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26.2.2010 | Von:
Aram Ziai

Zur Kritik des Entwicklungsdiskurses

Fazit

Die am Entwicklungsdiskurs geäußerte Kritik, er sei (zumindest in seiner hegemonialen Ausprägung) eurozentrisch, entpolitisierend und autoritär, erscheint durchaus stichhaltig. Es ist jedoch deutlich geworden, dass diese Kritik nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist. In Verbindung mit bestimmten historischen Veränderungen, wie der Krise des Fordismus und dem Ende des Ost-West-Konflikts, hat sie zu einer Transformation des Entwicklungsdiskurses geführt.

Dennoch ist aus der Sichtweise der Post-Development-Kritik an der Notwendigkeit alternativer Inhalte und alternativer Begriffe in dem mit "Entwicklung" bezeichneten Bereich der Erforschung und Förderung von Prozessen sozialen Wandels festzuhalten. Zwar muss die Kritik nicht zwingend zu einer Einstellung jeglicher Art von internationaler Zusammenarbeit führen, eine Auseinandersetzung mit ihr ist für eine progressive Theorie und Politik jedoch unabdingbar - im Norden wie im Süden.


Dossier

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