, 9, 17 und 21), die den Grundgedanken des freien Meinungsaustausches wiedergeben.