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ANC forever? Innenpolitische Entwicklungen und Parteien in Südafrika


16.12.2009
Die Vorherrschaft des African National Congress (ANC) ist in Südafrika ungebrochen; Wahlen ähneln einem ethnischen Zensus. Kritiker sehen darin eine Gefahr für die südafrikanische Demokratie.

Einleitung



Am 22. April 2009 fanden in Südafrika die vierten freien und allgemeinen Wahlen statt. Von knapp 30 Millionen Wahlberechtigten gingen 18 Millionen zu den Urnen und machten damit von einem Recht Gebrauch, für das ihre schwarzen, "coloured-" oder indischstämmigen Väter und Mütter jahrzehntelang gekämpft hatten.[1]




Zum vierten Mal war der Wahlsieger der African National Congress (ANC). Sein Vorsitzender Jacob Zuma ist der vierte Präsident des "neuen" Südafrika nach Nelson Mandela, Thabo Mbeki und dem Übergangspräsidenten Kgalema Motlanthe. Die Dominanz des ANC - auch 15 Jahre nach seinem ersten Wahlsieg - verleitet manchen Beobachter dazu, die Demokratie in Südafrika in Zweifel zu ziehen. Aber wie ist es um das politische System und die Demokratie in Südafrika wirklich bestellt?


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Fußnoten

1.
Die Wahlbeteiligung ist 2009 auf 60 Prozent gesunken (von 86 Prozent 1994). "Coloureds" ("Farbige") ist ein Begriff aus Apartheidzeiten, der aus pragmatischen Gründen auch heute noch in Südafrika verwendet wird.

 
Afrika - Länder und RegionenInformationen zur politischen Bildung (Heft 302)

Afrika – Länder und Regionen

Der afrikanische Kontinent lässt sich in fünf Großräume untergliedern: Nord-, West- und Zentralafrika, das Horn von Afrika plus Ostafrika sowie das südliche Afrika. Ein Überblick über ihre jeweiligen Entwicklungen und Besonderheiten verbindet sich mit Analysen von Ländern, die für ihre Region charakteristisch oder besonders bedeutsam sind. Weiter...